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Untergang des römischen Reiches, Der

Originaltitel:Fall of the Roman Empire, The
Premiere im Jahr:1964
Regie:Anthony Mann
Handlung spielt im Jahr:192 nach Christus
Darsteller:Sophia Loren ... Lucilla, Mark Aurels Tochter

Christopher Plummer ... Commodus, Kaiser und Mark Aurels Sohn

Stephen Boyd ... Livius, Tribun des Mark Aurel

Alec Guiness ... Mark Aurel, Kaiser

James Mason ... Timonides, Barater

Mel Ferrer ... Cleander, Berater und Attentäter

Omar Sharif ... König von Armenien

John Ireland ... Barbarenfürst Ballomar

Stand:23.03.2010
Crew:Drehbuch ... Ben Barzman, Basilio Franchina, Philip Yordan

Produzent ... Samuel Bronston

Kamera ... Robert Krasker

Schnitt ... Robert Lawrence

Art Direction + Kostüme ... Veniero Colasanti, John Moore

Musik ... Dimitri Tiomkin

gedreht in Spanien: in Las Rozas bei Madrid (Rom-Kulisse) und in der Sierra Guadarrama bei Segovia (Kastell des Mark Aurel / Germanien)

Filmgesellschaft:Samuel Bronston Productions
Land:USA
Untergang des römischen Reiches, Der bei Amazon
Bücher/CD/DVD bei Amazon
Bewertung:
Max. 5 Sterne
- unbedingt ansehen!
- Film von besonderem Interesse

 

Monumentalfilm, 162 Minuten
siehe auch Life in ancient Rome



Die schönste und größte Rom-Kulisse aller Zeiten. Der Film ist das Non-plus-ultra des Monumentalfilms.



Über den Produzenten Samuel Bronston und seine Monumentalfilme ist ein lesenswertes Buch erschienen, das zahlreiche Hintergrundinformationen und seltene Produktionsfotos enthält: The Magnificent Showman - The Epic Films of Samuel Bronston von Mel Martin.



Kurzinhalt:


Rom in den Jahren 180 bis 192 nach Christus: Nach dem Tod des weisen und umsichtigen Kaisers Mark Aurel kommt sein hitzköpfiger und unfähiger Sohn Commodus an die Macht. Mit ihm beginnt der Untergang des Römischen Reiches.





ansehen:


* Ein Muss für Fans: The Fall of the Roman Empire - Limited Collector's Edition von Miriam mit 3 (!) DVDs. Die Box enthält:
- ein ausführliches Making-Of
- eine Doku, in der Wissenschaftler erklären, was der Film historisch richtig darstellt (und was Hollywood-Blödsinn ist)
- viele interessante Informationen über Samuel Bronston und diesen Film (darunter seltene Filmaufnahmen, wie die gigantischen Kulissen gebaut wurden).
- Ein bemerkenswertes Extra: Die 4 Filme für Wissenschaft und Unterricht der Encyclopedia Britannica, die die Kostüme, Requisiten und natürlich die Forum-Kulisse wiederverwendet haben. In diesen Filmen sind die Kulissen auch von innen zu sehen (siehe Life in ancient Rome, 1964).





Kritik:



Plus: Ein Großer Monumentalfilm mit tollen Schauspielern und prachtvollen Kulissen. Es gibt eine Vielzahl optischer Reize wie nie zuvor und nie danach: Innendekorationen von erlesener Schönheit und das größte und detailfreudigste Forum der Filmgeschichte - das allein macht diesen Film schon zu einem MUSS.
Wir könnten eine ganze Stunde über die Schwächen des Filmes reden - und würden ihn uns trotzdem sofort wieder ansehen! The Fall... ist ein einzigartiges berauschendes Fest des alten Rom, ein verschwenderisches visuelles Großereignis - in jeder Hinsicht! (Was, nebenbei bemerkt, natürlich einer der Gründe für den wirtschaftlichen Misserfolg war: Verschwendungssucht - dazu mehr unter Minus und unter Fakten).

Minus: Aller Aufwand war vergebens - der Film wurde ein wirtschaftlicher Misserfolg, der Bronston völlig ruinierte. Warum?
Nun, der Film leidet darunter, dass er keine wirklich packende und mitreißende Handlung hat, sondern nach Mark Aurels Tod in eine Vielzahl von Handlungssträngen zerfasert.
Sie alle stellen unterschiedliche Gründe für den Untergang Roms dar (Schwächung durch Pest, äußere Feinde, innere Unruhen, inkompetente Führung usw). Das ist alles klug beobachtet und auch schön bebildert - doch leider verliert man da recht schnell den Überblick, und bei den ganzen kleinteiligen Ereignissen gibt es keinen großen Handlungsbogen, der einen bis zum Schluss gefesselt vor der Leinwand hält: Es wächst einfach keine Spannung mehr aus der Handlung selbst.

Mit Mark Aurel stirbt zudem schon nach 75 Minuten der einzige wirkliche Protagonist: Ab dann gibt es keinen Helden mehr, der den Film trägt, sondern höchstens eine Idee (Frieden und Völkerverständigung) - und die Personen erläutern im Wesentlichen ihre unterschiedlichen Vorstellungen von Loyalität, Frieden und Gemeinwohl.
Das ständige Betonen des friedlichen Miteinanderlebens aber ist intellektuell zu platt, als dass es einen auf Dauer interessieren würde. Das haben die Autoren wohl geahnt und eine Liebesgeschichte eingebaut. Doch Lucilla und Livius sind zu wenig lebendig, als dass man an ihrem persönlichen Schicksal Anteil nehmen würde.

Auch das scheint man gespürt zu haben – und baute ein paar Actionszenen ein (z.B. ein bei Ben Hur entlehntes Wagenrennen). Doch diese sind aufgepfropft, sie verlängern den Film nur, sie machen ihn nicht interessanter.
Besonders die mit viel Liebe zum Detail ausgestatteten und inszenierten Schlachtenszenen ziehen den Film arg in die Länge, da einem keine Partei so recht sympathisch ist und man eh meist nur Gewusel fremder Uniformen erkennt (ganz anders z.B. bei Spartacus, wo die Weltgeschichte untrennbar mit dem Schicksal einzelner Personen verbunden ist – und man zusammen mit diesen mitfiebert, und so gleichzeitig mit ihren Ideen).
Noch dazu wirken viele Bemühungen seltsam angestrengt, geradezu gewollt andersartig: Ein Wagenrennen, das nicht im Zirkus, sondern im Wald stattfindet. Ein Gladiatorenkampf - nicht in der Arena, sondern auf dem Forum. Gerade so, als wolle man sich auf Teufel komm heraus von anderen Filmen unterscheiden.

Die größte Enttäuschung kommt kurz vor Schluss: Man erwartet den Höhepunkt des Unterganges, den letzten Akt des Totentanzes des Römischen Reiches. Und was kommt? Der Kaiser war ein uneheliches Kind. Huch, das muss ja die Welt erschüttern...
Am Ende verlassen Livius und Lucilla den Film einfach - und lassen das Chaos ohne Aussicht auf Rettung zurück: Eine pessimistische Botschaft nach einem anstrengenden Film - das stieß bei den Zuschauern des Jahres 1964 (nach der Ermordung Kennedys und am Anfang des Vietnam-Traumas) auf wenig Gegenliebe.






Fakten:



* Der Gedanke aus dem Schlußwort taucht (leicht abgewandelt) im Vorwort zu Mel Gibson's Apocalypto (2006) wieder auf.

* Das Forum entspricht den Gebäuden nach archäologischen Forschungsergebnissen - allerdings weiß man heute, dass die Fassaden farbig angemalt waren (also so, wie sie in Rom von 2005 zu sehen sind). Die Dekoration ist das größte Einzelset, das je für einen Film gebaut wurde: 90.000 Quadratmeter groß, Höhe bis zum Dachfirst des Kapitols: 79 Meter. Es umfasste 27 Gebäude im Maßstab 1:1 (!), 601 Marmorsäulen und 350 Statuen. Alleine an diesem Set bauten 1000 Arbeiter täglich 7 Monate lang.
1963 plante Bronson noch, daraus eine Touristenattraktion zu machen und Eintrittsgelder dafür zu nehmen. Aus diesem Grunde waren zahlreiche Gebäude sogar begehbar und mit aufwändigen Innendekorationen versehen (zu sehen in Life in Ancient Rome).
Warum und wann das Forum dann abgerissen wurde, beantworten leider weder das Collector's DVD-Set noch Mel Martins Buch.

* Es dauerte drei Jahre bis der Film 1964 in die Kinos kam, und er kostete 19 oder 20 Millionen $. Und dann die große Enttäuschung: The Fall... spielte in den USA nur 2 Millionen $ wieder ein - in Deutschland nicht einmal die Synchronisationskosten. Am Ende war außer El Cid kein Bronston-Film profitabel. 1965 schloß er sein Studio und meldete Bankrott an.

* Kaiser Commodus sah sich auch in Wirklichkeit lieber als Held in der Arena als als Kaiser. Er trug sogar Gewänder und eine Keule im Stil des Herkules. Der im Film misslungene Anschlag hatte im Leben Erfolg: Commodus wurde im Jahre 192 von einem seiner Athleten im Schlafzimmer erwürgt.







Ausführliche Inhaltsangabe

SPOILER Warnung!

Germanien an der Donau, 180 n. Chr. Der Sprecher erzählt: "Viele Völker haben nicht so lange gelebt, wie Rom alleine braucht, um unterzugehen".
Marc Aurel opfert im Kreise seiner Berater. Die Vorzeichen sind schlecht – Cleander hat das Herz nicht gefunden. Livius kommt in das Heerlager des Marc Aurel zurück. Er hat den Anführer der Germanen Ballomar nicht gefaßt. Aber bald, o Cäsar, bringt er seinen Kopf. Doch Marc Aurel sagt nein: Bring ihn mir lebend, ich will mit ihm reden. Rom ist 1000 Jahre alt geworden und hat die Germanen im Kampf nicht besiegen können. Vielleicht ist es Zeit für neue Wege.

Er bittet Livius zu einer Privataudienz. Marc Aurel hat große Neuigkeiten: Er will Livius zu seinem Nachfolger machen, nicht seinen Sohn Commodus. Er hat diesem Vollmachten gegeben, in der Hoffnung, an den Pflichten würde er wachsen. Doch das war nicht der Fall. Er ist zu unreif, Cäsar zu werden. Livius ist entsetzt – fügt sich aber.
Marc Aurel hat die Repräsentanten aller Provinzen seines Reiches zusammenrufen lassen, um ihnen die Nachricht zu verkünden. In einer prunkvollen Parade fahren sie an ihm vorbei und huldigen ihm. Der Kaiser streitet sich dabei mit seinem Berater und Freund Timonides, wie sie alle heißen, da sich beide nicht alle Namen richtig merken können.

In einer großen Rede kündigt Mark Aurel ein Zeitalter des Friedens an. Mit Verspätung kommt Commodus. Livius reitet ihm entgegen – um ihm die Nachricht von der Nachfolge schonend beizubringen. Commodus hat eine Legion von Gladiatoren mitgebracht. Die altgedienten Zenturionen glauben, sich verhört zu haben. Aber Commodus meint es ernst: Er will den Legionären mal zeigen, wie man siegt. Das Wiedersehen mit Marc Aurel ist herzlich aber auch von beiderseitigen Enttäuschung geprägt. Livius bietet Commodus sein Quartier an. Als die beiden schon ziemlich besoffen sind, sagt Livius es Commodus: Wenn man jetzt genau hinhört, höre man die Götter lachen. Livius meint, er habe sich nicht darum gerissen, der neue Kaiser zu werden. Commodus lacht: Er habe es aber auch nicht abgelehnt, oder? Dann schenkt er Livius eine Sklavin, die sich ihm vorher verweigert hat: „Sie denkt!“ meint er. Livius trifft sich jedoch lieber mit der Tochter des Kaisers Lucilla – und gesteht ihr seine Liebe, und sie ihm ihre. Sie opfern gemeinsam der heiligen Mutte Vesta – bring uns Frieden, überall im Reich.

Am nächsten Morgen zieht Livius gegen die Germanen in den Krieg, um Ballomar zu fangen, wie versprochen. Commodus und seine Gladiatoren bilden die Vorhut – und die Vorhut fällt normalerweise als erstes. Commodus grinst bittersüß: Livius, mein Freund, mein Bruder, würde dich das nicht von einer großen Last befreien? Die Gladiatoren und Commodus ziehen in den Wald – als Köder für die Germanen. Die Nachhut will sie dann in die Zange nehmen. Die Germanen kommen und fallen über die Vorhut her. Wie vereinbart kommt die Nachhut – doch Ballomar riecht den Braten und kann fliehen. Die Zenturionen machen den Gladiatoren Vorwürfe: Sie seien zu feige gewesen. Livius ordnet daher als Bestrafung die Dezimierung der Vorhut an: Jeder 10te wird von einer Brücke gestoßen. Commodus protestiert: Mit Gewalt hindert er Livius an der Bestrafung. Die beiden ringen miteinander, was zu einem gefährlichen Wagenrennen durch den Wald führt. Die Dienerschaft reitet hinterher und verhindert, dass die beiden sich gegenseitig umbringen.

Derweil verspricht Marc Aurel seine Tochter dem Armenischen König, denn der Osten des Reiches ist in Gefahr. Lucilla ist unglücklich. Sie macht ihm Vorwürfe: Er selbst muss doch am besten wissen, wie schlimm eine Verbindung ohne Liebe ist.
Derweil sind Commodus‘ Freund sehr beunruhigt, denn der neueste Eklat des Commodus macht es immer unwahrscheinlicher, dass Marc Aurel ihn doch noch zum Erben macht. Jederzeit kann er Livius zu seinem Nachfolger ausrufen – und dann geht die Clique leer aus. Sie beschließen, den Kaiser mit einem vergifteten Dolch zu töten. Der blinde Cleander bietet sich an, die Tat auszuführen.

Marc Aurel kann in der Nacht nicht schlafen, weil er Schmerzen hat. Er verhandelt mit dem Tod, ihm noch ein Jahr zu geben. Doch vergeblich – denn Cleander hat das Licht gesehen und kommt ihn besuchen. Er schlägt vor, einen der Äpfel zusammen zu essen (die bei Cäsar liegen und vorgekostet sind). Er teilt einen Apfel mit dem vergifteten Dolch, bietet dem Kaiser die vergiftete Hälfte an und ißt selbst die unvergiftete.

Lucilla heult sich derweil bei Livius aus, dass sie den armenischen König heiraten muss. Livius schlägt vor, mit ihm zusammen zu fliehen. Noch bevor sie antworten kann, wird sie gerufen: Der Kaiser stirbt. In Marc Aurels Zimmer sucht man bereits nach Doklumenten, die die Nachfolge regeln. So passiert es, dass Lucilla alleine bei ihm ist, als er ihr den Namen Livius ins Ohr flüstert – ohne Zeugen aber werden sich Zweifel erheben – und ein Dokument gibt es nicht. Lucilla ist entsetzt – jetzt wird ihr Bruder Kaiser. Traurig öffnet sie die Pforten (damit die Seele des Kaisers hinaus kann).

In der pompösen Einäscherungszeremonie macht Livius den Commodus plötzlich zum Kaiser. Marc Aurels Vertraute sind entsetzt aber machtlos. Commodus revanchiert sich, indem er Livius noch am Scheiterhaufen zum Oberbefehlshaber macht.
Dann hält er triumphalen Einzug in Rom – und verkündet seine neue Politik: Die Provinzen auspressen bis auf den letzten Denar. Widerstände werden niedergeschlagen. Seine Clique ist zufrieden: Der Rubel rollt.

In Germanien kann Livius endlich Ballomar dingfest machen. Cleander spricht zu ihnen. Er will ihnen helfen: Gebt uns euer Wort, dass ihr Frieden haltet, und ihr seid frei. Die Germanen haben da eine einfache Methode: Wenn Cleanders Götter stärker sind als Wotan, wird er die Feuerprobe bestehen. Wenn nicht, ist Wotan stärker. Cleander ist entsetzt: Wenn er schreit, werden die Römer alle Germanen niedermachen. Cleander erträgt die Schmerzen nicht und gibt auf – aber er schreit auch nicht. Eine Haltung, die die Germanen überzeugt. Sie verbrennen Wotans Standbild.

Lucilla eilt derweil nach Rom, um Commodus eine Standpauke zu halten. Seine harte Hand treibt die Ostprovinzen in den Aufstand – doch Commodus lacht sie nur aus. Er vermutet, sie ist den weiten Weg aus Armenien gekommen, um Livius zu vög- ... ähm, zu sehen, der auch auf dem Weg nach Rom ist. Livius kommt tatsächlich – und Gerüchte eilen ihm voraus, er habe Ideen für ein Neues Rom, ein Rom, von dem Marc Aurel träumte. Ehrerbietig empfängt Commodus ihn – und bietet ihm Lucilla als Belohnung an, wenn er im Senat seine Ideen NICHT äußert. Livius verbringt die Nacht mit Lucilla und träumt davon, dass dieser Nacht noch andere Nächte folgen werden. Doch er weiß, dass Commodus sie wieder trennen wird, wenn er sich im Senat offen gegen ihn stellt. Was also tun? Eine List: Er läßt Cleander sprechen.
Der breitet Marc Aurels Vision aus: Gleichberechtigung für alle Völker. Er will die Barbaren im Reich ansiedeln, sie romanisieren und sie mit dem Reich Handel treiben lassen. Der Senat debattiert: Schonungslose Unterwerfung oder friedliche Koexistenz (führte man in der Knesset vielleicht dieselbe Debatte?). Tatsächlich spricht sich eine Mehrheit für eine Ansiedlung, also die Pax Romana aus – vor allem da sich der Weg von Krieg und Unterdrückung nicht bewährt hat. Wann stirbt ein Weltreich? Wenn seine Bewohner den Glauben an seine Sendung verloren haben. Aber nachdem Rom die ganze Welt verändert hat, kann die Welt da nicht auch Rom vrändern? Sie kann! Commodus grollt: Eine offene Konfrontation im Senat und eine Niederlage – zugefügt vom zweiten Mann des Reiches.
Im Palast enthebt er Livius seiner Ämter und schickt ihn auf seinen alten Posten zurück, an die Nordgrenze des Reiches. Lucilla muss zurück zu ihrem Mann nach Armenien. Die beiden sollen sich nie wiedersehen – und schon gar kein Komplott schmieden.

Kaum in Germanien aber ruft Commodus den Livius nach Rom zurück. Bei den barbarischen Siedlern in Italien wird er herzlich willkommen geheißen, denn die Siedlung ist inzwischen wohlhabend und lebt in Frieden.
In Rom wütet derweil die Pest. Commodus empfängt Livius in gepflegter Verzweiflung: Die Ostprovinzen, allesamt verwaltet von treuen Anhängern des toten Marc Aurel, haben sich erhoben. Commodus bietet Livius den Oberbefehl für den Feldzug gegen die Aufständischen an. Livius glaubt sich verhört zu haben – und warnt: Gib mir nicht diese Macht! Doch Commodus fürhtet sich nicht, er verläßt sich auf Livius‘ blinde Treue zu Rom.

Livius eilt nach Armenien, um dort die Anführer des Aufstades zu treffen – alles alte Bekannte, die an Aurels Vision eines Weltreiches gleichberechtgter Völker glauben - angeführt von Lucilla. Livius ist empört: Durch Aufstand und Verrat wird nichts verbessert. Lucilla ist wütend und stellt ihn vor die Wahl: Unterstütze unsere Sache oder führe die Armeen zurück nach Rom. Sie will ein östliches Reich gründen und abfallen von Rom. Livius droht: Er die Aufständischen vernichten müssen. Mit diesen Worten geht er. Doch es kommt noch schlimmer: Der armenische König hat die Waffenruhe gebrochen und sich mit den Persern verbündet. Gemeinsam greifen sie Livius an. Die Aufständischen wissen nicht, für welche Seite sie sich entscheiden sollen: Mit Livius gegen die Perser oder mit dem Armenischen König egegen Livius? Livius kämpft und besiegt den Armenierkönig. Doch der hat eine Überraschung auf Lager: Im Falle seines Todes wird auch Lucilla getötet. Livius kommt gerade noch rechtzeitig, sie zu retten. Er bettet sie auf eine Sänfte und nimmt sie mit, zurück zum armenischen Palast.
Ebenda erwarten ihn bereits Boten von Commodus. Diese beglückwünschen ihn zu seinem Sieg über die Perser und den Armenierkönig. Er bekommt einen Ehrentitel und kann wieder zweiter Mann im Staate werden, wenn er alle Hauptstädte, von denen der Aufstand ausging, zerstört. Sie haben in seiner Abwesenheit schon angefangen, Überlebende zu kreuzigen. Livius läßt die Männer verhaften und die Kreuzigungen stoppen.

In Rom verteilen die Germanen an die hungernden und leidenden Bürger Brot und Getreide aus ihrem Anbau. Commodus empfängt derweil ein Geschenk ganz anderer Art: Livius sandte ihm seine Boten zurück mit der Nachricht: Es wird einen neuen Imperator geben oder ein eneues Rom. Commodus fackelt nicht lange: Er beauftragt Cleander, alles Gold, das in Rom greifbar ist, aufzutreiben, um Livius damit zu ersticken. Außerdem sollen die angesiedelten Barbaren getötet werden – ihre Brotaktion macht zuviel Stimmung für Livius‘ Politik.

Die Germanen feiern gerade Erntedank – als das römische Heere sie niedermacht. Cleander, der bei ihnen zu Gast ist, beschwört sie, davon abzulassen. Sterben die Germanen, werden die Völker des Nordens über Rom herfallen.

Livius zieht mit seinem Heer nach Rom – und findet dabei den toten Cleander. Ihm schwört er Rache. Er läßt das Heer vor Rom lagern und geht in die Stadt. In Rom ist die Pest vorbei. Commodus liegt apathisch im Jupitertempel. Der Senat hat ihn zum Gott erhoben. Das will er durch 30 Tage Festspiele feiern lassen. Lvius erklärt ihm offen den Krieg: Flieh oder ich muss dich töten. Noch in dieser Nacht wird er die Stadt mit seinen Nordlegionen einnehmen. Doch Commodus lacht nur: Du hättest ein Gott werden können - wie ich... Wenn du genau hinhörst, hörst du jetzt die Götter lachen. Livius geht lieber.

Draußen wartet die Nordarmee auf Livius‘ Befehle. Stattdessen kommt Commodus‘ Clique und verteilt Gold: 3000 Denare pro Mann. Flugs wird Livius von seinen eigenen Leuten abgesetzt. Die Armee untersteht nun Commodus selbst. Dazu also brauchte er das Gold. In Scharen fallen die Männer von Livius und Lucilla ab und über das Gold her. Livius wird festgesetzt und auf dem Forum angekettet.

Lucilla schnappt sich ein Schwert – und eilt in die Stadt. Auf dem Forum feiert das Volk wie im Rausch, dass der Senat Commodus zum Gott erhoben hat. Lucilla eilt in den Palast und findet dort Commodus‘ Lieblingsgladiator vor. Sie will ihn dazu überreden, Commodus zu töten. Der Gladiator weigert sich, denn - er ist Commodus‘ Vater! Er war die heimliche große Liebe der Gattin des Marc Aurel. Commodus ist also nicht der Sohn eines Herrschers sondern eines Gladiators. Commodus hat es mitangehört – und tötet den Mann.

Lucilla eilt angewidert zum Forum, wo Livius und seine Anhänger auf einem Scheiterhaufen auf ihr Ende warten. Im Kopf führt sie einen inneren Dialog mit dem Volk von Rom, das um sie herum tanzt und nicht erkennen will, dass es dem Untergang entgegen taumelt. Sie fällt Livius um den Hals – von all ihren Träumen und von allem, wofür sie kämpften, ist nur noch ihre Liebe übrig. Sie ist bereit mit ihm zu sterben, denn sie will nicht in einer Welt ohne Livius leben. Das trifft sich gut, denn der Kaiser hat ohnehin angeordnet, sie zu verhaften. So landet sie neben Livius auf dem Scheiterhaufen.
Commodus erscheint auf dem Forum – wie ein Gott inszeniert. Er geht zu Livius und fordert ihn zum Kampf auf. Oft habe er in der Arena gekämpft, aber das Volk glaubt, keiner habe es je gewagt, den Kaiser zu verletzen – und deswegen habe er immer gewonnen. Aber das gilt ja nicht für Livius. Wenn er den besiegt - dann sieht jeder, was für ein toller Gladiator er ist.
Die Legionäre teilen einen provisorischen Kampfplatz vom Forum ab und die beiden kämpfen. Livius gewinnt. Doch Commodus schreit noch im Sterben: Verbrennt sie. Und das tut man nur zu gern. Der Kaiser tot, die Opposition steht in Flammen - kein Wunder, dass das Volk in heller Panik ist und flüchtet. Livius gelingt es, sich zum Scheiterhaufen vorzukämpfen und Lucilla zu retten (seltsam: Er macht im Grunde nicht mal den Versuch, seine Verbündeten zu befreien). Die Germanen brennen bereits lichterloh, da rufen sie noch ihre Götter an, sie zu rächen und Rom zu zerstören. Livius muss es untätig mit ansehen.
Die opportunistische Clique ruft Livius zum Kaiser aus. Doch der lehnt ab – denn er müsste als erstes die Clique selbst kreuzigen lassen. Die Mitglieder der Clique fangen nun an, ihm Geld für den Thron von Rom zu bieten. Doch Livius und Lucilla gehen einfach aus dem Bild ab. Der Rauch der Verbrannten legt sich über das Forum.
Der Sprecher erzählt: Ein Weltreich beginnt nicht erst dann unterzugehen, wenn die äußeren Feinde es bekämpfen, sondern wenn es von innen her zerfällt.

Ende




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