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Spartacus

Originaltitel:Spartacus
Premiere im Jahr:1960
Regie:Stanley Kubrick
Anthony Mann
Handlung spielt im Jahr:71 vor Christus
Darsteller:Kirk Douglas ... Spartacus

Jean Simmons ... Varinia, seine Frau

Tony Curtis ... Antoninus, Sekretär und Vorleser

Laurence Olivier ... Marcus Licinius Crassus, Heerführer und Senator

Charles Laughton ... Sempronius Gracchus, Senator

Peter Ustinov ... Lentulus Batiatus, Eigentümer der Gladiatorenschule

John Gavin ... Julius Caesar, Politiker

John Dall ... Marcus Publius Glabrus, Heerführer

Nina Foch ... Helena Glabrus

Herbert Lom ... Tigranes Levantus, Unterhändler der Piraten

John Ireland ... Crixus, Spartacus' Freund und Kommandant

Charles McGraw ... Marcellus

Joanna Barnes ... Claudia Marius

Joe Haworth ... Marius

Harold J. Stone ... David

Woody Strode ... Draba

Peter Brocco ... Ramon

Paul Lambert ... Gannicus

Nick Dennis ... Dionysius

John Hoyt ... Caius

Frederick Worlock ... Laelius

Joe Canutt ... Soldat

Tap Canutt ... Soldat

Robert Fuller ... Diener

James Griffith ... Otho

Brad Harris ... Gladiator

Gordon Mitchell ... Gladiator

George Kennedy ... Soldat

Stand:23.01.2010
Crew:Drehbuch ... Dalton Trumbo, nach dem Roman von Howard Fast (1951)

Produktion ... Kirk Douglas, Edward Lewis

Kamera ... Russell Metty

Schnitt ... Robert Lawrence

Art Direction ... Alexander Golitzen, Eric Orbom

Kostüme ... Arlington Valles

Musik ... Alex North

Filmgesellschaft:Bryna
Universal
Land:USA
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Bewertung:
Max. 5 Sterne
- guter Film

 

Monumentalfilm, 198 Minuten
deutsche Kino-Version (1960): 184 Minuten
restaurierte Version (1991): 198 Minuten


Kurzinhalt:

Der Thraker Spartacus führt eine Armee von Gladiatoren gegen Rom – und verliert.


Kritik

Schlicht und ergreifend ein Klassiker! Zum Glück können wir ihn in der deutschen Synchronfassung genießen. Im Original schmälert der dicke amerikanische Akzent mancher Darsteller (insbesondere Tony Curtis) das Filmvergnügen.





Fakten zum Film:



* Brad Harris spielte zunächst in mehreren italienischen Monumentalfilmen mit und legte dann als Kommissar X die Grundlage für eine lange Action-Film-Karriere.

* Gordon Mitchell wurde ein bekanntes Gesicht im Antik-Kino und Italo-Western.

* George Kennedy schrieb ab 1988 Filmgeschichte als Vorgesetzter von Leslie Nielsen in den Nackte Kanone-Komödien.

* Robert Fuller ist vor allem bekannt als Dr. Brackett in der Fernsehserien Notruf California (1971-'79).

* Joe und Tap Canutt sind die Söhne des vielleicht berühmtesten Stuntmans von Hollywood: Yakima Canutt, der u.a. das berühmte Wagenrennen von Ben Hur (1959) plante, bei dem Joe und Tap je einen Wagen lenkten.

* Spartacus war Sir Laurence Oliviers erster Monumentalfilm. Er war danach noch in Jesus von Nazareth (1977), Kampf der Titanen (1981) und Die letzten Tage von Pompeji (1984) zu sehen.

* John Ireland hingegen spielte nur noch einmal eine antike Rolle: in Der Untergang des Römischen Reiches (1964) einen Germanenfürsten.

* John Gavin und John Dall hatten beide bereits unter Hitchcock ihre bekanntesten Filme gedreht (Psycho 1960 bzw Cocktail für eine Leiche 1948). Dall drehte nur noch einen einzigen Spielfilm: Atlantis, der verlorene Kontinent (1961) bevor er 1971 starb.

* Regisseur Anthony Mann wurde schon nach einer Woche von Krik Douglas gefeuert und durch Kubrick ersetzt. Kubrick mochte das Drehbuch nicht, fühlte sich Kirk Douglas aber aus Dankbarkeit verpflichtet, weil dieser ohne zu Zögern in Kubricks Wege zum Ruhm (1957) mitgespielt hatte - dem ersten großen Hollywoodfilm des Regie-Neulings.

* Drehbuchautor Dalton Trumbo galt als Kommunist und wurde daher in den 50er Jahren in Hollywood nicht beschäftigt. Dass ein Star wir Kirk Douglas ihn mit so einem wichtigen Projekt betraute, galt als mutig.

* Der Autor der Romanvorlage Howard Fast starb 2003 - während der Neuverfilmung seines Buches.




Historische Fakten:



* Batiatus war tatsächlich (wie im Film) Inhaber der Gladiatorenschule in Capua, aus der Spartakus mit etwa 80 Leidensgenossen im Jahre 73 vor Christus floh.

* Crixus war einer dieser 80 - aber wohl kein so treuer Freund wie im Film. Er blieb nicht bei Spartakus, sondern zog mit einer kleinen Einheit plündernder Sklaven durch Italien, bis diese allesamt 72 vor Christus vernichtend geschlagen wurden.

* Die kilikischen Piraten hatten sich tatsächlich von Spartacus dafür bezahlen lassen, um die Sklaven in ihre jeweilige Heimat zurückzubringen - doch dann ließen sie sich noch einmal von den Römern bezahlen, um genau das nicht zu tun. Wie im Film wartete Spartakus vergeblich auf sie.

* Marcus Publius Glabrus ist eine fiktive Figur. Der Heerführer, der Winter 73/72 vor Christus vom Sklavenheer am Vesuv besiegt wurde, hieß Claudius Glaber. Der wurde allerdings bei dieser Schlacht getötet - und konnte daher nicht (wie im Film) danach dem Senat Bericht erstatten.

* Crassus besiegte Spartakus schließlich 71 vor Christus. Wie im Film ließ er alle Überlebenden der Schlacht entlang der Via Appia nach Rom an Kreuze schlagen. Zusammen mit Pompeius, der eines der drei Heere anführte, das Spartakus in die Zange nahm, wurde Crassus daraufhin 70 vor Christus Konsul. Zusammen schwächten sie die Macht des Senates zwar durch ihre Gesetzgebung ganz entscheidend - das führte aber (noch) nicht zu einer Gewaltdiktatur mit der Verfolgung und Ermordung politischer Gegner (wie im Film).

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