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Name - Cover Übersicht

zehn Gebote, Die

Originaltitel:Ten Commandments, The
Premiere im Jahr:1956
Regie:Cecil B. DeMille
Handlung spielt im Jahr:1249 vor Christus
Kultur:Israel, Ägypter
Darsteller:Charlton Heston ... Moses

Yul Brynner ... Pharao Ramses II

Anne Baxter ... Prinzessin Nefretiri

Cedric Hardwicke ... Pharao Sethos I

Edward G. Robinson ... Datan, der jüdische Aufseher

Yvonne De Carlo ... Zippora, Moses' Frau

Eduard Franz ... Jethro, Zipporas Vater

John Derek ... Josua, der Steinmetz

Debra Paget ... Lilia, seine Frau

Nina Foch ... Prinzessin Baket, Pharao Setis Schwester, Moses' Adoptivmutter

Judith Anderson ... Memnet, ihre Dienerin

Henry Wilcoxon ... Kommandant der Wache

Martha Scott ... Jochebet, Moses' leibliche Mutter

Vincent Price ... Baka, der ägyptische Aufseher

John Carradine ... Aaron, Moses' Bruder

Olive Deering ... Miriam, Moses' Schwester

Donald Curtis ... Meret, der die Heiligen Schriften aufbewahrt

Gordon Mitchell ... Wache / Sänftenträger

Patricia Hitchcock ... Hofdame

Robert Vaughn ... Statist

Fraser Heston ... Moses als Kind

Cecil B. DeMille ... spricht das Vorwort

Stand:20. März 2010
Crew:Drehbuch ... Æneas MacKenzie, Jesse Lasky Jr., Jack Gariss, Fredric M. Frank

Produzent ... Cecil B. DeMille

Filmkamera (Cinematography) ... Loyal Griggs

Filmschnitt (Film Editing) ... Anne Bauchens

Art Direction ... Albert Nozaki, Hal Pereira, Walter H. Tyler

Kostüme ... Arnold Friberg, Edith Head, Dorothy Jeakins, John Jensen, Ralph Jester

Musik ... Elmer Bernstein

Außenaufnahmen ... Ägypten: Luxor - USA: Sanddünen von Guadalupe, Red Rock Canyon State Park (Kalifornien)

Innenaufnahmen ... USA: Paramount Studios, Hollywood

Filmgesellschaft:Paramount
Land:USA
zehn Gebote, Die bei Amazon
Bücher/CD/DVD bei Amazon
Bewertung:
Max. 5 Sterne
- guter Film
- Film von besonderem Interesse

 

Monumentalfilm, 208 Minuten

Einer der bekanntesten und meistgezeigten Monumentalfilme aller Zeiten.


Kurzinhalt:

Moses wächst als Findelkind am Hofe des Pharao auf - bis er herausfindet, dass er das Kind von denselben Juden ist, die der Pharao versklavt hat. Von nun an kämpft er für die Befreiung seines Volkes aus der Knechtschaft.



ansehen:

Wer sich für den Film interessiert, sollte auf jeden Fall eine DVD kaufen. Die Farben auf den DVDs sind deutlich frischer - und in der Regel enthalten sie den GANZEN Film, also inklusive Musik-Ouvertüre und Vorwort (das heißt: noch VOR dem Titel steht Regisseur DeMille persönlich vor einem großen Vorhang und gibt eine kurze Einführung zum Film, indem er von der großen Bedeutung der Geschichte des Moses für die Weltreligionen spricht. Das Fernsehen zeigt den Film immer ohne Ouvertüre und Vorwort).




Kritik:

Das ultimative Hollywood-Spektakel: Der Film vereint alles Gute und Schlechte, was Monumentalfilme zu bieten haben.

Plus: Trotz gewaltiger Massenszenen hat der Film ein Auge für viele liebevoll inszenierte Details (vor allem beim Auszug aus Ägypten) und zwischenmenschliche Beziehungen. Zudem sehen fast alle Spezialeffekte und die riesigen Kulissen auch nach über 50 Jahren noch gut aus. Daraus erwächst allerdings ein inhaltliches Problem: Wie können die Hebräer sich am Ende von einem Gott abwenden, der ihnen so gewaltige Wunderdinge bietet - wie z.B. die Plagen und das geteilte Meer?

Minus: Der Film hat viele Qualitäten - die Kostüme der Ägypter gehören nicht dazu. Die ultrakitschigen, von jeder archäologischen Exaktheit freien Wallawalla-Fummel gehen einem schon nach kurzer Zeit gehörig auf die Nerven. Pharao und die Bewohner seines Palastes sollen wohl Würde und Erhabenheit ausstrahlen - sehen aber schlicht albern aus. Das gilt leider auch für die Hauptperson: Während Heston als junger Moses durchaus überzeugen kann, wirkt er als alter Religionsstifter (mit künstlichen Bärten und pathetischen, weit ausholenden Gesten) vor allem lächerlich. Schlussendlich muss man schon sehr naive Vorstellungen von der Bibel haben, um das Spezialeffekt-Feuerwerk und die schwülstigen Plattitüden dieses Films ("Eitler Tand für Götzenanbeter", "Sie trinken den Wein des Begehrens und tun Böses vor dem Auge des Herrn") für religiös zu halten.






Fakten:

* Damals der längste und (mit 13 Millionen $) auch der teuerste Film aller Zeiten.

* DeMille ist im Original als der Sprecher zu hören, der das biblische Geschehen kommentiert. Es war sein letzter Film – er starb am 21.1.1959.

* Anders als im Film (und in der Bibel) haben die Hebräer nicht nur den einen Gott ihrer Väter verehrt. Neuere archäologische Funde beweisen, dass auch im Heiligen Land lange viele Götter verehrt wurden, bis sich der Monotheismus durchsetzte. Die Geschichte vom Goldenen Kalb erzählt von diesem Konkurrentkampf zwischen Poly- und Monotheismus. Mehr dazu in Biblische Detektivgeschichten (2009).

* Beim Auszug aus Ägypten finden wir zum ersten Mal ein Motiv, das in den 60er Jahren einmal zum Standard italienischer Monumentalfilme gehören wird: Das einsam in den Statisten-Massen umherirrende Kind.

* Man beachte, dass sich der Film um ein pikantes Detail herumdrückt: Prinzessin Nefretiri und Moses glauben, sie seien nahe Verwandte - trotzdem schmiedet man fleißig Heiratspläne. Am Ende heiratet sie Ramses II und bekommt ein Kind von ihm - obwohl Ramses eigentlich (genau wie sie) als leibliches Kind von Sethos vorgestellt wird und somit ihr Bruder (!) ist. Geschwisterehen waren bei den Pharaonen nicht unüblich - aber im Film traute sich niemand, das ausdrücklich zu erwähnen. Ramses II war tatsächlich mit einer Frau namens Nefertari verheiratet - aber die war NICHT seine Schwester.

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