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Leben des Brian, Das
| Originaltitel: | Life of Brian |
| Premiere im Jahr: | 1979 |
| Regie: | Terry Jones |
| Handlung spielt im Jahr: | 30 nach Christus |
| Darsteller: | Graham Chapman ... Brian / Nebenrollen
John Cleese ... Reg, Volksfront-Chef / Zenturio / Steinigungs-Chef / Nebenrollen Eric Idle ... Loretta von der Volksfront / Händler / Sänger / Nebenrollen Terry Jones ... Brians Mutter / Eremit / Nebenrollen Michael Palin ... Pontius Pilatus / Bettler / Kreuzigungs-Chef / Nebenrollen Terry Gilliam ... Gefängniswärter / Nebenrollen Sue Jones-Davies ... Judith von der Volksfront Terence Bayler ... Zuschauer bei der Bergpredigt Carol Cleveland ... seine Frau Kenneth Colley ... Jesus Christus John Young ... Matthias, der die Volksfront versteckt / Steinigungs-Opfer Gwen Taylor ... Zuschauerin bei der Bergpredigt George Harrison ... Besitzer des Berges für Brians geplante Predigt |
| Stand: | 07.01.2010 |
| Crew: | Drehbuch ... Graham Chapman, John Cleese, Terry Gilliam, Eric Idle, Terry Jones, Michael Palin
Produzenten... John Goldstone, George Harrison Kamera (Cinematography) ... Peter Biziou Schnitt (Film Editing) ... Julian Doyle Art Direction ... Terry Gilliam Kostüme ... Charles Knode, Hazel Pethig Musik ... Geoffrey Burgon Lied Always Look at the Bright Side ... Eric Idle Außenaufnahmen ... Tunesien: u.a. in der Festung von Monastir (Jerusalem-Szenen) und Karthago (Amphitheater) |
| Filmgesellschaft: | Handmade FIlms
Python (Monty) Pictures |
| Land: | England |
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| Bewertung: Max. 5 Sterne | |
Satire, 94 Minuten
Kurzinhalt:Der Widerstandskämpfer Brian und Jesus Christus werden am selben Tag geboren und leben in derselben Gegend - kein Wunder also, dass sich ihre Wege gelegentlich kreuzen. Als Brian aus der Bergpredigt zitiert, hält ihn eine begeisterte Menge prompt für einen Erlöser (nicht für DEN Erlöser) und folgt ihm nach. Brian versucht mehrmals, das Missverständnis aufzuklären - doch vergeblich. Die römische Obrigkeit ist von alldem nicht begeistert - die Widerstandskämpfer aus seiner Gruppe dagegen sehr...ansehen:Im Fernsehen wird der Film leider oft im 4:3-Format gezeigt (das heißt: rechts und links wird ein Stück vom Bild abgeschnitten).Auf DVD ist der Film im Format 16:9 zu sehen. Das ist gut so, denn die visuellen Gags kann man nur verstehen, wenn man das ganze Bild sieht. Kritik:Der Film hat eine Aussage: Die Menschen sollen nicht blindlings religiösen (und politischen!) Führern nachlaufen, sondern sich selbst Gedanken machen. Es geht also um menschliche Dummheit und Verblendung - und nicht um Gotteslästerung. Dies ist so klar herausgearbeitet, dass man sich wundert, warum vor 30 Jahren (und zum Teil auch heute noch) so viele Menschen gegen den Film auf die Barrikaden gegangen sind. Der Humor ist insgesamt zwar aggressiv, dient aber stets der Aussage und ist nicht gerichtet gegen religiöse Gefühle. Die Dialoge sind keine Parodie auf die gehobene Sprache von Bibelfilmen, sondern moderne Alltagssprache. Man kann sich gut vorstellen, dass die antiken Bewohner von Jerusalem sich so oder so ähnlich auch in ihrer Umgangssprache über Jesus und seine Wunder unterhalten haben. Zusammen mit der aufwändigen und recht authentisch wirkenden Ausstattung macht dies alles den Film zu einer sehenswerten Komödie - mit interessanten Denkanstößen. P.S.: Zudem wird hier ein Thema ausführlich aufgegriffen, das fast alle Monumentalfilme übergehen: Das Abwägen der Vor- und Nachteile römischer Besatzung für die jeweilige Provinz. Fakten:* Der Film wurde in den Kulissen von Jesus von Nazareth (1977) in Tunesien gedreht. * Die Szene, in der Brian von der begeisterten Menge verfolgt wird, erinnern zudem stark an die Szenen aus Jesus von Nazareth, in denen Johannes und Jesus die Menge durch ihre Predigten in eine Art Massenhysterie versetzen - Zufall? * Ursprünglich sollte der Film von der EMI finanziert werden, der Kinoverleih von dem erfolgreichen Monty Python-Film Die Ritter der Kokosnuß (1975). Doch die EMI zog im letzten Moment ihre Zusage zurück, da das Skript ihrer Meinung nach Elemente von Gotteslästerung enthielt (Gotteslästerung war damals in England noch strafbar - trotz Meinungsfreiheit). Der Film kam nur zu Stande, weil Ex-Beatle George Harrison, ein treuer Monty Python-Fan, private Geldmittel zur Verfügung stellte. * 1980 versuchte die Columbia, den großen Erfolg von Brian mit einem ähnlichen Konzept zu wiederholen: In dem Film Oh, Moses! (1980) verfilmte eine Gruppe amerikanischer Komiker das Leben eines Mannes, der zur selben Zeit und in der selben Gegend wie Moses lebte. |



