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Ben Hur

Originaltitel:Ben Hur
Premiere im Jahr:1959
Regie:William Wyler
Handlung spielt im Jahr:30 nach Christus
Darsteller:Charlton Heston ... Juda Ben Hur

Martha Scott ... Miriam, seine Mutter

Cathy O'Donnell ... Tirza, seine Schwester

Haya Harareet ... Esther, seine Geliebte

Frank Thring ... Pontius Pilatus

Stephen Boyd ...Tribun Messala

Jack Hawkins ... General Quintus Arrius

Hugh Griffith ... Scheich Ilderim

Sam Jaffe ... Simonides

Finlay Currie ... Balthasar

Terence Longdon ... Drusus

George Relph ... Kaiser Tiberius

André Morell ... Sextus

Marina Berti ... Gast bei Arrius Fest, an der Seite von Ben Hur

Mino Doro ... Gratus

Joe Canutt ... Athlet an der Seite von Messala

Giuliano Gemma ... Badegast

José Greci ... Maria

Crew:Drehbuch ... Karl Tunberg, Christopher Fry, Maxwell Anderson, S.N. Behrman, Gore Vidal - nach dem Roman von Lewis Wallace (1880)

Produzenten ... Sam Zimbalist

Kamera (Cinematography) ... Robert Surtees

Schnitt (Film Editing) ... Ralph Winters, John Dunning

Art Direction ... Vittorio Valentini, William Horning, Edward Carfagno

Kostüme ... Elizabeth Haffenden

Musik ... Miklos Rozsa

Wagenrennen-Konzept ... Andrew Marton

Stunts ... Yakima Canutt

Studio ... Cinecittà (Rom)

Filmgesellschaft:Metro Goldwyn Mayer (MGM)
Land:USA
Ben Hur bei Amazon
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Bewertung:
Max. 5 Sterne
- unbedingt ansehen!
- Film von besonderem Interesse

 

Monumentalfilm, 222 Minuten
deutsche Version: 204 Minuten


Wahrscheinlich der berühmteste Monumentalfilm aller Zeiten.





ansehen:


* Inzwischen gibt es Blue-Rays, auf denen der Film in voller Größe (und Länge) zu sehen ist. Im Fernsehen wird normalerweise rechts und links ein Stück von dem superbreiten Breitwand-Bild abgeschnitten.

* Achten Sie beim Kauf einer DVD oder Blue-Ray darauf, dass die superinteressante Dokumentation Ben Hur - The Making of an Epic (1993) als Bonus dabei ist.




Kurzinhalt:

Ben Hur lässt von der Dachterrasse seines Hauses aus Versehen einen Stein auf den neuen Statthalter von Jerusalem fallen - das macht ihn und seinen römischen Freund Messala zu Feinden, denn Messala schickt Juda nun wegen des angeblichen Attentates als Rudersklave auf die Galeeren. Judas Schiff sinkt bei einer Seeschlacht unter General Arrius. Da er dem General das Leben rettet, wird er von ihm adoptiert. Nun gehört er zur Schickeria von Rom und kann sich ein teures Hobby leisten: die Teilnahme an Wagenrennen. Als der beste Wagenlenker von Rom nimmt er dann an einem Rennen in Jerusalem teil, bei dem er Messala besiegt und völlig vernichtet. Doch diese Rache gibt ihm kein Gefühl der Befriedigung. Das findet er erst, als er die neue Lehre des Jesus Christus kennenlernt, der Vergebung und Nächstenliebe predigt.





Kritik:


Plus: Ein Klassiker!

Minus: Die Jahrzehnte sind nicht spurlos an dem Film vorübergegangen. Wir wissen heutzutage mehr über das alte Rom als 1959 und können über die kitschige Ausstattung nur noch grinsen.
Die Handlung ist oft zäh wie ein Kaugummi. Besonders die Dialoge sind manchmal unglaublich dröge. Man könnte den Film ohne Probleme mindestens um die Hälfte kürzen - die meisten Zuschauer würden es wahrscheinlich gar nicht merken.





Fakten:


* Alleine in Frankreich 14 Millionen Kinobesucher.

* 50.000 Statisten, über 350 Sprechrollen, 100.000 Kostüme, 14 oder 16 Millionen $ Kosten und mehr als 80 Millionen $ Einspielergebnisse beim ersten Kinoverleih, 11 Oscars (erst Titanic erreichte 1998 genauso viele)

* Regisseur Wyler hatte Erfahrung: Er war Assistent beim Wagenrennen von Ben Hur 1925.

* Ben Hur lebt. Es gibt eine Neuverfilmung (2010) und mehrere Events in großen Arenen (2009 und 2010).





Ein Erfahrungsbericht aus dem Jahre 1999:

Ben Hur im Garten von Schloss Gottesaue
(anlässlich des 40sten Jubiläums der Uraufführung)


Ist Ben Hur überhaupt noch eine Geschichte, die Leute von heute interessiert? Um das herauszufinden, besuchte unsere Redaktion eine Vorführung des Filmes im Sommer-Open-Air-Kino von Schloss Gottesaue (Karlsruhe / Deutschland).

Die lange Musikouvertüre vor dem Vorspann irritierte die jüngeren Zuschauer. Die meisten dachten, das wäre schon der Anfang vom Film - und man hätte vergessen, die Lampe vom Projektor einzuschalten, so dass kein Bild auf der Leinwand war. Pfiffe und ungeduldiges Gejohle bis dann endlich der eigentliche Film anfing (und alle merkten, dass sie nichts verpasst hatten).


An drei Stellen hat das Publikum herzlich gelacht:
1, Messala besucht die Familie von Ben Hur und schenkt ihnen ein paar Beutestücke von seinen Feldzügen. Er sagt über die Hauptstadt eines fremden Reiches, dass es die schönste Stadt sei, die er je gesehen hätte. Dann fügt er hinzu: "Sie war es. Denn wir haben sie dem Erdboden gleichgemacht."

2, Bei der Seeschlacht. Denn es ist allzu offensichtlich, dass die Galeeren in Wirklichkeit nur kleine Modellschiffchen sind. Zusammen mit der pompösen Musik war das für die Zuschauer unfreiwillig komisch.

3, Scheich Ilderim sagt zu Ben Hur, er wolle nur schnell seinen Kindern Gute Nacht sagen. Dann öffnet sich ein Vorhang - und die Pferde des Scheichs kommen herein.


Je länger der Film dauerte, desto größer wurde die allgemeine Ungeduld und Unruhe, weil alle endlich das Wagenrennen sehen wollten. Dieses war dann die einzige Szene, der ungeteilte Aufmerksamkeit und atemlose Spannung vergönnt war. Unmittelbar danach gingen die ersten Zuschauer schon nach Hause.


Fazit:
Das gemächliche Tempo vieler Dialoge war für viele Zuschauer eine arge Geduldsprobe. Dennoch wurde der Film insgesamt durchaus wohlwollend von dem überwiegend studentischen Publikum aufgenommen. Ben Hur schien noch zu funktionieren und sein Publikum zu finden (zumindest damals). Gute Vorzeichen also für weitere Ben-Hur-Projekte.

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