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Alexander der Große - der Makedonier
| Originaltitel: | Alexandre le Grand - le Macédonien |
| Premiere im Jahr: | 2011 |
| Regie: | Dokumentation |
| Handlung spielt im Jahr: | 336 vor Christus |
| Kultur: | Griechen |
| Darsteller: | Jonathan Hostier ... Alexander der Große
Polyxenie Adam-Veleni (Direktorin des Archäologischen Museum Thessaloniki) Chrysoula Saatsoglou Paliadeli (Professorin an der Aristoteles-Universität Thessaloniki) Athanasia Kyriakou (Aristoteles-Universität Thessaloniki) Sophie Descamps-Lequime (Chefkonservatorin im Louvre, Paris) Pascal Torres Guardiola (Konservator des Kulturerbes im Louvre, Paris) Angeliki Kottaridi (Direktorin der Altertümerverwaltung von Pella und Imathia) Maria Lilimpaki-Akamati (Ehrenvorsitzende der Altertümerverwaltung von Pella und Imathia) Katerina Peristeri (Direktorin der Altertümerverwaltung von Serres) |
| Stand: | 9. Juli 2013 |
| Crew: | Regie Bernard George
Produzenten ... Cathérine Derosier-Pouchous (Le Musée du Louvre), Heike Lettau (Arte), Claudine Planty (Arte) Redakteure ... Anne-Laure Négrin (Arte), Olaf Grunert (Arte), Ariana Meintana (ERT) wissenschaftliche Beratung ... Sophie Descamps-Lequime (Louvre) Kamera (Cinematography) ... Jean-Louis Laforêt Schnitt (Film Editing) ... Elke Hartmann, Anne Renardet Musik ... Baccherini Außenaufnahmen ... Agai, Amphipolis, Pella, Mieza (Griechenland) Drehbuch (Schauspiel-Szenen) ... nach dem Essay Le Tigre bleu de l'Euphrate von Laurent Gaudé (2002) Art Direction (Schauspiel-Szenen) ... Julien Richard |
| Filmgesellschaft: | Le Musée du Louvre
Arte (France) Les Films du Tambour de Soie Minimal Films Elliniki Radiofonia Tileorasi (ERT / Griechisches Fernsehen) |
| Land: | Frankreich |
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| Bewertung: Max. 5 Sterne | |
| Dokumentarfilm, 51 Minuten
mit Schauspiel-Szenen Erstsendung: 13. November 2011 (Arte) KurzinhaltDer Film beschäftigt sich hauptsächlich mit der Jugend von Alexander dem Großen und widerlegt zahlreiche Vorurteile über das antike Makedonien. Die Wissenschaftler, die im Film sprechen, beschränken sich auf die neuesten archäologische Erkenntnisse. Altbekanntes, das schon in zahlreichen anderen Filmen war (z.B. Alexanders zahlreiche siegreiche Schlachten), wird in Reenactment-Szenen nacherzählt, in denen Alexander lange Selbstgespräche führt (derweil Pluto, der Herr der Unterwelt, schon auf ihn wartet).KritikPlus: Kann man über das stark abgenutztes Thema "Alexander der Große" noch etwas Neues erzählen? Und ob, man kann! Der Film funktioniert wie ein Update. Altbekanntes wird nur kurz erwähnt - Neues lang und ausführlich. Am Ende ist der Zuschauer auf dem neuesten Stand der Erkenntnisse.Minus: Die Idee, Alexander selbst zu Wort kommen zu lassen, funktioniert nicht. Die Schauspiel-Szenen wirken seltsam deplaziert. Der Kontrast zu dem Faktenwissen der Archäologen ist zu groß. InhaltDer Film beginnt mit einer Frage: "Was wissen wir wirklich über Alexander und die Welt, aus der er stammt?"Makedonien war damals kein armes, sondern ein reiches Land. Der Grund für diesen Reichtum war die Hafenstadt Amphipolis, in der der Handel blühte. Der Palast von Alexanders Vater (erbaut 350 bis 336 vor Christus) in der Hauptstadt Agai war keineswegs das Haus eines Barbaren, sondern ein sehr großer Regierungssitz mit prachtvoll dekorierten Räumen (unter anderem das allererste Peristyl in der griechischen Architektur. Der Palast war ein öffentliches Gebäude, in dem sich sich der König mit dem Adel und der Oberschicht traf (das Perystil hatte Platz für 3500 Leute). Die private Wohnung des Königs war in Pella, der größten Stadt Makedoniens. Hier verbrachte Alexander seine Kindheit. Pella war erstaunlich modern. Die Straßen hatten Abwasserleitungen (man höre und staune) und zahlreiche große Privathäuser. Daraus kann man schließen, dass der Lebensstandard ziemlich hoch war. Alexander ging in Mieza zur Schule. Aristoteles unterrichtete hier an seiner eigenen Schule, die man "die erste Universität der Welt" nennen kann. Nicht nur Alexander war hier Student, sondern auch die Söhne des Adels, der Offiziere und der Oberschicht. Die Leute, die später mit Alexander zusammen gegen die Perser gekämpft haben, kannten sich also schon seit ihrer Schulzeit. Viele waren sogar lebenslange Freunde. Kein Wunder also, dass viele Generäle später während der Feldzüge blindes Vertrauen zu Alexander hatten und ihm bis an die Grenzen Indiens folgten. Der Film endet mit zwei Grabstätten. Das eine Grab gehörte einem griechischen Veteranen, der das Vertrauen zu Alexander verloren hatte. Er verließe den Feldzug und ging zurück nach Makedonien. Das andere Grab ist bemerkenswert ungewöhnlich: Es enthielt eine Art Eimer mit der Asche eines Verstorbenen - und einem goldenen Eichenlaub-Kranz. Die Archäologen vermuten, dass dies die Asche von Alexander IV ist, dem Sohn Alexanders des Großen. |



