Ansicht wählen:
Name - Cover Übersicht
Oh, Moses!
| Originaltitel: | Wholly Moses! |
| Premiere im Jahr: | 1980 |
| Regie: | Gary Weis |
| Handlung spielt im Jahr: | 1249 vor Christus |
| Kultur: | Römer, Israel |
| Darsteller: | Dudley Moore ... Harvey, Tourist / Herschel, antiker Bildhauer
Dom DeLuise ... Schadrach, sein Sklave und sein Vater Laraine Newman ... Zoey, Touristin / Zeralda, Herschels Frau, Jethros Tochter James Coco ... Hyssup Richard B. Shull ... Jethro, ein Nomade, Zipporas Vater John Houseman ... Erzengel Paul Sand ... Engel Richard Pryor ... Pharao John Ritter ... der Teufel Jack Gilford ... Schneider Madeline Kahn ... Solifernes, eine Zauberin David L. Lander ... Bettler Tanya Boyd ... Prinzessin William Watson ... Bandit Andrea Martin ... Zippora, Moses' Frau Howard Mann ... Hohepriester |
| Stand: | 29. Dezember 2009 |
| Crew: | Drehbuch ... Guy Thomas
Produzent ... Freddie Fields Kamera (Cinematography) ... Frank Stanley Filmschnitt (Film Editing) ... Sidney Levin, Michael Goldman, James Goblentz Art Direction ... Dale Hennesy, Diane Wager Kostüme ... Guy Verhille Musik ... Patrick Williams |
| Filmgesellschaft: | Columbia |
| Land: | USA |
![]() | Oh, Moses! bei Amazon |
![]() | Bücher/CD/DVD bei Amazon |
| Bewertung: Max. 5 Sterne | |
Filmparodie, 103 Minuten
Kurzinhalt:Nach dem großen Erfolg der Bibelfilm-Parodie Das Leben des Brian (1979) der englischen Komiker-Gruppe Monty Python, dachte man sich wohl bei der Columbia, dass man so einen Erfolg mit einer amerikanischen Komiker-Gruppe wiederholen könne. Die Grundidee bei Das Leben des Brian ist, dass ein harmloser Bürger immer zur selben Zeit und am selben Ort wie Jesus Christus ist - und ihn dann jedes Mal ganz knapp verpasst. Dieses Konzept wurde nun auf eine andere populäre Bibel-Figur übertragen: In diesem Film ist es also Herschel, der immer ganz knapp Moses verpasst.Kritik:Das Ergebnis ist eine interessante und wendungsreiche Geschichte mit vielen treffsicheren Seitenhieben und gut ausgedachten Gags (die sowohl als Witze wie auch als Religionskritik funktionieren), mit einer recht gelungenen Ausstattung und mit brauchbarer Musik - und doch langweilt man sich von der ersten bis zur letzten Minute.Das liegt daran, dass keine Szene in dem ihr angemessenem Tempo ausgespielt ist: Alle Schauspieler agieren seltsam gebremst und zurückhaltend - wodurch auch der beste Witz einfach nicht zündet. Vor allem geht es bei den Dialogen nicht Schlag auf Schlag, sondern man legt nach den Pointen immer eine kleine Pause ein (vermutlich für das Gelächter der Zuschauer), wodurch sich der Film eine gefühlte Ewigkeit hinzieht. Das ist schade, denn hier waren die Top-Comedians ihrer Zeit am Werk, und auch das Material hatte genug Potential für eine spaßige Parodie, voll mit herrlich abgefahrenem Nonsens. Eine vertane Chance. Ausführliche InhaltsangabeSPOILER Warnung!Sprachwissenschaftler Harvey ist mit einer Gruppe US-Touristen im Heiligen Land unterwegs. Der Hut der Touristin Zoey fliegt davon. Zufällig landet er in einer Höhle auf einer Schriftrolle. In dieser liest Harvey folgende Geschichte: Pharao läßt alle Söhne Israels töten. Schadrach rettet sein Baby Herschel, indem er es in einem Weidenkorb auf dem Nil aussetzt - genau wie auch eine andere Familie es tut, und noch eine andere - plötzlich ist der Nil erfüllt von Baby-Geschrei. Zwei der vielen Körbe treiben durch den Nil. An einer Stelle badet Pharaos Tochter. Schadrah hatte alles so geplant, dass sie beim Baden seinen Weidenkorb findet und sein Baby als Sohn adoptiert – aber die Tochter nimmt ahnungslos den falschen Weidenkorb. So wird der Sohn einer unbekannten Familie von Pharao adoptiert – und später als Moses weltberühmt. Herschel aber landet bei der Familie Senkmuth, die Götterstatuen aller Art anfertigt. Ihr Slogan: "Senkmuth Idolmaker – we store, what you worship". Schadrach stöhnt kurz auf, dann verdingt er sich bei den Senkmuths als Sklave, um sein Baby im Auge (und in seiner Nähe) behalten zu können. Der erwachsene Herschel stellt sich nicht ungeschickt an – und darf seine gewagten Kreationen auf einer Messe präsentieren. Auf dem Weg dorthin wird er von Räubern überfallen und als Sklave verkauft. Er landet als Putze im Palast des Pharao. Dort fällt er einer Gruppe intriganter Priester auf, die ihn zum königlichen Sterndeuter machen, wo er die Launen des Pharao ertragen muss. Als er fälschlicherweise einen Sieg voraussagt, der sich als krachende Niederlage entpuppt, will Pharao ihn köpfen lassen. Herschel kann fliehen und landet so beim Volk Israel. Das nimmt ihn großherzig auf, und er heiratet sogar Jethros Tochter - ist damit also ein Schwager des Moses. Großzügig schenkt Jethro dem Herschel ein Zelt und das Land, auf dem es steht - leider ein stark abschüssiger Berg, mit dem man nichts anfangen kann (aber es ist der Gedanke, der zählt). Als Herschel sein neues Heim betritt, kullert ihm sein halber Hausrat den Abhang herab entgegen. Herrschel klagt: Nirgends kann man hier etwas unternehmen! Er kann nur der Reihe nach die 7 Schwestern seiner Frau besuchen – und die haben dann alle nur ein Gesprächs-Thema: Schafe! Dabei ist Herschel nicht einmal vollgültiger Schäfer, er betreut nur die Ausschuss-Hammel zweiter Wahl. Als Bildhauer kann er hier nicht tätig werden, da Israel sich kein Bildnis von seinem Gott macht. Schöner Mist! Eines Tages verirrt sich Herrschel auf den Berg Sinai – just in dem Moment, als Gott mit Moses spricht. Herschel hört die Stimme Gottes herüberschallen und glaubt irrtümlich, er sei der Auserwählte, der das Volk aus Ägypten befreien soll. So zieht er voller Gottvertrauen nach Ägypten. Unterwegs wird er von bösen Dorfbewohnern, die ihn als Nicht-Auserwählten erkennen, als Sklave in die Salzbergwerke verkauft. Da erwartet ihn eine Sieben-Tage-Woche Fronarbeit (Slogan: "open all day"). Zum Glück wird er von einem Engel befreit – der ihm erklärt, dass seine Frau ein Verhältnis mit dem Riesen Goliath angefangen hat und in Sodom als Tänzerin arbeitet. Als Herschel sie aus Sodom holt (nicht ganz freiwillig: sie arbeitet gerne), wird die Stadt gerade von Gott zerstört. Zeralda wendet sich um und erstarrt zur Salzsäule, die Herschel fortan mit sich herumschleppt. Herrschel eilt nach Ägypten und bittet Pharao: Lass mein Volk ziehen! Doch Moses ist ihm zuvorgekommen. Das Volk ist schon weg. Pech! Mann, hat Moses hier eine Schau abgezogen... der Pharao ist immer noch ganz beeindruckt. Herschel eilt zurück zu seiner Familie in Israel. Dort nervt Moses mit täglichen Annekdotenstunden seiner Abenteuer (Teilung des Roten Meeres u.ä.). Um Moses' Aufmerksamkeit auf etwas Anderes zu lenken, erfindet Herschel die Zehn Gebote und jubelt sie Moses unter. Doch dann spricht Gott zu ihm und offenbart: Es war von Anfang mein Wille, dass es so geschehe. Herschel lebt fortan mit sich im Reinen und hofft, dass irgendwann jemand erfährt, dass die Zehn Gebote von ihm sind. Harvey rollt die Schrift zusammen, um sie der Wissenschaft zu übergeben. Beim Verlassen der Höhle zerfällt sie zu Staub – nun erfährt doch keiner mehr von Herschel. Ende |



