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Rom ist in der kleinsten Hütte

Originaltitel:Rom ist in der kleinsten Hütte
Premiere im Jahr:1982
Regie:Michael Mackenroth
Handlung spielt im Jahr:200 nach Christus
Darsteller:Siegfried Wischnewski ... Präfekt Cajus Narcissus Africanus

Peer Augustinski ... sein Diener Marius Septimus

Ulrike Luderer ... Irmingard, die Freundin des Dieners

Peter Seum ... Hylatus, ein Legionär

Esther Gemsch ... Sigrune, seine Freundin aus dem Dorf

Arthur Brauss ... Varus Maximus, Legatus des Römerlagers

Günter Strack ... der Wirt im Dorf

Christiane Maybach ... Gertrud, seine Frau

Ernst Fritz Fürbringer ... der alte Römer

Erwin Geisler ... der Aquilifer des Römerlagers

Walter Jokisch ... Hermann, der Bauunternehmer im Dorf

Karl Lieffen ... ein Schauspieler und Dichter aus Rom

Alf Marholm ... Clarus, ein Freund des Präfekten

Günter Meisner ... der Arzt des Römerlagers

Heinz Meier ... Tertius Tullius

Ilsemarie Schnering ... die Heilerin

Jusup Wilkosz ... der Schmied im Dorf

Crew:Drehbuch ... Urs Eplinius, Robert Wolfgang Schnell

Redaktion ... Frank Scharf, Christoph Mattner

Kamera (Cinematography) ... Immo Rentz

Schnitt (Film Editing) ... Katrin Eplinius

Art Direction ... Jost Bednar

Kostüme ... Sieglinde Hartmann-Fuchsius

Musik ... Birger Heymann

Studio ... SWR, Baden-Baden

Außenaufnahmen ... ein Steinbruch in der Nähe von Baden-Baden

Filmgesellschaft:Werbung im Südwestfunk GmbH
Polyphon Film-&-Fernsehgesellschaft mbH
Bücher/CD/DVD bei Amazon
Bewertung:
Max. 5 Sterne
- guter Film

 

Fernsehserie,
13 Episoden à 25 Minuten




Kurzinhalt
Germania Superior im 2. Jahrhundert nach Christus: Im Römerlager Silva tritt ein neuer Präfekt seinen Dienst an. Daraus versucht nun jeder, einen Nutzen zu ziehen: Der Bauunternehmer will die römischen Unterkünfte renovieren, der Diener will die Genehmigung, eine Einheimische heiraten zu dürfen, der Wirt will ein Fest, damit er Wein verkaufen kann, usw.





Kritik
Insgesamt eine zu Unrecht fast vergessene und viel zu selten gezeigte Serie (der letzte Sendetermin war 1992!). Warum hebt die ARD ihre Schätze nicht und gibt Serien wie diese als DVD heraus (oder zeigt sie auf ARD Festival)?

Plus: realistische Kostüme und Kulissen vermittelt einen guten Eindruck, wie das Leben im römischen Germanien ausgesehen haben könnte.
Sehr gute Schauspieler in unterhaltsamen kleinen Alltagsgeschichten. Man kann nachvollziehen, wie römische Lebensart langsam die eroberten Völker durchdringt - und die Römer umgekehrt langsam heimisch werden.

Minus: Langsames Tempo. Zu viele Dialoge und Nebenhandlungen lenken zu sehr ab von den Hauptfiguren und ihren Problemen. Das ermüdet. Merke: In der Kürze liegt die Würze.





Fakten

* Jusup Wilkosz gilt als einer der erfolgreichsten deutschen Bodybuilder aller Zeiten.

* Hylates war der Stadtgott der Stadt Kurion (Zypern). Die Eltern des Soldaten Hylatus kommen also wahrscheinlich aus Zypern.





Episodenliste:
SPOILER Warnung!


Narcissus, Legatus & Co – Beobachtungen zur Serie
Making of und Dokumentation über die Römer in Germanien (gezeigt direkt vor Episode 1).

1, Der neue Präfekt kommt
Der alte Präfekt verlässt Silva, und ein neuer kommt. Sein Diener Marius macht gleich am ersten Tag der Germanin Irmingard schöne Augen. Der Bauunternehmer Hermann bemüht sich um den Auftrag, das Wohnhaus des Präfekten renovieren zu dürfen. Hylatus und die Germanin Sigrune sind ein Paar. Sigrune will unbedingt nach Rom, wo Hylatus zu Hause ist.

2, Die Renovierung des Hauses
Hermann hat den Renovierungs-Auftrag bekommen. Der neue Präfekt Narcissus muss im Römerlager wohnen, bis sein Haus fertig ist. Hermann wird bei einem kleinen Betrug erwischt: Er verkauft alte Fliesen als neue. Außerdem ist die Fußbodenheizung undicht: das ganze Haus ist voller Rauch. Hermann bekommt also kein Geld. Wegen des Betrugs droht der Legatus, einen Untersuchungsrichter holen zu lassen. Das kann Hermann abwenden, indem er den Legatus besticht. Er hat also kein Geld verdient und obendrein auch noch Geld bezahlen müssen - bisher läuft das Geschäft schlecht.

3, Haushälterin gesucht
Der Präfekt ist mit dem Essen unzufrieden. Die alte Köchin Grandida, die seinem Vorgänger diente, will den Lebensabend bei ihren Kindern verbringen. Seither kocht sein Diener. Hermann, will dass Irmingard als Köchin arbeitet, damit sie den Präfekten ausspionieren kann. Aber ihr Vater, der Wirt, benötigt sie als Kellnerin.
Auf dem Markt im Nachbardorf kauft der Aquilifer also die Köchin Greta.

4, Einquartierung
Der Legatus will neue Quartiere für die Soldaten bauen und lässt die alten Kasernen abreißen. Die Soldaten werden solange im Dorf einquartiert. 6 Soldaten wohnen beim Schmied, Hylatus und 19 Kameraden wohnen im Wirtshaus, Marius bei Grandida. Weil Hylatus mit Sigrune erwischt wurde, muss er zur Strafe die ganze Nacht Wache halten. Seine Kameraden saufen derweil beim Wirt. Das ist verboten, deswegen müssen sie strafexerzieren.
Marius und Irmingard möchten zusammen wohnen - aber wo? Im Dorf ist gar kein Platz mehr.

5, Der Steuerprüfer aus Trier

6 Silva... verliebt

7, Der alte Römer
Ein alter Mann kommt nach Silva und wohnt bei Grandida. Der Wirt ersetzt seine Theke aus Holz durch eine römische Theke aus Stein. Marius und Irmingard wollen heiraten, aber der Präfekt verbietet es. Er braucht seinen Diener. Hylatus will Sigrune heiraten, aber der Legatus verbietet es - aus Prinzip. Er bittet den Präfekten, ein generelles Heiratsverbot zu erlassen, damit die Soldaten nicht unter germanischen Einfluss geraten. Sie beschließen, künftig die römischen Götter in öffentlichen Zeremonien zu verehren, damit die Germanen sehen, dass Rom der Herr in Germanien ist.
Marius und Hylatus sind frustriert. Sie wollen den Beistand der Göttin Victoria. Zu diesem Zweck stehlen sie eine Victoria-Statue von einem Tempeldach.

8, Hilft Victoria?
Hylatus und Sigrune, Marius und Irmingard beten gemeinsam zu Viktoria: Sie wollen ihre treuen Diener sein, wenn sie ihnen bei der Heiratserlaubnis hilft. Doch im Moment sieht es nicht danach aus. Der Legatus will Hylatus erst entlassen, wenn die Dienstzeit von 5 Jahren um ist. Der alte Römer wohnt immer noch bei Grandida - als ein Bote aus Mainz zum Präfekten kommt. Er hat eine Nachricht vom Gericht: Der alte Römer wird steckbrieflich gesucht, denn er hat einen Juwelier überfallen und in Mainz die Legionskasse gestohlen. Aber als die Legionäre bei Grandida sind, ist der Alte schon geflüchtet. Marius kündigt seinen Dienst beim Präfekten.

9, Der kranke Clarus
Clarus, ein Präfekt aus der Schweiz, besucht den Präfekten von Silva. Inzwischen ist auch endlich der Arzt in Silva angekommen, der dem Lager zugeteilt wurde. Er diagnosiziert Gicht bei Clarus und verbietet ihm Birnenschnaps und Wachtelpastete und verordnet medizinische Bäder. Doch statt zu den Thermalbädern geht Clarus zu einer Sulis-Priesterin. Sulis ist eine heimische Göttin, sie vertreibt die bösen Geister.
Marius bekommt bei seiner Entlassung aus dem Militär ein Grundstück geschenkt. Marius und Irmingard wollen gerne bei Grandida wohnen und dieses Stück Land beackern. Grandida ist einverstanden, aber Hermann ist unzufrieden. Er möchte, dass die beiden bei ihm wohnen, damit sie sich um ihn kümmern können, wenn er alt ist.

10, Das Fest
Clarus ist wieder gesund. Der Präfekt will aus diesem Anlass (und aufgrund des Beschlusses aus Episode 7) ein großes Fest feiern. Ein Dichter aus Rom wird eingeladen, um auf dem Fest klassische Texte zu rezitieren.
Hermann besticht den Präfekten, damit er Marius ein anderes Grundstück gibt. Eines, das sich für Ackerbau nicht eignet und etwas weiter weg liegt. Damit durchkreuzt er die Pläne von Marius und Irmingard. Hylatus bittet immer wieder um die Erlaubnis, Sigrune heiraten zu dürfen. Der Legatus lässt ihn zur Disziplinierung Helme und Brustpanzer polieren und den Hof fegen. Sigrune will immer noch nach Rom und ist enttäuscht: So wird das nie was.
Beim treten zwei Gladiatoren auf. Der bärenstarke Schmied von Silva kann einen der beiden niederringen. Die Gedichte des Künstlers finden keinen Anklang. Das ist zu vornehm für die Germanen. Marius hat erkannt, dass Hermann ihm sein Land weggenommen hat und ist wütend. Da er fast zur Familie gehört, muss er aber trotzdem beim Fest in der Kneipe mithelfen.

11, Die Idee des Legatus
Clarus geht zurück nach Helvetia, der Dichter geht zurück nach Rom. Marius bekommt am Ende doch das Grundstück in der Nähe von Grandidas Haus. Der Legatus hat inzwischen die Nase voll von Hylatus, der ständig mit der Heiratserlaubnis nervt. Da Marius ja nun entlassen wird, hat der Legatus eine Idee: Er schlägt Hylatus vor, beim Präfekten als neuer Diener zu arbeiten. Dann ist er ihn los. Sigrune schöpft neue Hoffnung: Auf diese Weise kommt Hylatus vielleicht doch noch nach Rom. Denn der Präfekt hat um Versetzung gebeten. Ihm gefällt es nicht in Germanien. Wenn er nach Rom geht, nimmt er seinen neuen Diener bestimmt mit.

12 Die Leiden des Narcissus
Marius arbeitet Hylatus ein als Diener und Fahrer. Für die beiden läuft es gut. Sie danken Victoria und stellen die Statue auf das Tempeldach zurück.
Der Präfekt hat Leberbeschwerden. Der Arzt schickt ihn nach Aquae zur Bäder-Kur. Hylatus soll den Präfekten im Wagen fahren, aber noch in Silva verunglückt die Kutsche. Der Präfekt hat sich verletzt und entlässt Hylatus, den er für den Unfall verantwortlich macht. Hylatus ist nun also wieder Soldat.

13 Der Freudentag
Hylatus ist wieder dem Legatus ausgeliefert und muss den Hof fegen - wieder einmal. Sigrune hält Hylatus für einen Versager und verlässt ihn. Jetzt wirft sie sich anderen Römern an den Hals. Den Anfang macht Longus, der neue Fahrer des Präfekten. Doch dann kommt ein Brief aus Mainz. Die Versetzung des Präfekten wurde abgelehnt. Der Präfekt und Longus werden also noch eine Weile in Silva bleiben. Sigrune lässt Longus unverzüglich sitzen - und macht dem Legatus schöne Augen.
Marius und Irmingard kümmert das alles nicht mehr. Sie heiraten - und sind am Ziel ihrer Wünsche.






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