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Jason und die Argonauten

Originaltitel:Jason and the Argonauts
Premiere im Jahr:1963
Regie:Don Chaffey
Handlung spielt im Jahr:1260 vor Christus
Darsteller:Todd Armstrong ... Jason, Prinz von Thessalien

Douglas Wilmer ... König Pelias

Gary Raymond ... Akastos, sein Sohn

Laurence Naismith ... Argos, Schiffsbauer

Niall MacGinnis ... Zeus, oberster Gott

Honor Blackman ... Hera, seine Frau

Michael Gwynn ... Hermes, Priester / Schutzgott der Reisenden - und Diebe

Patrick Troughton ... Phineus, der blinde Wahrsager

Nancy Kovack ... Medea, Hekate-Priesterin in Kolchis

Jack Gwillim ... König Aietes von Kolchis

Nigel Green ... Herkules / Herakles

John Cairney ... Hylas, sein Freund und Waffenträger

Doug Robinson ... Euphemos, Seemann auf der Argo

Andrew Faulds ... Phalerus, Seemann auf der Argo

Stand:20.12.2009
Crew:Drehbuch ... Jan Read, Beverley Cross

Produzent ... Charles H. Schneer

Kamera (Cinematography) ... Wilkie Cooper

Schnitt (Film Editing) ... Maurice Rootes

Art Direction ... Geoffrey Drake

Musik ... Bernard Herrmann

Spezialeffekte ... Ray Harryhausen

Studios ... England: Shepperton-Studios - Italien: S.A.F.A.-Studios in Rom

Außenaufnahmen ... Italien: Stadtviertel EUR in Rom (Eroberung von Thessalien), antike Tempel in Paestum (Phineas-Episode), Salerno.

Filmgesellschaft:Morningside Worldwide Pictures
Columbia
Land:USA + England
Bücher/CD/DVD bei Amazon
Bewertung:
Max. 5 Sterne
- guter Film

 

Monumentalfilm, 102 Minuten

Kurzinhalt:
Freie nach der antiken Argonauten-Sage: Jason sticht auf dem Schiff Argo in See, um in Kolchis das Goldene Vlies zu klauen. Unterwegs lauern viele Gefahren, unter anderem ein Titan aus Bronze, ein Drache und eine Armee von Skeletten - alles Wunder aus der Trickkiste von Ray Harryhausen.




Kritik
Klassiker von gleich zwei Genres (Fantasy und Monumentalfilm) und für Fans daher ein Muss!

Plus: Sehr gut gemachte Unterhaltung mit vielen Schauwerten.
Die Geschichte ist kurzweilig: Sie hält ein recht hohes Tempo und bemüht sich, die Personen glaubwürdig darzustellen. Es wird immer erklärt, warum sie das tun, was sie tun. Das unterscheidet diesen Film angenehm von den billigen Abenteuerfilmen, in denen die Leute Gutes tun, einfach weil sie die Helden sind (oder eben Schlechtes, einfach weil sie die Bösen sind).
Dazu kommen viele der klassischen Sage entlehnte und originelle Details, die auch heute noch erfrischend anders wirken (zum Beispiel wird Herkules hier überraschenderweise als älterer Mann mit grauen Haaren dargestellt).
Die damals sensationellen Trickeffekte können einen auch heute noch beeindrucken.

Minus: Schlechtes Timing. Dafür nur ein Beispiel: Die berühmte Armee der Skelette setzt sich erst in Bewegung, nachdem der König von Kolchis sie dazu aufgefordert hat - und zwar nicht weniger als drei Mal (offenbar ist die Armee nicht nur tot sondern auch taub). Dann erst machen die trägen Gesellen ein paar Schritte auf Jason zu - aber auch nur im Schneckentempo. Jason hätte also Zeit genug, zu seinem Schiff zu fliehen. Stattdessen steht er aber einfach nur da und glotzt. So verstreichen wertvolle Minuten, bis der Kampf dann endlich losgeht.

Die Musik von Herrmann ist eine herbe Enttäuschung. Der Komponist, der die berühmtesten Filme von Hitchcock mit aufregender, knisternder Musik versah - schafft es diesmal nicht, ein paar Akzente zu setzen.
Während im Bild also eine Sensation nach der anderen zu sehen ist, hört man aus dem Lautsprecher nur einen recht zähflüssigen Humpta-Humpta-Klangbrei.







ansehen:

* Das Fernsehen zeigt leider in der Regel eine Version, in der das Breitwandformat des Filmes auf 4:3-Fernsehformat eingerichtet wurde (so dass jeweils rechts und links ein Stück Bild nicht mehr zu sehen ist - zusammen immerhin 25% der Bildfläche).

* Für Fans empfiehlt sich daher der Kauf der DVD von Columbia-Tristar-Homevideo. Sie zeigt den Film in 16:9 und bietet als Extra auch noch zwei interessante Interviews mit Harryhausen (von 1995 und 1997) über diesen Film - und über sein Leben und Werk (mit zahlreichen seltenen Filmausschnitten aus seinem Frühwerk).





Fakten zum Film:

* Harryhausen hatte mit 13 Jahren King Kong im Kino gesehen, danach wusste er, was er beruflich einmal machen wollte: Puppentrick (Stop Motion). Seine Trick-Karriere begann 1949 mit Panik um King Kong und endete 1987 mit The Puppetoon Movie.

* Harryhausen und Produzent Schneer waren ein echtes Dream-Team: Sie machten 16 Filme zusammen, darunter Klassiker des SiFi- und Fantasy-Films wie Die Bestie aus dem Weltraum (1957), Die erste Fahrt zum Mond (1964) oder die drei Sindbad-Filme (1958 bis '77).

* Die Szene mit den kämpfenden Skeletten war so aufwändig, dass nur 13 Bilder pro Tag aufgenommen werden konnten - für eine Sekunde (!) Film benötigt man 24 (!!). So dauerte es vier einhalb Monate, bis die Szene im Kasten war. Bei den Proben kämpften die Schauspieler zunächst gegen Stuntmänner, die die Plätze der Skelette einnahmen. Erst als sie die Bewegungsabläufe genau auswendig gelernt hatten, wurde die Szene (ohne Stuntleute) gedreht (die Schauspieler hatten dann also keine Partner und fuchtelten nur in der Luft herum). Erst Monate später wurden dann Bild für Bild die Skelette einkopiert.

* Ein paar Szenen von der Eroberung Thessaliens stammen aus einem anderen Film (möglicherweise Der Untergang von Troja 1955 oder einem italienischen Film, der in denselben Kulissen gedreht wurde).

* Cross / Schneer / Harryhausen brachten 1981 Kampf der Titanen auf die Leinwand - in dem weder die Spezialeffekt noch die Geschichte so gut gelungen sind wie in diesem Film. Was die Kombination von Realfilm und Stop-Motion-Trickaufnahmen angeht, ist Jason... immer noch nahezu unerreicht.

* Honor Blackman spielte 1968 in Kampf um Rom eine Gotenkönigin - ist aber den meisten Zuschauern sicher ein Begriff als Pussy Galore, die James Bond in Goldfinger (1964) das Leben schwermacht.

* Bernard Herrmann ist vor allem bekannt für seine langjährige Zusammenarbeit mit Alfred Hitchcock, für den er unvergessene Filmmelodien erdachte, u.a. Der unsichtbare Dritte (1958) und Psycho (1960). Dass er daneben auch Zeit für Filme von Schneer und Harryhausen fand, ist dagegen weithin unbekannt. Er komponierte Sindbads 7. Reise (1958), Die drei Welten des Gulliver (1960), Die geheimnisvolle Insel (1961) und schließlich Jason und die Argonauten.

* In diesem Film ist bereits der Spezialeffekt zu sehen, der später als Beamen bei Star Trek zu Weltruhm kommen wird: Die Götter tauchen auf und verschwinden - genau wie wenige Jahre später die Mannschaft der Enterprise.






Fakten zur Argonautensage:

* Die klassische Sage ist sehr umfangreich und wurde von den Griechen im Laufe der Jahrhunderte immer weiter ausgeschmückt. Von den etwa 25 Episoden, die sich bis heute erhalten haben, hat der Film vier umgesetzt.
Die bekannteste der nicht gezeigten Episoden ist die, in der die Argonauten ganz den Amazonen verfallen sind und nur Herakles einen klaren Kopf behält.

* In der Sage ist Pelias der Bruder des Königs von Thessalien. Während Prinz Jason seine Jugend außer Landes verbringt, drängt Pelias den König aus der Regierung (im Film ist er ein fremder Eroberer, der den König besiegt). Ein Orakel rät Pelias daraufhin, er solle sich in Acht nehmen vor jemandem, der ihm nur mit nur einer Sandale gegenübertritt (wie im Film).
Als Jason erwachsen ist, geht er nach Hause, um seinen Anspruch auf den Thron geltend zu machen. Unterwegs hilft er einer alten Frau über einen Fluss, die in Wirklichkeit die Göttin Hera ist (im Film hilft sie Jason dabei, Pelias zu retten). Im Fluss verliert er eine Sandale. Als Jason nun Pelias gegenübertritt, erinnert sich dieser an den Orakelspruch und schickt ihn los, das Goldene Vlies zu suchen - um ihn loszuwerden (wie im Film).
Kaum ist Jason auf See, erzählt Pelias dem alten König, sein Sohn Jason wäre auf der Reise gestorben. Wie geplant, begeht der armen Vater daraufhin Selbstmord (im Film wird der Vater gleich zu Beginn getötet).

* Im Film heißt Jasons Vater Ariston - doch das war in Wirklichkeit kein König sondern ein griechischer Philosoph (um 250 vor Christus) . Jasons Vater heißt in der Sage Aison.

* Wie im Film richtig gezeigt, war auch Herkules an Bord der Argo - zusammen mit vielen anderen hochberühmten Helden, die der Film nicht namentlich erwähnt: z.B. Theseus, Philoktetes, Nestor und Orpheus. In der Sage mussten sie nicht (wie im Film) erst eine Prüfung ablegen, um mitfahren zu dürfen. Die Zahl der Argonauten schwankt bei den antiken Autoren, im Film sind es 40.

* Die Argo war das Werk des Schiffsbauers Argos (wie im Film). Die Helden, Jason und das Schiff trafen sich in Iolkos, wo nach der Sage die Reise beginnt (der Ort wird im Film nicht erwähnt).

* Dass Hera durch eine Statue zu Jason spricht, kommt in der Sage nicht vor - wohl aber, dass sie ihm fünf Mal helfen durfte, weil ihr Tempel durch einen Mord des Pelias entweiht worden war und sein Opfer noch fünf Mal zu Hera flehen konnte. Das Opfer im Tempel war jedoch nicht Briseis, sondern eine Dame namens Sidero.

* Talos gibt es auch in den antiken Geschichten - allerdings ist er da nicht so riesengroß, und die Argonauten begegnen ihm auch erst auf der Heimreise (und nicht gleich am Anfang, wie im Film). In der Sage wird er besiegt, indem Medea ihn hypnotisiert - und Jason dann einen Nagel aus seinem Fuß zieht. Durch diese Öffnung verblutet Talos (wie im Film).

* Hylas ist der Sage nach ein Freund des Herakles, der ihm auf der Reise als Waffenträger diente. Als er auf einer Station der Reise an Land Vorräte holen sollte, zogen ihn Quellnymphen in den See, aus dem er Wasser schöpfen wollte (im Film wird er unter Talos begraben). Herakles will daraufhin die Reise mit der Argo nicht fortsetzen, um nach Hylas zu suchen (wie im Film).

* Euphemos und das Wort "Euphemismus" haben denselben Ursprung: "euphemi" (griechisch „schönreden, beschönigen“).

* Akastos ist auch in der Sage der Sohn des Pelias und nimmt an der Expedition der Argonauten teil - allerdings gegen den Willen seines Vaters. Er stirbt auch nicht in Kolchis (wie im Film), sondern wird am Ende König von Thessalien.

* In der Sage wie im Film wird der Wahrsager Phineus von den Argonauten vor den Harpyien gerettet und erklärt ihnen dafür den Weg nach Kolchis.

* Auch Triton, der Sohn des Meeresgottes, entspricht den alten Jason-Geschichten: Er hilft, die auf Grund gelaufene Argo wieder flott zu machen (im Film verhindert er, dass die Argo in der Meerenge zerquetscht wird).

* Das legendäre Kolchis lag am Schwarzen Meer in der heutigen Türkei. Die gefürchtete Meerenge, in der die Schiffe zerschellen, ist der Bosporus. Für die Griechen der Frühzeit war er das Ende der ihnen bekannten Welt (wie im Film). Erst zwischen 750 und 580 vor Christus gründeten sie auch am Schwarzen Meer Städte und Kolonien.

* Das Goldene Vlies ist vermutlich eine literarische Umschreibung für eine Technik zur Goldgewinnung, die man am Schwarzen Meer bis heute antreffen kann: Man lässt das Wasser von goldführenden Flüssen über Schafsfelle laufen. Die feinen Goldpartikel bleiben dann im Fell hängen.

* In der Sage wie im Film wird das Vlies von einem Drachen bewacht, der so groß ist wie ein Schiff und nie schläft (ob er auch sieben Köpfe hatte, wie im Film, ist nicht überliefert). Anders als im Film wird er jedenfalls nicht getötet, sondern von Medea nur in Tiefschlaf versetzt.

* In der Sage kommen auch die Drachenzähne vor, die sich in
eine Geisterarmee verwandeln, gegen die Jason kämpfen muss - allerdings ist dies in er Sage keine Verteidigungsmaßnahme, sondern eine Aufgabe, die der König von Kolchis stellt: Wenn Jason sie erfüllt, würde er das Vlies freiwillig herausgeben (natürlich nahm er an, dass Jason scheitern würde - aber Medea gab ihm Tipps, wie man die Ungeheuer besiegt). Eine andere Aufgabe war ein Kampf mit dem Metall-Stier des Hephaistos - das ist dann in der Neuverfilmung aus dem Jahre 2000 zu sehen.

* Medea ist eigentlich nicht nur die Priesterin, sondern auch die Tochter des Königs von Kolchis. Sie hilft Jason nur unter der Bedingung, dass er sie danach mitnimmt und heiratet (wie im Film).

* Die gesamte Heimreise spart sich der Film - kein Wunder:
Als die Argonauten erfolgreich nach Hause kommen - will Pelias seine Macht dennoch nicht aufgeben. Da bringt Medea die beiden Töchter des Pelias mit einer List dazu, ihn umzubringen. Als Jason davon erfährt, fürchtet er die Rache von den Anhängern des Pelias - und tritt den Thron freiwillig an Akastos ab. Dieser verbannt Jason und Medea aus Thessalien.
Die beiden lassen sich daraufhin in Korinth nieder, von wo aus sie eine Expedition gegen Akastos führen, bei der die Stadt Iolkos völlig zerstört wird. Um nun wenigstens noch König von Korinth werden zu können, will Jason die Tochter des Königs von Korinth heiraten - doch die wird auch von Medea ermordet. Diese Tat treibt Jason in den Selbstmord, Medea flieht zusammen mit ihrem gemeinsamen Sohn nach Athen.
Dieser Teil der Sage ist dann in Medea (1969) zu sehen.







ausführliche Inhaltsangabe:
Spoiler Warnung!

Ein Priester liest für Heerführer Pelias aus der Asche der Opfertiere, was die Zukunft für ihn bereithält: Pelias wird das Land Thessalien erobern, König Ariston töten und den Thon besteigen - aber er wird die Macht auch wieder verlieren, denn ein Kind von Ariston wird ihm einst zum Verhängnis werden. Daraufhin beschließt Pelias, alle drei Kinder von Ariston zu töten.

Während er also den Palast erobert, flieht eine Tochter von Ariston in den Hera-Tempel und bittet die Göttin um Schutz. Pelias stürmt herein und tötet sie. Da erscheint Hera selbst und verkündet ihm, dass es zwar Zeus' Wille ist, dass er neuer König von Thessalien wird - aber nicht, dass er die Kinder tötet. Da ist Pelias platt: Hätte sie das nicht früher sagen können? Doch sie fährt ungerührt fort: Aristons Sohn Jason wurde von treuen Bürgern aus Thessalien fortgebracht. Doch eines Tages wird er wiederkommen, mit nur einer Sandale am Fuß, und ihm den gerade gewonnen Thron wieder entreißen. Er soll immer daran denken: Wenn er Jason tötet, tötet er sich selbst.

Wieder im Olymp gibt Zeus ihr Recht: Es ist in Ordnung, dass Pelias den Thron erobert hat, aber wenn die Zeit gekommen ist, muss er auch bereit sein, ihn an Jason abzugeben. Hera beklagt sich, dass Pelias ihren Tempel durch den Mord entweiht hat. Da erlaubt ihr Zeus, dass sie Jason fünf Mal gegen Pelias helfen darf - denn Aristons Tochter konnte noch fünf Mal zu Hera flehen, bevor sie geötet wurde.

Es vergehen 20 Jahre.
Hera erscheint wieder in Thessalien und wirft Pelias vom Pferd. Er landet unsanft im Wasser - Jason sieht es und rettet ihn. Dabei verliert Jason eine Sandale. Daran erkennt Pelias also, dass ihm nun Gefahr droht. er gibt sich also nicht zu erkennen, sondern lädt Jason zu sich in sein Zeltlager ein.
Jason ist dumm genug, ganz offen zu reden: Er erklärt, er sei Jason, der rechtmäßige König von Thessalien. Er will Pelias töten und den Thron besteigen. Dann will er das berühmte Goldene Vlies suchen und hierher bringen, denn sein Volk braucht mehr als einen neuen Herrscher - es muss wieder glauben, dass die Götter es lieben. Das Vlies gibt Wohlstand und Frieden - genau das brauchen sie jetzt.
Pelias spielt den fürsorglichen Untertan und gibt ihm den listigen Rat, ERST das Goldene Vlies zu suchen und DANN Pelias zu töten. Jason hält das für eine gute Idee.

Pelias aber hat schon einen Plan: Er kann Jason zwar nicht einfach so töten, denn dann stirbt er selbst ja auch - aber er schmuggelt seinen eigenen Sohn Akastos unter die Mannschaft: Der soll sich was einfallen lassen. So eine Reise ist lang, da kann viel passieren.

Dieses Gespräch hört sein Priester mit an. Er nimmt daraufhin Jason beiseite – um sich als der Gott Hermes zu erkennen zu geben und Jason dann kurzerhand mit auf den Olymp zu nehmen.
Hier bietet Zeus seine Hilfe bei der Expedition an - aber Jason lehnt überraschenderweise ab. Das Vlies ist in seinen Augen nur etwas wert, wenn er es aus eigener Kraft in seinen Besitz bringt. Er nimmt nur einen Tipp von Hera entgegen. Sie sagt ihm, wo das Goldene Vlies ist: In Kolchis.

Kolchis – das liegt außerhalb der damals bekannten Welt. Nun wäre Zeus‘ Hilfe wohl doch ganz gut gewesen. Aber Jason weiß sich zu helfen. Wieder zu Hause appelliert er an die Ruhmsucht der Athleten und Helden von ganz Griechenland: Er veranstaltet einen großen Wettkampf, und nur die Sieger dürfen mit ihm auf die Reise. Das ist selbstverständlich Herakles, aber auch Akastos stellt sich dem Wettkampf, siegt und ist dabei - wie Pelias es wollte.

Jason hat bei Argos, dem besten Schiffsbauer seiner Zeit, das beste Schiff bestellt. Als es fertig ist, nennt Jason es nach seinem Erbauer die Argo. Argos hat am Heck eine Statue der Hera aufgestellt (wohl auf Veranlassung der Göttin selbst). Am nächsten Tag stechen sie in See.

Unterwegs wird schon bald das Wasser knapp, was Akastos dazu nutzt, um die Unzufriedenheit der Seeleute anzustacheln. Jason bittet Hera um Hilfe - er spricht mit der Statue, aber so, dass die Mannschaft es nicht merkt. Hera erzählt ihm von der Bronze-Insel, die kein Sterblicher kennt, denn es ist die Insel des Gottes Hephaistos. Auf dieser dürften sie sich Essen und Trinken mitnehmen - aber sonst nichts, denn die Insel wird von dem Titan Telos streng bewacht. Jason richtet es so seiner Mannschaft aus.

Auf der Insel entdecken Hylas und Herakles beim Jagen die Bronze-Statuen, die Hephaistos hier zurückgelassen hat. Das reizt ihre Neugier. Eine der gigantischen Statuen stellt Talos dar. Der Sockel seiner Statue ist so groß wie ein Haus und hat auch eine Tür. Herakles öffnet sie - und dahinter ist ein Raum, randvoll mit Schätzen. Getreu der Warnung von Jason, lassen die Helden die wertvollen Stücke liegen - nur eine riesengroße Nadel nimmt Herakles sich (die er wohl als Spieß verwenden will). Sie ist von so geringem Wert, dass er nicht glaubt, gegen das Gebot verstoßen zu haben.
Das sieht Talos aber anders – sein Bronzebild erwacht zum Leben, steigt von seinem Sockel herunter und eröffnet die Jagd auf die Argonauten. Diese versuchen zu fliehen, doch vergebens - der Bronzeriese holt sie leicht ein. Da gibt
Hera Jason wieder einen Tipp: Am Fuß ist er verwundbar - und tatsächlich gibt es da einen Schraubverschluss. Als Jason diesen öffnet, läuft der Lebenssaft des Titan heraus, und er bricht in sich zusammen. Dabei begräbt er Hylas unter sich.

Die Argonauten wollen nun die Reise fortsetzen – doch Herakles will bleiben und Hylas suchen. Jason muss ohne ihn weiterfahren. Wieder sieht Akastos seine Chance und schürt die Unzufriedenheit: Die Mannschaft kann doch nicht ohne ihren besten Mann weiterfahren! Da offenbart Jason das Geheimnis der Statue und lässt Hera offen zu den Männern sprechen. Sie erklärt, dass Zeus andere Aufgaben für Herakles hat - sie müssen also ohne ihn weiter. Dann hilft sie Jason zum fünften und letzten Mal: Er soll den blinden Seher Phineas suchen, der kann ihnen weiterhelfen (nur kurz für die Buchhaltung: Hilfe 1: Pelias fällt ins Wasser, 2: das Vlies ist in Kolchis, 3: die Bronzeinsel, 4: wie man Talos besiegt, 5: Phineas).

Phineas sitzt in den Ruinen eine Tempels und bekommt von mildtätigen Leuten etwas zu Essen - was er jedoch mit den Harpyien teilen muss, die im Tempel wohnen. So straft Zeus ihn für seine Sünden. Phineas wurde geblendet, da er seine Gabe, die Zukunft zu prophezeihen, missbraucht hat. Natürlich ist er der Dämonen längst überdrüssig. Er will, dass Jason sie ein- für allemal beseitigt - dann wird er Jason auch helfen.
Die Argonauten legen Netze über die Tempelruinen und fangen die Biester, als diese sich über das Essen hermachen. Sie zu töten, trauen sie sich nicht, daher sperren sie sie in einen großen Vogelkäfig. Von nun an kann Phineas sich die Dämonen wie Haustiere halten und füttern.

Phineas ist zufrieden und erklärt einen Weg nach Kolchis, der nur fünf Tage dauert – aber nur wenn Jason von einem Gott beschützt wird. Da Jason im Olymp jede Hilfe abgelehnt hat, gibt Phineas ihm ein magisches Amulett.

Die Argonauten fahren den beschriebenen Weg, bis sie an eine Meerenge kommen. Sie sehen, wie von der gegenüberliegenden Seite her ein Schiff in die Passage einfährt - und dann von den Felswänden zerquetscht wird. Das beunruhigt die Mannschaft natürlich - aber Jason vertraut auf das Amulett und gibt Vollgas.
Hera kann ihm nicht mehr helfen, aber sie kann Triton senden, der genauso aussieht, wie das Amulett. Der gigantische Sohn des Meeresgottes taucht plötzlich neben Jason auf und hält die Felsen fest. So kann die Argo sicher an ihm vorbei durch die Meerenge fahren.

Am anderen Ende entdecken sie in den Trümmern des anderen Schifes eine überlebende Frau. Sie wollte die Götter der Meerenge mit Opfergaben beschwichtigen, aber das hat offenkundig nicht geklappt. Sie ist die Priesterin Medea und dient der obersten Göttin von Kolchis, Hekate, der auch das Vlies geweiht ist. Daher kennt sie den richtigen Weg nach Kolchis.

Als sie vor Kolchis liegen, erklärt Jason, dass er alleine in die Stadt will, um nicht aufzufallen. Doch Akastos meutert wieder: Sie haben die ganze Reise zusammen gemacht, warum gehen sie jetzt nicht auch zusammen zum Vlies? Weil, so Jason, er von ihm keinen Speer in den Rücken bekommen will. Als Verräter enttarnt, verwickelt Akastos Jason in einen Zweikampf. Dabei fallen sie beide ins Wasser - Akastos finden sie nicht mehr wieder.

An Land weist Medea Jason einen Weg in die Stadt - offenbar einen für Touristen, denn sie selbst geht einen anderen.

Im Hekate-Tempel von Kolchis sehen wir sie dann bei der Zeremonie zu Ehren der Göttin wieder. Jetzt wird auch klar, warum sie und Jason getrennte Wege gegangen sind, denn Medea kann nun so tun, als habe die Göttin ihr erzählt, dass ein Fremder namens Jason kommen wird.
Jason tritt aus der Menge der Besucher hervor und wird von König Aietes freundlich begrüßt. Er sagt, man habe schon von seinen Heldentaten gehört und werde ihm zu Ehren ein Fest geben.

Doch bei diesem Fest wartet eine unangenehme Überraschung auf die Argonauten: Akastos ist nicht ertrunken, sondern nach Kolchis geschwommen (ein Weg, von dem nicht einmal Medea etwas ahnte). Dort hat er dem König verpetzt, dass die Argonauten nur gekommen sind, um das Vlies zu klauen. Das Fest war also eine Falle - die Argonauten wandern umgehend ins Gefängnis.

Medea ist bestürzt. Sie fragt ihre Göttin Hekate, was sie nun tun soll. Sie liebt Hekate und ihre Heimat, aber sie liebt auch Jason - und der will das Vlies stehlen. Was tun?
Medea befreit Jason heimlich und redet ihm ins Gewissen: Er soll auf das Vlies verzichten und mit seinen Leuten nach Hause fahren. Doch das kann Jason nicht. Sie seufzt: Dann wird sie ihm helfen - aber er muss sie dann mitnehmen, denn nach diesem Verrat kann sie ja nicht mehr in Kolchis bleiben. Das lässt Jason sich nicht zwei Mal sagen.
Zusammen befreien sie die Argonauten und schicken sie zurück aufs Schiff. Medea erklärt ihnen, dass sie mit der Argo unter dem Kliff warten sollen, dann geht sie mit Jason zum Vlies.

Leider entdeckt ein Soldat die Flucht und meldet dem König, dass die Argonauten weg und die Wachen betäubt sind. Der König wittert den Verrat - und entscheidet, den Griechen auf dem Weg zur Argo den Weg abzuschneiden.
Derweil hat Akastos Eigeninitiative gezeigt – und ist auch zum Vlies gegangen.

Die Argonauten beobachten von See aus, wie die Armee an Land Stellung bezieht. Das beunruhigt sie. Argos beschließt, ebenfalls zum Vlies zu gehen und Jason gegebenenfalls zu Hilfe zu kommen.

Als Jason und Medea nun auch das Vlies erreichen, ist Akastos verschwunden. Wie kann das sein? Ganz einfach: Der siebenköpfige Drache, der nun plötzlich auftaucht, hat ihn getötet.
Nach einem kurzen Kampf ersticht Jason das Ungeheuer, schnappt sich das Goldene Vlies (und dann Medea) und eilt zur Argo. Argos und zwei Argonauten kommen ihm von den Klippen her entgegen und warnen ihn, dass die Soldaten von Kolchis schon unterwegs sind - und richtig: Da sind sie schon.

Der König und seine Soldaten entdecken den Raub und flehen Hekate an, ihnen zu helfen. Das tut die Göttin auch: Sie schickt Bltize, die den Kadaver des Drachen verbrennen. Die Soldaten nehmen die Drachen-Zähne an sich, dann verfolgen sie die Griechen.

Oben auf den Klippen trifft ein gut gezielter Pfeil Medea. Jason legt das Vlies über sie, und ihre Wunden heilen sofort. Dadurch hat der König Zeit, ein paar Drachen-Zähne zu Boden zu werfen - sie verwandeln sich in sieben bewaffnete Skelette.
Medea und Argo laufen zum Schiff – Jason und die beiden Argonauten kämpfen mit den Skeletten. Die beiden Griechen erwischt es - aber Jason rettet sich durch einen Sprung von der Klippe und schwimmt wohlbehalten zur Argo.
An Bord knutscht er dann mit Medea - die Götter sehen zu.
Ende

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