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Name - Cover Übersicht

Rom

Originaltitel:Rome
Premiere im Jahr:2005
Regie:Bruno Heller
William J. MacDonald
John Milius
Handlung spielt im Jahr:44 vor Christus
Darsteller:Ray Stevenson ... Titus Pullo, Legionär

Chiara Mastalli ... Irene, germanische Sklavin

Kevin McKidd ... Lucius Vorenus, Centurio

Indira Varma ... Niobe, Lucius Vorenus' Frau

Esther Hall ... Lyde, Niobes Schwester

Enzo Cilenti ... Evander Pulchio, ihr Mann, Niobes Geliebter

Coral Amiga ... Vorena, Lucius' älteste Tochter

Kenneth Cranham ... General Gnaeus Pompeius

Anna Patrick ... Cornelia Metella, seine Frau

Rick Warden ... Quintus Pompeius, Sohn des Generals

Ciarán Hinds ... Gaius Julius Caesar

Nicholas Woodeson ... Posca, Caesars Sekretär

Haydn Gwynne ... Calpurnia, Caesars Frau

Lyndsey Marshal ... Cleopatra, auch Caesars Frau, Königin von Ägypten

Max Baldry ... Caesarion, Caesars Sohn mit Cleopatra

James Purefoy ... Mark Anton

Polly Walker ... Atia, Octavians Mutter, Caesars Nichte, Mark Antons Geliebte

Lee Boardman ... Timon, jüdisches Faktotum der Atia

Kerry Condon ... Octavia, Octavians Schwester

Camilla Rutherford ... Jocaste, Octavias Freundin

Roberto Purvis ... Glabius, Octavias erster Mann

Simon Woods ... Octavian als Kind

Max Pirkis ... Octavian als Mann

Allen Leech ... Marcus Vipsanius Agrippa, General des Octavian

Alex Wyndham ... Gaius Maecenas, Finanzier und Freund Octavians

Alice Henley ... Livia Drusilla, Octavians Frau

Ronan Vibert ... Marcus Aemilius Lepidus, Octavians Partner im Triumvirat

Lindsay Duncan ... Servilia, Brutus' Mutter, Caesars Ex-Geliebte

Tobias Menzies ... Marcus Junius Brutus, Senator

Rafi Gavron ... Duro, Servilias Spion

David Bamber ... Marcus Tullius Cicero, Senator

Guy Henry ... Gaius Cassius Longinus, Senator

Karl Johnson ... Marcus Porcius Cato, Senator

Paul Jesson ... Metellus Scipio, Senator

Ian McNeice ... öffentlicher Ausrufer von Bekanntmachungen (und Werbung)

Lorcan Cranitch ... Erastes Fulmen, Gangster

Zuleikha Robinson ... Gaia, Kellnerin bei Vorenus

Michael Nardone ... Mascius, ihr Freund, Vorenus' "Dritter Mann"

Daniel Cerqueira ... Memmio, Aventin-Gangster einer rivalisierenden Bande

Alessio Cuna ... Lucius

Giovanni Calcagno ... Vercingetorix, Anführer der Gallier

David Kennedy ... Lucius Septimius, Pompejus' Mörder

Anna Francolini ... Clarissa, Niobes Freundin

Lidia Biondi ... Merula

Suzanne Bertish ... Eleni

Frank Baker ... Arzt, der Pullo behandelt

Roger Hammond ... Hohepriester

John Boswell ... Sitzungsleiter des Senates

Crew:Drehbücher ... Bruno Heller, William J. MacDonald, John Milius, Scott Buck, Todd Ellis Kessler, Mere Smith

Produzenten ... Bruno Heller, Todd London, Eleanor Moran, Marco V. Pugini

Episoden-Regisseure ... Michael Apted, Allen Coulter, Alan Poul, Steve Shill, Timothy Van Patten, Alan Taylor, John Maybury

Kamera (Cinematography) ... Marco Pontecorvo, Alik Sakharov, Martin Kenzie, Jonathan Freeman

Schnitt (Film Editing)... Sidney Wolinsky, Glenn Farr, David Siegel, Rick Shaine,
Oral Norrie Ottey, Frances Parker

Art Direction ... Dominic Hyman, Carlo Serafin, Claudio Campana,
Eugenio Ulissi, Domenico Sica

Kostüme ... April Ferry

Musik ... Jeff Beal

Studio ...Cinecittà, Rom

Filmgesellschaft:Home Box Office (HBO)
HD Vision Studios
BBC
Land:USA
Rom bei Amazon
Bücher/CD/DVD bei Amazon
Bewertung:
Max. 5 Sterne
- unbedingt ansehen!

 

Fernsehserie, 22 Folgen à 55 Minuten


deutsche Erstsendung: RTL2
Staffel 1 - Mai bis Juli 2007,
Staffel 2 - Juli/August 2009
Für 2013 wurde eine dritte Staffel mit weiteren 11 Folgen angekündigt
(Hörzu vom 19.7.09).



Die Serie hat eigene Fanseiten:
* rom-fanclub.de
* g-wie-gorilla.de mit Fotos
* wikipedia

Ein Buch mit Fotos von der Rom-Kulisse in der Cinecittà: Sanctuary (2010)



Serien-Kurzinhalt:

Die Serie erzählt die Jahre 52 bis 32 vor Christus:
Der Untergang der römischen Republik und der Aufstieg des Oktavians (des späteren Kaisers Augustus)




Serien-Kritik

Plus: Diese Serie ist der ganz große Wurf, auf den Fans des Genres so lange gewartet haben!

Die Personen reden frei von künstlichem Pathos und handeln so lebensecht und frisch, als würde man durch ein Fenster direkt ins alte Rom gucken. Das alles - plus die fantastische, aufwändig recherchierte Ausstattung erheben die Serie fast schon in den Rang eines Dokumentarfilmes - was will man mehr?

Das Konzept, das bei A.D. vor 20 Jahren noch schiefgegangen ist - hier funktioniert es ausgezeichnet: Statt große Mengen Geschichte in einen kurzen Film zu packen (der dann zwangsläufig nur an der Oberfläche kratzen kann), erzählt man nur kleine Mengen - die aber besonders ausführlich, so dass man die Themen in Ruhe vertiefen kann. Auf diese Art und Weise versteht man die komplexen Zusammenhänge, die Epoche und die handelnden Personen besser - und es bleibt sogar noch Zeit für Kultur und Alltag im alten Rom.

Minus: Garniert wurde dieses leckere Abendgericht allerdings mit einer ziemlich kräftigen Prise Sex und Gewalt - was für die meisten Zuschauer wohl recht gewöhnungsbedürftig war und in den Programmzeitschriften heftige Diskussionen auslöste.





Fakten:


* Die Kosten beliefen sich auf (unbestätigte) 100 Millionen Euro - für HBO, durch Erfolge wie Sex and the City und Six Feet under reich geworden, ein Klacks.
Während die Serie auf der ganzen Welt ein Riesenerfolg war, hat sich für RTL 2 die Qualitätsoffensive leider nicht ausgezahlt: Die Zuschauerzahlen lagen kaum über (am Ende sogar unter) dem Durchschnitt, den RTL2 sonst auf diesem Sendeplatz (mit Trash) erreicht (nämlich 2,3 Millionen, laut "Hörzu" 12.8.07).

* Die historischen Ereignisse gibt die Serie, bis auf kleinere künstlerische Freiheiten, weitgehend richtig wieder. Sie verkürzt in der Regel längere Vorgänge und Entwicklungen (man beschränkt sich z.B. immer auf die Entscheidungsschlacht und läßt vorangehende Kämpfe weg), wie es ja auch üblich ist.

* Vorenus und Pullo sind zwei Namen, die in Cäsars Buch über den Gallischen Krieg erwähnt werden (als zwei Offiziere) - von ihrem Leben ist sonst nichts bekannt. Über die historischen Atia und Servilia wissen wir ebenfalls nicht viel. Atia starb allerdings in Wirklichkeit 43 v. Chr. (also kurz nach Cäsar), und hätte somit in Folge 17 die Serie verlassen müssen. Servilia beging keinen Selbstmord - sie starb eines natürlichen Todes, und zwar 42 v. Chr. (also so wie im Film gezeigt) - d.h. über ein Jahr NACH Atia.

* Zwar sind Wachskerzen seit dem 2. Jahrhundert vor Chr. in Rom bekannt - waren aber reiner Luxus und wurden eher sparsam verwendet und sicher nicht so verschwenderisch wie in der Serie. Die breite Masse erhellte ihre Wohnungen mit Öllampen (die bei Ausgrabungen in großen Mengen gefunden werden).

* Das Forum zeigt farbig bemalte und individuell gestaltete Fassaden - so wie es der neuesten Forschung entspricht - und nicht das klinische Weiß und den einheitlichen Look aus dem Untergang des römischen Reiches.

* Am 10.8.2007 meldeten die Fernsehnachrichten übrigens, dass die Rom-Kulissen bei einem Kurzschluss Feuer gefangen haben - und vollständig verbrannt sind. Schade.





STAFFEL 1

(unbedingt ansehen!)

Kurzinhalt Staffel 1:

52 v. Chr. bis 44 v. Chr. - von der Eroberung Alesias bis zur Ermordung Cäsars.


Kritik Staffel 1

Plus: Das pralle römische Leben - gut recherchiert und gut umgesetzt. Besser kann man es nicht machen.

Minus: Gut, ein paar Sex-Szenen und Messerstechereien weniger hätten auch gereicht, und die Darstellung von Ägypten wirkt unauthentisch (siehe Episode 8) - aber diese Punkte wurden in Staffel 2 dann ja auch allesamt korrigiert.

Unfreiwillig komisch ist in diesem Zusammenhang ein Interview mit Produzent und Regisseur Bruno Heller (in der DVD-Box). Er redet wie ein Wasserfall, um wortreich darzulegen, dass die bereits erwähnten Sex- und Gewalt-Szenen daher so viel Raum einnehmen, da das zum römischen Alltag dazugehörte. Das mag wohl sein - aber vor allem gehört das natürlich dazu, wenn man auf dem heiß umkämpften US-Markt Aufmerksamkeit erregen und Zuschauer für das Pay-TV erreichen will. Denn der fast täglich Besuch des Badehauses gehörte beispielsweise auch zum römischen Alltag und müßte daher mindestens vergleichbar viel Raum einnehmen - ist in der ganzen Serie aber nur ein einziges Mal kurz zu sehen.

Man muss allerdings feststellen, dass viele Filme, die heute als große Klassiker der Filmkunst gelten, bei ihrem Erscheinen auch als anstößig galten. Die erotischen Szenen in Ingmar Bergmans Das Schweigen galten 1963 als so obszön, dass der Bundestag sich damit befassen musste - und die Freiheit der Kunst für wichtiger hielt als das Schamgefühl der Kritiker. Eine wegweisende Entscheidung, die man heute vielleicht wieder beherzigen sollte.





STAFFEL 2

(gut)

Kurzinhalt Staffel 2:

44 vor Chr. bis 32 v. Chr. - von der Ermordung Cäsars bis zum Selbstmord Cleopatras.


Kritik Staffel 2

Die zweite Staffel wurde gedreht, nachdem sich (in den USA) der große Erfolg der ersten bereits abzeichnete. Ursprünglich sollte mit Cäsars Tod die Serie zu Ende sein.

Minus:
Staffel 2 ist nicht so schlüssig und durchdacht. Die Autoren hatten zweifellos bereits in der ersten Staffel alles gesagt, was ihnen wichtig war - und standen nun vor der Frage "Was könnte man denn noch erzählen?"

Außerdem bewegt sich Staffel 2 auf bekanntem Terrain: Die Geschichte von Kleopatra hat man einfach schon zu oft gesehen. Bei ihr kommt zu keinem Zeitpunkt so etwas wie Spannung auf. Im Gegenteil: Die Szenen vor der Schlacht von Actium und vor dem Selbstmord des Liebespaares ziehen sich geradezu quälend lange hin - ohne dass wirklich etwas Neues gesagt wird.

Bei den Nebenfiguren und der Rahmenhandlung zeigt sich dann eine weitere Schwäche: Nämlich das Milieu, in dem die Szenen mit Vorenus und Pullo diesmal angesiedelt sind.
War es in Staffel 1 noch der normale Alltag eines Durchschnittsrömers, ist es jetzt der brutale Alltag in einer Gang, die den Aventin mit mafiaähnlichen Methoden beherrscht.
Waren wir in Staffel 1 dabei, wie Vorenus langsam die Erfolgsleiter hochkletterte, wie Anwälte und Gerichte auf dem Forum getagt haben, wie die Frauen einkaufen gingen und die Männer den Göttern opferten - so sehen wir Vorenus und Pullo jetzt wieder ganz unten: fast ausschließlich bei Gewalt, Raub und Mord.
Zu Recht berufen sich die Autoren darauf, dass auch dies Bestandteil der römischen Welt war - nur leider unterscheiden sich die gezeigten antiken Verbrechen kaum von denen, die wir aus Abenteuer- oder Mafiafilmen kennen. Das hat nicht mehr den Reiz des Neuen. Die detailfreudige Rekonstruktion des Alltages eines römischen Durchschnittsbürgers wird schmerzlich vermisst.

Stattdessen gibt es ein Wiedersehen mit altbekannten Monumentalfilm-Klischees, die man in Staffel 1 tunlichst vermieden hatte: Juden, die sich gegen römische Besatzer auflehnen; Abenteurer, die Goldschätze stehlen; bestechliche römische Politiker und ein durchtriebener Kaiser (inklusive sexueller Gier, man kennt das ja).
Das alles ist zwar gut gemacht, aber eben nichts Neues.
Dazu kommen handfeste Konstruktionsmängel bei den Geschichten selbst: Während in Staffel 1 die Nebenfiguren die Handlung unterstützen und vorantrieben, bremsen sie hier das Erzähltempo unnötig aus, da sie kaum noch etwas mit den Protagonisten zu tun haben.

Und damit wären wir bei Vorenus und Pullo. Genau wie in dem Slogan "BILD war dabei!" sind die beiden plötzlich Augenzeugen bei allen Schlüsselszenen der römischen Geschichte.
Das war in Staffel 1 schon manches Mal recht unglaubwürdig - hier ist es einfach nur noch absurd! Vorenus darf z.B. zugucken, wie Mark Anton und Cleopatra sich das Leben nehmen - und Pullo ist live dabei, wenn Cicero stirbt. Danach gibt er Oktavian, dem ersten Mann im Staate, ein paar kluge Ratschläge, die dieser auch prompt beherzigt, und darf sich dann auch noch um den Sohn von Cäsar und Kleopatra kümmern (von dem ja schon angedeutet wurde, dass Pullo auch der leibliche Vater ist - und nicht Cäsar) - das ist nun wirklich ein Rückfall in übelste Sandalenfilme.

Plus: Davon abgesehen ist das Niveau aber wieder sehr hoch: wunderschöne Kostüme und Kulissen, tolle schauspielerische Leistungen und gute Dialoge. Zwar nicht die ganz große Sensation, die Staffel 1 war, aber auf jeden Fall sehenswerte Fernsehunterhaltung.









EPISODENLISTE Staffel 1 und Staffel 2

mit ausführlichen Inhaltsangaben
SPOILER Warnung!



1, Der gestohlene Adler



Staffel 1 (2005) beginnt mit einer Einführung durch eine Erzählstimme:
"400 Jahre nachdem der letzte König aus der Stadt gejagt wurde, herrscht Rom über viele Völker - kann sich selbst aber nicht regieren. Die Stadt versinkt in einem blutigen Bürgerkrieg zwischen Adel und Volk. Zwei alte Freunde teilen sich die Macht und halten die Ordnung aufrecht: Die Generäle Pomeius Magnus und Gaius Julius Caesar. Einst galt Pompejus als der bedeutendere der beiden Männer. Aber während er in den letzten 8 Jahren den Frieden in Rom aufrecht erhielt, führte Caesar einen Eroberungskrieg in Gallien, der ihn überaus reich und beliebt gemacht hat. Die Machtverhältnisse verschieben sich..." Im Gegensatz zu Pompejus ist Cäsar inzwischen so einflussreich und beliebt, dass er sich selbst zum König ernennen könnte.

Alesia, 52 vor Christus. Cäsar hat die aufständischen Gallier unter Vercingetorix besiegt - da werden aus dem Lager die Adler-Standarten gestohlen. Das ist schlecht, denn der Verlust der Adler bedeutet bei den abergläubischen Soldaten Pech im Krieg und Unglück für den Feldherrn. Cäsar beauftragt Vorenus und Pullo von der 13. Legion mit der Wiederbeschaffung.
Vorenus ist ein pflichttreuer Zenturio, der seinen Leuten ein gutes Vorbild sein will und die Vorschriften genau einhält. Pullo wird als leichtsinniger Schläger dargestellt, der Spaß am Krieg und Beutemachen hat.

Derweil erfährt man aus Rom, dass Julia, Cäsars Tochter und Pompejus' Ehefrau, tot ist. Mit ihr ist das Letzte verschwunden, was die beiden Machtmenschen noch freundschaftlich miteinander verband. Im Jahre 59 v. Chr. hatten Cäsar, Pompejus und Crassus sich die Macht in Rom aufgeteilt und das erste Triumvirat gebildet.
Als Crassus 53 v. Chr. im Kampf mit den Persern fiel, gab er nur noch Cäsar und Pompejus. Nach dem Tod Julias kann man erwarten, dass jetzt der Kampf um die Alleinherrschaft beginnt - und dann nur noch einer übrig ist. Fragt sich bloß wer - Cäsar oder Pompejus?

Atia, Cäsars Nichte, hält es daher für eine gute Idee, sich möglichst nach beiden Seiten hin abzusichern. Den lieben Onkel Julius soll ihr Sohn Oktavian übernehmen. Sie entsendet ihn zusammen mit einem wertvollen Schimmel dem Feldherrn entgegen - als Geschenk anläßlich seines großen Sieges. Octavia soll derweil in Rom Pompejus' neue Frau werden. Schweren Herzens verkäßt sie ihren derzeitigen Ehemann Glabius.

Der Senat hingegen sieht in dem ganzen Gallien-Krieg nur ein illegales Mittel, wie Cäsar sich bereichern will - und mit Recht: Inzwischen könnten ihn weder die Truppen des Senates noch die des Pompejus aufhalten, wenn es nötig wäre. Kein Wunder also, dass der Senat ein Bündnis mit Pompejus gegen Cäsar anstrebt. Cäsar ahnt dies und läßt Gerüchte streuen, seine Soldaten wären kampfesmüde und erschöpft - Teile seines Heeres würden gar meutern und nicht mehr für ihn kämpfen.

Wie zu befürchten war, fällt der elegante Jüngling Oktavian auf seinem teuren Pferd unterwegs Räubern in die Hände. Zum Glück sind Pullo und Vorenus nicht weit und retten ihn. Seither sind die beiden Soldaten, Cäsar und Oktavian einander persönlich bekannt - und sogar durch ein Vertrauensverhältnis verbunden (was ab jetzt viele "BILD war dabei"-Szenen nach sich ziehen wird, siehe oben unter "Beschreibung"). Durch Bestechung der Gallier hat Vorenus außerdem die Adler und ihre Diebe dingfest machen können - wie sich herausstellt waren es Pompejus' Leute. Ein Schachzug, durch den er Cäsars Truppen demoraliseren wollte. Cäsar verlegt seine Armee deswegen demonstrativ von Gallien nach Ravenna - also so nah an Rom, dass man es als Drohung verstehen kann.
Pompjeus entscheidet sich daraufhin gegen Octavia und nimmt stattdessen Cornelia, die Witwe eines ehrbaren Senators, zur Frau. Nun sind Cäsar und Pompejus offene Gegner.






2, Wie Titus Pullo die Republik stürzte



Zwischen Pompejus und Cäsar herrscht Gleichstand - keiner kann alleine die Vorherrschaft erringen, jeder hat mächtige Freunde im Senat. Cäsar hat zudem ein Problem - seine Amtszeit als Gouverneur von Gallien läuft bald aus. Seine legale Macht würde er damit sofort verlieren - und zahlreiche gesetzestreue Soldaten werden ihm dann nicht mehr folgen, schon gar nicht in einen Bürgerkrieg gegen Pompjeus. Cäsar entsendet daher Mark Anton nach Rom. Er soll sich zum Volkstribunen wählen lassen und dann Cäsar den Weg zu attraktiven Ämtern ebnen. Der Volkstribun hat nämlich praktischerweise ein Vetorecht gegen Beschlüsse des Senates.

Pullo und Vorenus dürfen Mark Anton und Oktavian nach Rom bringen - und so kehren sie heim, nach 8 langen Jahren im Krieg.
In seiner Mietwohnung fällt der Empfang etwas distanziert aus. Vorenus muss feststellen, dass seine Tochter eine junge Frau geworden ist - und sogar schon ein Kind hat. Seine Frau glaubte aufgrund einer Falschmeldung sogar, er sei tot. Sie bekam auch keinen Sold von der Armee mehr und arbeitet daher bei ihrer Schwester. Vorenus muss feststellen, dass die Familie sich ihr Leben ohne ihn eingerichtet hat. Doch das soll sich ändern. Er hat seinen Anteil am Sold in gallische Sklaven angelegt - eine Handelsware, die gutes Geld bringt.

Pullo hat in Rom keine Familie und vertreibt sich die Zeit mit Würfelspiel. So gerät er an einen Falschspieler, der zufällig einer Bande angehört, die für Pompejus politische Gegner beseitigt. Als er den Betrug bemerkt, stechen sie Pullo einfach nieder. Er überlebt nur dank der guten Pflege von Vorenus und dessen Frau.

Pompejus und seine Leute im Senat haben derweil einen Plan. Der Senat stellt Cäsar ein Ultimatum: Nachdem seine Amtszeit abgelaufen ist, soll er den Oberbefehl über die gallischen Truppen abgeben und sich einem Gericht stellen, das die Frage klärt, ob der Krieg in Gallien rechtens war - stimmt er nicht zu, wird er zum Feind Roms erklärt. Das Ganze ist nur als Geste gedacht: Cäsar soll sehen, dass er keine Freunde im Senat mehr hat - und wie hoch das Risiko für ihn ist. Denn natürlich erwarten sie, dass Mark Anton sofort sein Veto als Volkstribun einlegt (und damit ohne Folgen bleibt). Doch leider ahnen die Senatoren der Gegenpartei nichts von dieser kleinen Inszenierung - und empören sich lautstark als der Antrag angenommen wird. Im allgemeinen Geschrei kommt Mark Anton nicht zu Wort - im Chaos wird die Sitzung beendet.
Es ist also unbedingt notwendig, dass Mark Anton am nächsten Tag Gelegenheit hat, sein Veto einzulegen - sonst hat der Senat ein Eigentor geschossen und Cäsar soeben den Krieg erklärt. Mark Anton ahnt nicht, dass Pompejus ja genau das von ihm erwartet, und nimmt Vorenus und Pullo als Leibwache.

Am nächsten Tag trifft sich der Senat wieder - und ausgerechnet jetzt erkennt Pullo auf dem Forum seinen Angreifer wieder! Der schnell eskalierende Kampf zwischen den beiden mündet in ein großes Handgemenge, das Mark Anton für einen Angriff hält und flieht. Vorenus und Pullo begleiten ihn zurück in Cäsars Lager.
Damit hat Cäsar einen erstklassigen Vorwand, in Rom für Ordnung zu sorgen - vor allem kann er seine eigenen Männer nun von der Rechtmäßigkeit und Notwendigkeit überzeugen, gegen die Hauptstadt zu marschieren. So überschreitet er am 10. Januar 49 v. Chr. den Fluss Rubikon (der eine heilige Grenze darstellte - seine bewaffnete Überquerung galt traditionell als Kriegserklärung gegen Rom).

Diese Nachricht versetzt Rom in Panik, auch Vorenus' Familie, die schon Vorbereitungen für die Hochzeit der Tochter traf. Immerhin erfahren wir, dass die Mutter des Kindes nicht Vorenus' Tochter, sondern seine Frau ist.






3, Eine Eule im Dornbusch



Der rätselhafte Titel könnte sich u.a. auf das Sternbild Eule beziehen oder auf das Münzmotiv der Drachme (das allerdings griechisch und nicht römisch war). Die Eule ist das Tier der Göttin Minerva/Athene.
Cäsar ist nur noch 2 Tagesmärsche von Rom entfernt. Cäsars Geliebte Servilia, ihr Sohn Brutus und Cäsars Nichte Atia verstehen sich gut. Sie treffen sich, um zu beratschlagen, was sie nun tun sollen, nachdem Cäsar mit dem Überschreiten des Rubikon formal Hochverrat begangen hat. Das ist auch dringend notwendig, denn die Übergriffe gegen Cäsars Familie und Freunde werden von Tag zu Tag gewalttätiger - am Ende muss sich die Familie sogar im Haus verschanzen.

Pompejus sammelt seine Truppen, denn zum offenen Angriff ist man ja jetzt berechtigt - je geradezu verpflichtet. Cäsar entsendet Kundschafter, unter ihnen Vorenus und Pullo, die herausfinden sollen, wie Rom verteidigt wird. Außerdem erhalten sie eine Bekanntmachung an das Volk.

Für Pompejus ist das eine Überraschung: Cäsar war offenbar schneller als angenommen. Pompejus hat noch nicht genug Truppen in Rom, um ihn besiegen zu können. Er beschließt daher, sich erst einmal zurückzuziehen und Cäsar später anzugreifen. Die vornehmen Familien in Rom müssen sich jetzt entscheiden - bleiben (und sich mit Cäsar arrangieren) oder mit Pompejus die Stadt verlassen (und dabei eventuell sein Hab und Gut in Rom verlieren). Atia nutzt die Gunst der Stunde, ihre Macht zu vergößern - denn die, die in Rom bleiben, unterstellen sich nur zu gern ihrem Schutz.
Führende Senatoren, darunter Cato, Cicero und Scipio, gehen mit Pompejus - auch Brutus. Seine Mutter aber bleibt und erwartet ihren Geliebten.

Das tut auch Octavia - wie sich zeigt, trifft sich sich immer noch heimlich mit ihrem Exmann Glabius. Er will mit ihre heimlich aus Rom fliehen. Allerdings nicht heimlich genug - Timon, einer der Gelegenheits-Liebhaber von Atia, ermordet ihn. Atia will Octavia weiterhin gewinnbringend verheiraten, da stört so ein Verhältnis nur. Auch Niobes Liebhaber stört inzwischen, da sie ihrem Mann die Treue halten will - bei ihr ist es der Mann ihrer Schwester.

Natürlich ist Pompejus kein Idiot - er läßt den Staatsschatz nicht in Rom, sondern von treuen Soldaten aus dem Tempel von Saturn abholen. Dumm nur, dass die treuen Soldaten von untreuen ermordet werden, die sich dann mit dem Schatz aus dem Staub machen.
Unterwegs entführen sie zum Spaß ein Mädchen - Irene.
Ihre Glückssträhne ist zu Ende, als sie auf Pullo treffen. Er befreit Irene - und verjagt die Diebe. Nun ist er ein reicher Mann. Einer der Diebe jedoch ist nur zum Schein geflohen. Er beobachtet Pullo von einem Busch aus (siehe Titel).

Derweil hängt Vorenus in Rom Cäsars Bekanntmachung auf, in der dieser vor dem Volk sein Verhalten rechtfertigt. Vorenus liest es - und hat die Nase voll. Er will nicht länger Gesetzesbrechern dienen. Er desertiert und kehrt zu seiner Familie zurück.






4, Stehlen von Saturn


Der Titel bezieht sich auf den Tempel des Saturn, in dem der Staatsschatz aufbewahrt wird.

Pompejus erfährt, dass der Staatsschatz von Cäsars Vorhut gestohlen wurde und läßt seinen Sohn danach fahnden. Cäsar besetzt Rom und verhängt das Kriegsrecht - und steht vor demselben Problem: Auch er braucht den Schatz, um sich die Loyalität der Beamten zu erkaufen. Atia gibt für ihn ein großes Fest, bei dem Servilia Cäsar nach 8 Jahren Krieg wiedersieht. Da sie eingeladen wurde, obwohl ihr Sohn Brutus zum Feind übergelaufen ist, ahnt Atia (zutreffend), dass Cäsar sein altes Verhältnis mit Servilia wieder aufleben lassen will. Cäsar bemüht sich vor allem um die Gunst des anwesenden Adels - indem er allen verspricht, ihnen nichts zu tun, auch wenn sie Pompejus' Anhänger sein sollten.

Auch Vorenus gibt ein Fest, als Opfergabe an Janus. Er will mit seinem bisherigen Leben abschließen und eine Karriere als bürgerlicher Geschäftsmann beginnen. Er lehnt sogar ein Angebot Mark Antons ab, als gutbezahlter Präfekt wieder in die Armee einzutreten. Auf dem Fest lernt er Erastes Fulmen kennen, der sich als Händler vorstellt und seine Hilfe anbietet. Als das Fest endet, erscheint Pompejus' Sohn Quintus. Er hat sich zum Anführer von Cäsars Kundschaftern durchgefragt und fragt Vorenus nun nach dem gestohlenen Staatsschatz. Der weiß von nichts - aber das ändert sich schlagartig, als Pullo kommt und mit dem Geld förmlich um sich schmeißt. Zusammen können sie Quintus gefangen nehmen. Pullo bringt ihn zu Cäsar und verrät auch, wo er den Staatsschatz hinterlegt hat. Dafür erhält Pullo eine Art Finderlohn (und Schweigegeld).
Cäsar schickt Quintus mit einem Friedensangebot zu Pompejus. Es enthält Bedingungen, die Pompejus nicht akzeptieren kann - aber der Senat schon.

Pullo bekommt unterdessen zufällig mit, dass Niobe ein Verhältnis mit Evander hat - offenbar mit Wissen und Zustimmung von Lyde, Evanders Frau und Niobes Schwester. Was tut man nun mit so einem Wissen? Oktavia trauert um ihren Ex-Mann, nicht ahnend, das ihre Mutter hinter seinem Tod steckt.






5, Der Rammbock hat die Mauern berührt



Der Titel bezieht sich im übertragenen Sinn auf Cäsar, der Pompejus in die Enge getrieben hat - und nun nach Meinung seiner Ratgeber auch zuschlagen muss.

Bei Pompejus ist die Lage ernst: Er hat kein Geld, um seine Truppen zu bezahlen. Daher will er zum Schein auf das Friedensangebot eingehen - um Zeit zu gewinnen. Auch Vorenus wird vom Pech verfolgt: Seine Sklaven aus Gallien sind in Rom gestorben. Da er bereits in die Ehe seiner Tochter mit einem Viehhändler eingewilligt hat, muss er nun die Mitgift auftreiben. Und dann hat Pullo sich auch noch in Irene verliebt und möchte sie bei Vorenus unterbringen, bis seine Dienstzeit beim Militär abgelaufen ist. Also sucht Vorenus Erastes Fulmen auf. Der bietet ihm einen gutbezahlten Job als Geldeintreiber an. Doch das ist nichts für einen aufrechten Soldaten. Zähneknirschend bettelt Vorenus also wieder um einen Job bei der Armee - und bekommt ihn, sogar mit Beförderung.

Cäsar erhält Pompejus' Angebot - und verweigert ihm die Waffenruhe. Überraschenderweise verfolgt seine Armee aber auch nicht Pompejus' Armee - wieso? Mark Anton und Atia vermuten, dass er wegen Servilia in Rom bleiben will. Sie suchen nach einem Weg, das Verhältnis zwischen den beiden zu beenden - und so prangen bald an allen Wänden Roms lebensechte Graffitis, die zeigen, wie sich Cäsar von Servilia einen blasen läßt. Cäsars Frau Calpurnia wird zum Gespött der Leute - und droht mit Scheidung. Cäsar hat keine Wahl, Calpurnias Familie ist sehr mächtig. Also trennt er sich von Servilia und verfolgt Pompejus. Atia und Mark Anton atmen auf - endlich! Denn Pompejus hat sich inzwischen auf den Weg nach Griechenland gemacht.

Pullo sucht derweil Oktavian auf. Gemeinsam beschließen sie, Vorenus einen Gefallen zu tun - und den Nebenbuhler zu töten.







6, Egeria



Die Wasser-Nymphe Egeria war die Geliebte des zweiten Königs von Rom, Numa Pompilius. Sie half ihm beim Regieren. Später hieß es, der König habe das nur erfunden, damit das Volk seine Entscheidungen nicht kritisch hinterfragt - sondern für göttliche Weisheit halten.

Mark Anton setzt Cäsars Plan in die Tat um (vgl. Episode 2) und läßt Cäsar zum Konsul wählen (damit Cäsars Macht einen verfassungsmäßigen Anstrich erhält). Hier fällt der mißverständliche Satz "Er ist doch bereits Diktator!" Mag sein, dass er bereits herrschte wie ein modernen Diktator - den offziellen, in der römischen Verfassung vorgesehenen Titel "Diktator" erhält er erst viel später (in Folge 10).

Dann legt Mark Anton eine Art Arbeitsbeschaffungsprogramm auf, das Cäsar beim Volk beliebt macht. Langfristig muss auch Mark Anton sich entscheiden, auf wessen Seite er nun kämpfen will. Die Gelegenheit wäre günstig, Cäsar im Stich zu lassen und die Macht an sich zu reißen. Atia diskutiert das mit ihm während eines gepflegten Geschlechtsverkehrs.

Apropos - die Ehe von Vorenus und Niobe läuft nach dem spurlosen Verschwinden ihres heimlichen Geliebten tatsächlich wieder besser - wenn man mal davon absieht, dass Lyde um ihren Gatten trauert. Wir erfahren, dass sie dem Arrangement mit Niobe zugestimmt hat, weil sie selbst keine Kinder kriegen kann - und Evander sich so sehr eines wünschte.
Leider werden Vorenus und Niobe wieder getrennt, da ihn der Ruf zu den Waffen ereilt. Mark Anton hat sich entschieden: Er kommt Cäsar mit seinen Truppen nach Griechenland zu Hilfe, wo Pompejus immer noch nicht besiegt ist.

Atia erfährt, dass Pompejus in Griechenland ein riesiges Heer auf die Entscheidungsschlacht mit Cäsar vorbereitet - und hält den Zeitpunkt für gekommen, ihr Verhältnis zu Servilia zu verbessern (deren Sohn ja zum feindlichen Lager gehört). Wer weiss, ob es nach der Schlacht noch einen Cäsar gibt. Sie ahnt natürlich nicht, dass Servilia inzwischen weiß, dass Atia die Graffitis hat malen lassen - und Servilia läßt sie in diesem Glauben. Als Oktavia also Geschenke ihrer Mutter bringt, empfängt sie diese freundlich.





7, Pharsalus



Auf dem Weg nach Griechenland sinkt das Schiff mit Pullo und Vorenus. So nehmen sie an der Schlacht zu Pharsalus (48 v. Chr.) nicht teil, bei der Cäsar einen klaren Sieg davonträgt. Die Senatoren haben die Wahl: Weiterkämpfen oder Cäsar um Gnade anflehen. Cicero und Brutus begeben sich ins feindliche Lager - und Cäsar gewährt ihnen gerne Gnade. Pompejus flieht derweil unter falschem Namen. Unterwegs lesen seine Leute zwei Schiffbrüchige auf: ausgerechnet Pullo und Vorenus (eine herrliche "BILD war dabei"-Szene - siehe oben unter "Beschreibungen"), die danach auch noch zu Cäsar gehen und diesem berichten dürfen.

Da es noch keine Nachrichten aus Griechenland gibt, hält Atia es für besser, Servilia bei Laune zu halten. So macht Oktavia sich also weiterhin auf den Weg. Die beiden Frauen freunden sich langsam an.

Bei seiner Landung in Ägypten wird Pompejus schließlich ermordet.






8, Caesarion



Da diese Geschichte schon durch andere Monumentalfilme geprägt ist, bemühte man sich hier um ein anderes Bild - das wirkt aber nicht authentisch, sondern nur so, als habe man unbedingt alles ganz anders machen wollen als in den alten Verfilmungen. Alexandria ist hier nun also keine große prachtvolle, sondern eine kleine heruntergekommene Stadt. Der Palast ist düster und bewohnt von seltsam kostümierten Gesellen, unter ihnen Kleopatra - eine kiffende Göre. Vielleicht wollte man zeigen, wie der Hof auf einen Römer gewirkt haben muss - insgesamt wirkt diese Episode aber wie ein Fremdkörper innerhalb der Serie. Nicht zuletzt auch deswegen, weil sie als einzige zu offenkundig im Widerspruch zu den antiken Quellen steht: Kleopatra huscht hier durch Cäsars Leben wie ein Gastauftritt. In Wirklichkeit war ihr politischer Einfluss sehr viel größer - und sie hielt sich mindestens zwei Jahre in Rom auf, wo die beiden ein allseits bekanntes Verhältnis miteinander hatten. Erst nach seinem Tod kehrte sie zurück. Auch Cäsars militärische und zivile Maßnahmen in Ägypten unterschlägt der Film (fast) ganz.
Antike Quellen beschreiben Alexandria übrigens als glanzvolle Hauptstadt eines wohlhabenden Landes (sonst hätte Rom sich auch kaum dafür interessiert).

Cäsar folgt Pompejus nach Ägypten - um dort auf den Bürgerkrieg zwischen dem Kind-König Ptolemäus XIII und Cleopatra zu stoßen. Eigentlich müssten die Geschwister zusammen regieren - doch der König hat seine Schwester entmachtet. Um sich bei Cäsar einzuschmeicheln, schenkt der König ihm den Kopf des Pompejus - für Cäsar ein Vorwand, gründlich in Alexandria aufzuräumen. Er braucht treue Bündnispartner in Ägypten, da Rom auf die regelmäßigen Getreidelieferungen angewiesen ist. Ein solcher Partner ist Ptolemäus offenbar nicht. Die Zeit drängt auch ein bisschen, denn die Reste von Pompejus' Armee unter Cato und Scipio ist in Afrika - und immer noch eine mächtige Bedrohung. Schon bald finden sich also die Köpfe hoher (romfeindlicher) Würdenträger an der Palastmauer aufgespießt wieder.
Cäsar entsendet Pullo und Vorenus, um die geflüchtete Cleopatra zu suchen. Die beiden finden sie in einem Versteck in der Wüste. Gerne folgt sie Cäsars Einladung, da er ihr Schutz und Macht garantieren kann. Cleopatra vertreibt sich die Langeweile auf dem Weg nach Alexandria mit schnellem Sex - mit Pullo. Als sie sehen, dass der Palast von Ptolemäus gründlich bewacht wird, darf Pullo die Königin auch noch in einen Teppich einwickeln und heimlich in Cäsars Räume schmuggeln. Er macht sie zur Königin. Ptolemäus stirbt bei dem Versuch, Krieg gegen Cäsars und Cleopatras gemeinsame Streitmacht zu beginnen. Nun hat Cäsar einen treuen Bündnispartner. 9 Monate später kommt auch noch Caesarion zur Welt, Cleopatras Sohn mit Cäsar (oder Pullo).






9, Utica



46 vor Christus. Cäsar hat in Afrika auch die restlichen mit Pompejus verbündeten Truppen des Senates unter Scipio und Cato vernichtend geschlagen. Cato begeht in Utica (Marokko) Selbstmord. Cäsar kehrt nach Rom zurück. Da nutzt er seine neue Macht, den blutjungen Oktavian zum Oberpriester zu machen. Zu diesem Anlass gibt er ein Abendessen - zu dem auch Servilia mit Brutus erscheint, als sei nichts gewesen. Octavia trifft sich auch nach wie vor mit ihr zum Weben und Plaudern. Bei der Gelegenheit horcht Servilia sie dann immer gründlich aus - auf der Suche nach einem Weg, Cäsar zu schaden. So plaudert Octavia eines Tages ein Geheimnis aus, das Oktavian ihr anvertraut hatte: Dass er und Pullo den Liebhaber von Vorenus' Frau ermordet haben. Servilia erzählt im Gegenzug ein Geheimnis, dass Octavia interessiert: Ihre Mutter Atia war es, die ihren Mann Glabius ermorden ließ. Das stimmt zwar, aber Octavia ist im Zweifel, ob sie das glauben soll. Sie macht den Fehler, ihre Mutter offen mit dem Vorwurf zu konfrontieren. Atia streitet alles ab - aber von nun an wird die (im Grunde fast grundlose) Feindseligkeit zwischen Atia und Servilia von Folge zu Folge immer weiter eskalieren - bis hin zu gegenseitigen Überfällen und Vergewaltigungen.

Vorenus und Pullo legen die Waffen nieder und lassen sich von Niobe gerne überreden, in der profitablen Metzgerei von Lyde mitzuarbeiten. Pullo bemüht sich um ein gutes Verhältnis zu Irene. Leider gerät Vorenus in der Metzgerei mit Erastes Fulmen aneinander - was eine lange, tiefe Feindschaft nach sich zieht.
Doch Vorenus hat erst einmal ganz andere Sorgen: Cäsar schlägt ihm vor, auf Cäsars Kandidatenliste für das Amt des Magistrates für den unteren Aventin zu kandidieren. Vorenus ist davon eigentlich nicht begeistert, denn er missbilligt Cäsars Handeln. Aber kann man als überzeugter Republikaner eine ehrenvolle demokratische Pflicht überhaupt ablehnen? Noch dazu gibt Cäsar sich ganz als Gutmensch. Also läßt Vorenus sich breitschlagen.






10, Triumph



Wir erinnern uns: Cäsar wurde in Folge 6 bereits auf sanften Druck hin zum Konsul gewählt. Dank der Fürsprache von Cicero und Brutus wird er nun vom Senat zum "Imperator mit absoluter Macht für 10 Jahre" ernannt (diesen Titel gab es damals noch nicht. Cäsar wurde 46 v. Chr. Diktator für 10 Jahre. Da das Wort "Diktator" heutzutage eine andere Bedeutung hat, entschied man wohl ganz bewußt, es nicht zu verwenden). Cäsar gibt sich wieder als großzügiger Gutmensch und bietet im Senat allen Feinden Frieden an.
Vorenus stürzt sich in den Wahlkampf - ohne das lästige Risiko zu verlieren. Natürlich ist von vorneherein klar, dass Cäsars Leute gewinnen werden.

Cäsar feiert einen verschwenderischen Triumphzug, in dessen Verlauf Vercingetorix zur Schau gestellt und dann erdrosselt wird (in Wirklichkeit geschah dies erst viel später, im Gefängnis).

Quintus Pompejus und Cassius suchen Zuflucht bei Servilia. Gemeinsam verfassen sie eine gegen Cäsars Alleinherrschaft gerichtete öffentliche Bekanntmachung, die sie in Rom öffentlich aushängen lassen - und mit dem Namen Brutus signieren. Brutus ist empört. Nicht nur dass seine Mutter für die Gnade, die Cäsar ihm gewährte, so undankbar ist - sie missbraucht dazu auch noch seinen Namen. Seine Mutter erinnert ihn daran, dass sein Vorfahr einst den letzten König von Rom vertrieb - und dass er nun der Schoßhund eines Tyrannen geworden ist. Er verrät sie zwar nicht, sagt Cäsar aber, dass er nicht der Verfasser ist.

Pullo will Irene heiraten. Dazu entläßt er sie in die Freiheit. Sie missversteht diese Geste und glaubt, er gestatte ihr nun, einen Sklaven, den sie heimlich liebt, zu heiraten. Pullo tötet den Mann - und verschwindet.






11, Die Beute



Vorenus' Ansehen steigt. Er hat immer mehr Anhänger, die ihm huldigen und ihm in seiner Bürger-Sprechstunde ihre Anliegen vortragen. Die Kehrseite: Er muss alles abnicken, was Cäsar haben will. Das ist besonders bitter, wenn es um (bzw. gegen) die Leute aus seiner eigenen Legion geht. Ihr eigentlich berechtigtes Anliegen, nach ihrer Dienstzeit Land in Italien zu bekommen, muss Vorenus ablehnen. Um seine eigenen ehemaligen Kameraden ruhig zu stellen, muss er sogar Mascius bestechen - einen Freund. Damit verrät er alles, was ihm einst wichtig war.
Zur Belohnung für seine treuen Dienste lädt Cäsar ihn zu einem seiner Feste ein - wo die feine Gesellschaft ihm und seiner Frau Niobe die kalte Schuler zeigt. Man braucht Leute wie ihn - aber er gehört nicht dazu.

Servilia lässt unterdessen die Stadt mit Graffiti schmücken, die Brutus als Tyrannenmörder zeigen. Doch noch steht er treu zu Cäsar.

Da Pullo sich so offenkundig im Zivilleben nicht zurecht findet, verdingt er sich als Auftragsmörder. Als er einen säumigen Schuldner tötet, entpuppt der sich zu allem Überfluß als einer von Cäsars führenden Kritikern.
Cäsar will ein Exempel statuieren: Das Volk soll sehen, dass Rom wieder ein Rechtsstaat ist. Es soll auch nicht der Eindruck entstehen, als lasse er politische Gegner beseitigen. Er hilft Pullo also nicht - trotz aller früheren Verdienste.
So landet Pullo vor Gericht (wodurch wir ein paar serh schöne Szenen vom geschäftigen Treiben auf dem Forum zu sehen bekommen), wo er zum Tod durch Kampf in der Arena verurteilt wird. Vorenus kann seinen Tod nicht mitansehen - und steht ihm mit dem Schwert in der Hand bei. Das macht die beiden zu lokalen Berühmtheiten.

Cäsar versucht unterdessen, Brutus davon zu überzeugen, dass er Rom verläßt. Ihn beunruhigen die Graffiti. In dem Gespräch gelingt es Cäsar nicht mehr, die Maske des Gutmenschen aufrecht zu erhalten - und Brutus merkt: Der Mann ist wirklich ein Tyrann. Noch dazu wird in einer kurzen Szene offenbart, dass Cäsar den Mord in Auftrag gegeben hatte, für den Pullo in die Arena musste. Der Rechtsstaat scheint für Cäsar tatsächlich kein großes Thema zu sein.






12, Die Kalenden des Februar


... also der 1. Februar 44 v. Chr. - der Februar war nach der Göttin der Reinheit Februa benannt.

Pullo kuriert bei Vorenus seine Wunden aus der Arena aus. Dabei befiehlt Niobe ausgerechnet Irene, ihn zu pflegen. Natürlich kann Irene den Mord an ihrem Geliebten nicht verzeihen - aber sie merkt, dass Pullo sie wirklich liebt.

Cäsar überschwemmt den Senat mit tollen neuen Ideen: Er ernennt 100 Römer und eine Reihe von gallischen Stammesfürsten zu neuen Senatoren, um die Beziehung zu den ehemaligen Feinden zu verbessern und die neuen Freunde zu belohnen (und natürlich hat er auf diese Weise bei Abstimmungen immer eine Mehrheit!)
So findet sich auch Vorenus eines Tages in der Toga eines Senators wieder. Er fragt sich, wie es dazu kommen konnte, dass er ein führender Vertreter eines Systems wurde, das er im Grunde mit seinen Prinzipien nicht vereinbaren kann.

Das fragen sich viele unzufriedenen Senatoren auch. Sie beschließen, Cäsar zu ermorden. Dummerweise ist neuerdings ja auch Vorenus im Senat, ein kampferprobter Soldat - von dem ist Gegenwehr zu erwarten. Was tun?

Also fädelt Servilia einen cleveren Plan ein: Sie läßt ihre Dienerin vor dem Senatsgebäude warten. Als Cäsar mit seinem Gefolge kommt, flüstert die dem Vorenus ins Ohr, was wir in Folge 4 gehört haben: Das Kind ist nicht von ihm. Da läßt er Cäsar einfach stehen und eilt nach Hause. Derweil er seine Frau zur Rede stellt, wird Cäsar im Senat niedergestochen (in Wirklichkeit geschah dies im Theater des Pompejus). Viele hat Cäsar groß gemacht - doch jetzt erhebt keiner die Hand, um ihm zu helfen.

Im Mietshaus gibt Niobe alles zu: Sie hatte ein Verhältnis, weil sie Vorenus für tot hielt. Dann springt sie in den Tod. Als die Kinder das sehen, denken sie, der Vater hat die Mutter umgebracht.

Ausgerechnet Pullo ist von all dem Unglück nicht betroffen: Er findet sein kleines Glück mit Irene. Sie heiraten auf dem Land. Staffel 1 endet mit dem Paar, das Hand in Hand in eine (ungewisse) Zukunft geht.





13, Pessach



Staffel 2 (2007) beginnt mit den Nachbeben von Cäsars Tod (März 44 v. Chr.). An Pessach feiern die Juden ihren Auszug aus Ägypten - und damit das Ende ihrer Unterdrückung und Versklavung.

Cäsars Anhänger planen die Flucht, da sie nicht wissen, ob das Morden weitergeht, seine Mörder fürchten Racheakte - eine ungewisse Lage. Im Hause des Cäsar trifft sich seine Familie. Mark Anton will mit Atia fliehen - aber Calpurnia, seine Frau, läßt erst das Testament öffnen. Es enthält eine Überraschung: Sein Großneffe Oktavian und keiner seiner engen Freunde wird Alleinerbe. Nicht nur das: Zudem bekommt jeder freie Bürger ein Geldgeschenk.
Nun gibt es noch ein Problem: Der Senat kann den Mord an Cäsar zum Tyrannenmord erklären. Dann würden seine Mörder straffrei ausgehen, Cäsars Vermögen würde konfisziert - und alle Erben leer ausgehen. Nun schlägt Oktavians Stunde (in Wirklichkeit war Oktavian zu diesem Zeitpunkt gar nicht in Rom, sondern bereitete in Albanien einen Feldzug vor): Er schlägt vor, mit den Cäsarmördern Verhandlungen aufzunehmen - denn auch sie haben kein Interesse an einer Tyrannenmord-Erklärung. In diesem Falle würden nämlich Cäsars Entscheidungen alle rückgängig gemacht - auch die Vergabe von Ämtern und Geldzuwendungen. Auch die Mörder haben also etwas zu verlieren.
Ein Gnadenakt wäre das beste für alle, denn dann würde Cäsars Familie erben - und jeder seinen Posten behalten. Worauf Oktavian spekuliert: Bei einem Gnadenakt müsste der Senat zugeben, dass es ein verbrecherischer Mord war - und keine Heldentat.

Mark Anton läßt sich überzeugen - und geht zu Brutus. Er schlägt folgenden Deal vor: Man verzichtet auf die Deklaration des Tyrannenmordes, denn dann würden alle ihre Ämter verlieren und man müßte Neuwahlen ansetzen. Das Argument zieht tatsächlich. Man einigt sich drauf, ein Staatsbegräbnis abzuhalten, in dessen Verlauf beide Parteien Einigkeit demonstrieren - und dann geht der politische Alltag weiter wie immer.

Doch bei der Beerdigung zieht Mark Anton das Volk mit einer flammenden Rede auf seine Seite. Die Cäsarmörder bedauern bereits, Mark Anton nicht auch beseitigt zu haben.

Derweil werden die Kinder des Vorenus aus seinem Hause entführt. Pullo und Vorenus fragen Erastes Fulmen, wo sie sein könnten. Der gibt überraschend zu, die Töchter vergewaltigt und ermordet zu haben - und wird von Vorenus kurzerhand geköpft.






14, Sohn des Hades



Mark Anton geht, wie mit dem Senat vereinbart, weiterhin seinen Amtsgeschäften nach - und muss verblüfft hören, wie viele Leute sich jeden Tag über die Zunahme der Gewalt auf dem Aventin beklagen, seit Erastes tot ist.
Er sucht Vorenus auf und befiehlt ihm, auf dem Aventin für Ruhe und Ordnung zu sorgen. Vorenus kann nicht ablehnen - schließlich war er nicht da, um Cäsar zu helfen.
Dazu muss er die dortigen Gangsterbanden gehörig einschüchtern - was auch gelingt. Bald wird er der "Sohn des Hades" genannt. Was etwas überrascht: alle durften ihre Posten behalten, sogar die Mörder - wieso also nicht Senator Vorenus? Der Film verliert kein Wort darüber und über den Verbleib seines Magistraten-Amtes (und die damit verbundenen Klienten und Einkünfte).

Cleopatra verhandelt in Rom mit Mark Anton über die Bedingungen, zu denen Rom ihr weiterhin Waffenhilfe gewährt. Das Bündnis mit Rom kostet Ägypten etliche Schiffe Getreide. Es gelingt ihr nicht, Caesarion als Cäsars leiblichen Sohn anerkennen zu lassen - denn den Namen hat ja Oktavian schon geerbt.

Der hat hochfliegende Ambitionen. Da Mark Anton ihm Cäsars Erbe nicht gibt, hat Oktavian eine hohe Hypothek aufgenommen. Mit dieser erfüllt er Cäsars Testament: Er zahlt den Bürgern ihr Geldgeschenk aus - und kauft sich damit Popularität. Dies führt zu einem erbitterten Zerwürfnis mit Mark Anton.

Aus dem Nichts taucht plötzlich eine Nebenfigur auf: Levi, der strenggläubige Bruder von Timon.





15, Dies sind die Worte von Marcus Tullius Cicero



Marcus Antonius schüchtert Cicero gehörig ein, damit dieser ihn im Senat unterstützt. Er will Cäsars Provinz Gallien - die aber schon jemand anderem zugesprochen wurde. Doch Cicero flüchtet und läßt eine Stellungnahme verlesen - in der er Mark Anton als einen verantwortungslosen Diktator darstellt.
Brutus bemüht sich derweil in Bithynien, eine neue Armee aufzustellen, und seine Mutter hat in Duro einen Sklaven gefunden, der bereit ist, im Hause der Atia zu arbeiten - und sie zu vergiften.





16, Testudo et Lepus



Gemeint sind "Schildkröte" (wenn die römischen Soldaten sich hinter einer Wand von Schilden verbergen) und "Hase" (das Sternbild im Winter). In der Handlung wird aber auch eine Geschichte erwähnt, die wir als "Hase und Igel" kennen.

Duro gelingt es zwar, Atias Essen zu vergiften - doch es kostet ihre Dienerin davon. Als diese stirbt, fliegt Servilias Plan auf. Atia rächt sich bitterlich - und Timo begeht wie üblich kleiner und größere Gewalttaten in ihrem Namen - doch diesmal kommen ihm Zweifel. Er wendet sich von Atia ab.

Cicero bedrängt Okatvian, gegen Mark Anton zu kämpfen, da dieser mit seinen Territorialansprüchen inzwischen eine Gefahr für Rom darstellt. Der Senat stellt ihm dazu eigene Truppen unter der Leitung der Konsuln zur Verfügung. Gemeinsam gewinnen sie auch eine Schlacht (nicht den Krieg) gegen Mark Anton, doch die beiden Konsuln fallen dabei. Ihre Posten wären neu zu vergeben.

Inzwischen gelingt es der verschleppten Lyde, sich aus den Fängen der Sklavenhändler zu befreien. Sie eilt nach Rom und erzählt Vorenus, dass seine Kinder noch leben (warum Erastes das Gegenteil behauptet hat, bleibt sein Geheimnis). Sofort befreien Pullo und Vorenus sie aus den Fängen ihres neuen Besitzers. Die Freude der Kinder hält sich in Grenzen.





17, Helden der Republik



Gemeint sind eigentlich die Königsmörder, die einst die römische Republik begründeten. Cäsars Mörder sahen sich in dieser Tradition.
Im Juli 43 v. Chr. überschreitet Oktavian den Rubikon - und setzt den Senat unter Druck, man solle ihn zum Konsul ernennen. Mit 19 ist er dafür zwar hoffnungslos zu jung - doch der Senat braucht ihn und genehmigt das.
Im Oktober bildet Oktavian mit Mark Anton und Lepidus ein Triumvirat. Das ist eine böse Überraschung für die Cäsarmörder, die gehofft hatten, Oktavian und Mark Anton würden sich im Krieg gegeneinander aufreiben - und Brutus bräuchte dann nur noch die Reste zu vernichten.





18, Philippi



Oktober 42 v. Chr: Die vereinten Triumvirats-Truppen schlagen die Cäsarmörder bei Philippi (Mazedonien) vernichtend. Nun ist der Weg frei für die Macht in Rom. Das Triumvirat beginnt als erstes mit umfangreichen Säuberungsaktionen, um auch noch den letzten politischen Gegner aus dem Weg zu räumen. Pullo ("Bild war dabei", siehe oben unter "Beschreibung") darf Cicero ermorden (am 7. Dezember - wenn es eigentlich zu kalt ist für Pfirsiche und Picknick im Grünen, wie der Film es zeigt).

Levi versucht, Timo dafür zu gewinnen, König Herodes von Judäa zu töten, der gerade in Rom weilt - und seine Macht auf Galiläa und Samarien ausweitet, indem er Mark Anton ein riesiges Bestechungsgeld zahlt.

Fakten:
* Diese Episode wurde im August 2006 gedreht.





19, Totenmaske



Servilia empfängt die Totenmaske ihres Sohnes Brutus. Daraufhin stößt sie vor Atias Haus wüste Verwünschungen aus - und nimmt sich in aller Öffentlichkeit das Leben. Das macht Eindruck.

Posca, der bei den Verhandlungen mit Herodes anwesend war, plant mit Maecenas, Mark Anton das Bestechungsgeld zu stehlen. Mark Anton beauftragt ausgerechnet Vorenus, Herodes' Geldkisten auzuladen.

Marc Anton heiratet Octavia, um sein Bündnis mit Oktavian zu festigen. Atia und Agrippa machen lange Gesichter: Sie hatte auf den Bräutigam gehofft, er auf die Braut.

Levi und Timon geraten über den Mord an Herodes in Streit - bei dem Levi tödlich verletzt wird.





20, Eine notwendige Fiktion



... bezieht sich darauf, dass Rom längst keine Republik mehr ist, aber der Schein gewahrt wird. Die neuen Machthaber üben Ämter aus, die ihnen formal legal vom Senat zugesprochen wurden.
Doch das Verhältnis ist nicht ungetrübt. Mark Anton hat versucht, seine beiden Partner um ihren Anteil am Bestechungsgeld zu betrügen. Und dann das noch: Vorenus will die Geldkisten gerade verladen, schwuppdiwupp sind alle seine Leute tot und die Bestechungsgelder weg.

Wie konnten die Täter von der streng geheimen Aktion wissen? Wie sich herausstellt, hatte Töchterchen Vorena eine Affäre mit einem der Leute von Memmio (dem Anführer einer anderen Bande auf dem Aventin) - und alles ausgeplaudert, was sie bei Vati gehört und gesehen hat. So ein Luder!

Mark Anton wird von Oktavian nach Ägypten geschickt - offiziell als Botschafter, in Wirklichkeit aber, um in Rom endlich ungestört regieren zu können. Posca und Vorenus begleiten ihn, denn in Rom ist er bei seinen Leuten unten durch. In Ägypten geht Mark der Kleopatra auf den Leim. Oktavian passiert dasselbe mit Livia - die er prompt heiratet. Pullo hat weniger Glück. Seine Frau Irene stirbt im Kindbett.






21, Deus impeditio esuritori nullus

... heißt "Selbst ein Gott kann keinen hungrigen Mann aufhalten".

Nach visuellen Experimenten in Staffel 1 kehrt man hier zu dem vertrauten glamourösen Look zurück, den man von anderen Cleopatra-Verfilmungen her kennt (allerdings wirkt das weitläufige Alexandria immer noch etwas beengt und kleinteilig).
In Rom herrscht Hungersnot - da Mark Anton in Alexandria die Getreidelieferungen blockiert. Er will so einen Krieg zwischen ihm und Oktavian provozieren. Er traut sich nicht, ihm einfach selbst den Krieg zu erklären, denn dann würde er seine Sympathien beim Volk verspielen.

Oktavian aber läßt sich nicht aus der Ruhe bringen. Er entsendet Atia und Oktavia , um ihn um Getreide zu bitten. Doch Mark sieht seine Chance gekommen - er empfängt die beiden (immerhin seine Geliebte und seine Ehefrau) nicht (eine schwache Szene - so unglaubwürdig wie ein Bauernschwank). Nach diesem Affront muss Oktavian einfach Krieg führen - was er auch tut. Posca ist mit den beiden Frauen zurück nach Rom gereist und plaudert nun bei Oktavian nützliche ägyptische Staatsgeheimnisse aus.

Pullo ist in Vorenus' Abwesenheit der neue Boss auf dem Aventin. Er hat mit Kellnerin Gaia ein neues Leben angefangen. Als sie schwer krank wird, gesteht sie auf dem Sterbebett, Irene vergiftet zu haben, um an Pullo ranzukommen. Pullo ist davon so erschüttert, dass er Allem den Rücken kehrt und wieder zur Armee geht. Er zieht mit Oktavian nach Ägypten.





22, De patre vostro

... heißt "über deinen Vater".

32 v. Chr. verliert das Liebespaar die Schlacht von Actium. Kleopatra versucht noch, den Sieger Oktavian auf ihre Seite zu ziehen - doch das mißlingt. Nach ihrem Freitod, will Oktavian auch Caesarion ermorden lassen.
Eigentlich kein Problem, doch Pullo ist fest überzeugt, dass er der leibliche Vater des Jungen ist (gezeugt in Staffel 1, Episode 8). Also fliehen er und Vorenus mit dem Kind und schlagen sich nach Italien durch. Vorenus ist bei der Verteidigung von Caesarion schwer verwundet worden. Er stirbt in Rom im Kreise seiner kleinen Rest-Familie - während Oktavian einen Triumphzug für seinen Sieg in Ägypten abhält.
Bei dem farbenfreudigen Spektakel muss Atia erkennen, dass sie zwar die mächtigste Frau Roms geworden ist (nach Livia) - aber auch einsam. Alle, die ihr etwas bedeuteten, sind tot oder fort - oder haben sich von ihr abgewendet.

Pullo erstattet Oktavian Bericht, dass er Caesarion angeblich ermordet habe - und kassiert die versprochene Belohnung.
Doch der Junge lebt. Er und Pullo bleiben in Rom - das unter Oktavian einem goldenen Zeitalter entgegengeht.

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