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Jesus-Legenden /
Jesus und die Geschichte von ...
| Originaltitel: | amici di Gesù, Gli |
| Premiere im Jahr: | 2000 |
| Regie: | Raffaele Mertes |
| Handlung spielt im Jahr: | 30 nach Christus |
| Darsteller: | Danny Quinn ... Jesus Christus
Mathieu Carrière ... Pontius Pilatus Manfred Zapatka ... Zenturio Veturius Andrea Prodan ... Herodes Antipas als junger Mann Gottfried John ... Herodes Antipas als König Giuliana de Sio ... Herodias, seine Frau Ambra Angiolini ... Salomé, ihre Tochter Benjamin Sadler ... Johannes der Täufer Jurij Gentilini ... Jesus als Junge Tobias Moretti ... Josef, Vater von Jesus Stefania Rivi ... Maria, Mutter von Jesus, als junge Frau Enrica Maria Modugno ... Maria, Mutter von Jesus, als alte Frau Ida Di Benedetto ... Elisabeth, ihre Cousine Gabriele Tozzi ... Joachim, Marias Vater Ennio Fantastichini ... König Herodes der Große Mattia Sbragia ... sein Wahrsager Grazia Cucinotta ... Maria Magdalena Thure Riefenstein ... Zenturio Silvanus, ihr erster Freund Massimo Ghini ... General Vitellius, ihr zweiter Freund Nathalie Caldonazzo ... Susanna, Freundin von Maria Magdalena Enrico Lo Verso ... Judas Aglaia Szyszkowitz ... Sarah, seine Freundin Todd Carter ... Kaiphas, Hohepriester Hannes Jaenicke ... Josef von Arimathäa Shel Shapiro ... Otoniel, einflussreicher Priester Matt Patresi ... Barabbas Cyrus Elias ... Judas' Vater Athina Cenci ... Judas' Mutter Ricky Tognazzi ... Thomas Roberta Armani ... Johanna, seine Freundin Mathias Herrmann ... Longinus, der Legionär, der Jesus kreuzigte Francesco Pannofino ... Petrus Pierfrancesco Favino ... Simon Mehmet Günsür ... Johannes |
| Stand: | 07.05.2010 |
| Crew: | Drehbuch ... Gareth Jones, Franco Bernini, Gianmario Pagano
Produzent... Luca Bernabei Kamera (Cinematography) ... Giovanni Galasso Schnitt (Film Editing) ... Elisabetta Marchetti Art Direction ....Paolo Biagetti Kostüme ... Paolo Scalabrino, Titus Vossberg Musik ... Marco Frisina Außenaufnahmen ... Marokko Studio ... Atlas-Filmstudios |
| Filmgesellschaft: | Epsilon TV Production
Lux Vide |
| Land: | Italien + Deutschland |
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| Bewertung: Max. 5 Sterne | |
Fernsehserie, 4 Teile à 90 Minuten
Serien-Kurzinhalt:Das Leben und die Kreuzigung von Jesus Christus aus der Sicht von vier Personen, die ihm nahestanden. Jeder hat auf eine andere Weise zu Jesus gefunden. Die Begegnung mit Jesus hat das Leben jedes einzelnen völlig verändert. Dies geschah bei jedem auch noch auf eine jeweils ganz andere Art und Weise. Serien-Kritik:Plus: Die Serie wurde offenbar nur ins Leben gerufen, um die teuren Kulissen, Kostüme und Requisiten der Bibel-Serie noch einmal nutzen zu können. Deswegen hat haben die Filme einen sehr ästhetischen und glaubwürdigen Look. Die Grundidee ist interessant und (für Bibelfilme) innovativ: Ganz ähnlich wie in Rashomon (1950) überschneiden sich manchmal die Handlungsstränge und manchmal ergänzen sie sich. Minus: Trotzdem sind keine interessanten Filme dabei herausgekommen. Da die vier Hauptpersonen in der Heiligen Schrift nur am Rande (oder gar nicht) erwähnt werden, wurden die Geschichten mit allen möglichen Kunstgriffen künstlich aufgeblasen, um überhaupt auf 90 Minuten Länge zu kommen. Das Ergebnis ist das übliche Fernseh-Einerlei: Actionszenen mit wackeliger Handkamera, viele geschwätzige Szenen mit uninteressanten Dialogen - und damit auch jeder merkt, dass wir es mit einem religiösen Thema zu tun haben, dudelt im Hintergrund die ganze Zeit schmalzige Chor-und-Geigen-Musik. Fazit: Man sollte aus jedem Film nur die guten Szenen auswählen und daraus einen einzigen Spielfilm von 90 Minuten Länge machen. Fakten:* Eine interessantere Umsetzung des Judas-Themas (sogar unter Verwendung derselben Kulissen) gelang Regisseur Charles Robert Carner mit Judas (2003). * Im Thomas-Film landet Longinus bei den Schriftgelehrten von Qumran - eine Anspielung auf die Schriftrollen von Qumran, die aus dieser Zeit stammen und 1948 gefunden wurden. Ihnen verdankt man viele Informationen aus der Zeit, in der Jesus lebte, und auch viele Geschichten, die keine Aufnahme im Neuen Testament gefunden haben. * Herodes Antipas wird im ersten Film ermordet - um gleich darauf im zweiten Film wieder aufzutreten. Aber vielleicht hat er die Messerstiche auch schwerverletzt überlebt. * Die Römer werden in dieser Serie übertrieben grausam dargestellt. In einer tributpflichtigen Provinz waren Übergriffe auf Zivilpersonen (Vergewaltigung, Pündern und Brandstiftung) durch römische Legionäre die absolute Ausnahme - und wurden sogar von den Römern selbst strafrechtlich verfolgt. * Raffaele Mertes war Regisseur bei Die Bibel - Esther (1999) und Die Bibel - Apokalypse (2002) und Kameramann bei 8 Filmen der Serie. * Tobias Moretti ist vor allem bekannt aus der Serie Kommissar Rex, in der er 1994 bis '98 an der Seite eines Schäferhundes spielte. 2002 spielte er in Uli Edels Julius Caesar mit. * Die aufwändigen Kulissen des Palastes von Herodes und des Amtssitzes von Pilatus in dieser Serie sind die umgebauten und anders bemalten Kulissen des Palastes von Xerxes aus Die Bibel - Esther (1999). Episodenliste:1, Joseph von Nazareth*** (ok)Original: Giuseppe di Nazareth Kurzinhalt: Josef ist Zimmermann und arbeitet am Tempel und am Palast des Herodes. Während er in Jerusalem arbeitet, wird seine Frau mit dem Sohn Gottes schwanger - damit beginnt eine turbulente Zeit für das Heilige Paar: Herodes will keinen anderen König der Juden neben seinem eigenen Königshaus haben und lässt Jesus unerbittlich verfolgen - und auch unter Josefs Nachbarn regt sich Widerstand: Viele wollen gerade jetzt mit Waffengewalt gegen die Römer kämpfen ... Kritik: Besonders am Anfang und am Ende hat der Film erhebliche Längen - und begibt sich zudem in unangemessen flaches Fahrwasser, indem er die Heilige Familie zum Gegenstand von Abenteuergeschichten macht. Der Hauptteil jedoch lebt von dem erfrischend lebendigen Spiel von Ennio Fantastichini als König Herodes, der stets genau auf dem schmalen Grat zwischen Wahnsinn und Methode balanciert. Auch die Reaktionen von Josef und den Mitbewohnern im Dorf auf Marias ungewöhnliche Schwangerschaft sind ein interessanter Aspekt, den andere Jesus-Filme normalerweise taktvoll auslassen. Dazu kommen die wirklich schönen Bilder: Die Ausstattung erweckt das alte Jerusalem zu neuem Leben - und ist in diesem Film auch noch sehr ästhetisch ausgeleuchtet und fotografiert. Drei gute Gründe, sich den Film anzusehen. 2, Maria Magdalena** (hat Schwächen)Original: Maria Maddalena Kurzinhalt: Maria ist eine verheiratete, sehr wohlhabende Frau in Magdala - bis ihr Mann sich von ihr scheiden lässt, weil sie keine Kinder bekommt. Nun völlig mittellos, wirft sie sich in ihrer Verzweiflung erst einem Zenturio und dann einem General an den Hals, um schließlich am Hof von König Herodes zu landen. Materiell geht es ihr gut, aber ihre Seele ist leer - bis sie Jesus begegnet... Kritik: In seinem Bemühen, die Rechtlosigkeit der damaligen Frauen darzustellen, gehen dieser Film einfach zu weit, in dem er alle Männer (insbesondere die Römer) als grausam und berechnend darstellt - außer Jesus. So wechseln sich durchaus berührende Szenen einer Frau, die ihren Glauben verloren hat, mit geradezu grotesken Karikaturen von Machtmenschen ab (Gottfried Johns Interpretation von Herodes ist diesbezüglich eine echter Tiefpunkt). Und wieder einmal sind es vor allem die visuellen Reize, die auch diesen Film davor retten, ein kompletter Reinfall zu sein. 3, Judas** (hat Schwächen)Original: Giuda Kurzinhalt: Der Patriot Judas schließt sich Jesus Christus an, weil er denkt, dass dieser Israel von den Römern befreit und sich dann zum neuen König ausrufen lässt. Aber dann geht alles schief: Erst wird er von falschen Freunden ausgetrickst, dann von den Römern, und schließlich missversteht er auch noch die wahren Absichten von Jesus: Er denkt, er muss Jesus nur genügend unter Druck setzen, dann wird der schon die Römer vernichten. Also verrät er Jesus, um ihn zum Handeln zu zwingen... Kritik: Die Handlung erzählt die bekannten Stationen der letzten Tage im Leben Jesu, nur eben aus der Sicht des Verräters - und bemüht sich dabei die ganze Zeit, Erklärungen und Entschuldigungen für Judas' Verhalten zu finden. Das gelingt jedoch kaum, da zu wenige Informationen über das Leben unter römischer Besatzung eingebaut wurden. Zu allem Überfluss kürzt der Film die Umstände, die zu Jesu Verurteilung führten, auch noch ab: Er unterschlägt sowohl die Wunder als auch das Verhör durch König Herodes und durch Kaiphas. So wirkt das Ergebnis ein wenig wie ein altmodischer Abenteuerfilm mit Palastintrigen und listigen Römern - inklusive des etwas steifen und getragenen Grundtones, wie man ihn aus alten Bibelfilmen kennt. 4, Thomas** (hat Schwächen)Original: Tommaso Kurzinhalt: Die Kreuzigung von Jesus Christus und der Verrat durch Judas stürzen seinen Jünger Thomas in eine schwere Sinnkrise. Er will zunächst versuchen, den Leichnam Jesu in seiner Heimat Galiläa beizusetzen. Dabei lernt er Joseph von Arimathea kennen, in dessen Familiengrab Jesus beigesetzt wurde, und später auch Longinus, der Jesus ans Kreuz geschlagen hat. Beide tragen auf ihre Weise dazu bei, dass Thomas seinen Weg zum Glauben zurückfindet. Kritik: Der Film ist dann am stärksten, wenn er ein Gruppenportait der Jünger entwirft, die nach der Kreuzigung zwischen Hoffen und Bangen, Glauben und Verzweiflung schwanken. Der Versuch, darüberhinaus ein religiöses Erbauungsstück zu erzählen (inklusive salbungsvoller Geigenmusik und Licht-Effekten, die die Auferstehung darstellen sollen), ist wenig überzeugend, da eine ernsthafte Auseinandersetzung mit Glaubensinhalten nicht stattfindet. |



