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Ben Hur Live
| Originaltitel: | Ben Hur Live |
| Premiere im Jahr: | 2009 |
| Regie: | Event |
| Handlung spielt im Jahr: | 30 nach Christus |
| Darsteller: | Ben Becker ... Erzähler
Sebastian Thrun ... Judah Ben Hur Michael Knese ... Messala insgesamt etwa 400 Darsteller und 45 Pferde |
| Stand: | 21.03.2010 |
| Crew: | Texte ... Shaun McKenna, nach dem Roman von Lewis Wallace (1880)
Regie ... Philip Mc Kinley Produzent ... Franz Abraham Art Direction ... Mark Fisher, Ray Winkler Kostüme ... Ann Hould-Ward Musik ... Steward Copeland Pferdedressur ... Niklas Pfeifer |
| Filmgesellschaft: | Art Concerts GmbH
One Time Production |
| Land: | Deutschland |
![]() | Bücher/CD/DVD bei Amazon |
| Bewertung: Max. 5 Sterne | |
| Großarena-Spektakel, 120 Minuten
Premiere der Europatournee: 20. September 2009 ansehen: * Tournee-Daten (und viele schöne Fotos): www.benhurlive.com * Ein ausführlicher Artikel in Stern Nr 39/2009 Kurzinhalt: Die bekannte Geschichte wird auf ihre Höhepunkte reduziert (Seeschlacht, Wagenrennen, Massenszenen). Diese werden dafür aber mit umso größerem Aufwand inszeniert: Es gibt Gladiatoren und Galeeren, Wagenrennen und jede Menge Stunts. Kritik: Die Produzenten wollten kein plüschiges Historiendrama sondern sondern einen modernen Blockbuster auf die Bühne (bzw. in die Arena) bringen. Dagegen ist im Prinzip nichts einzuwenden - allerdings muss man dann auch konsequent modern inszenieren. Stattdessen hat man aber antike und moderne Ausstattungs-Elemente zusammengewürfelt, so dass sich nur selten ein stimmiges Gesamtbild ergibt. Während also alle Darsteller auf Antike getrimmte Gewänder tragen, besteht das Bühnenbild aus unverkleideten Stahlrohren, die die Umrisse der Häuser und Schiffe darstellen. Dies hat natürlich den Vorteil, dass die Zuschauer von jedem Platz aus die Schauspieler gut sehen können - hat aber andererseits den Nachteil, dass die Bühne aussieht, als habe man ein paar Bau- und Klettergerüste zusammengeschoben. Ben Hurs Galeere wird übrigens von Piraten auf Motorbuggys angegriffen (diese motorradähnlichen Strandflitzer, wie man sie an manchen Küsten für Ausflüge ans Meer mieten kann) - die Dialoge jedoch spricht man konsequent auf Latein und Aramäisch: Es passt halt nicht zusammen. Besonders die Szenen mit Jesus Christus wirken in diesem Mischmasch geradezu peinlich deplatziert. Auf diesen religiösen Touch hätte man lieber verzichtet und stattdessen ganz auf Action und Unterhaltung gesetzt - denn das funktioniert in der Arena richtig gut: Besonders das Wagenrennen ist schlichtweg atemberaubend! Aber ob einem das alleine wirklich 35 bis 130 Euro Eintritt wert ist? Fakten: * Ben Hur als Theaterproduktion hat eine lange Tradition: Die älteste Bühnen-Adaptation stammt bereits aus dem Jahre 1899 - und aus dieser Zeit stammt auch der Ausdruck "toga play" (und nicht etwa aus der Monumentalfilm-Ära). Auch als Groß-Arena-Spektakel gab es Ben Hur schon: 2006 im Stade de France in Paris. Die DVD von diesem Spektakel ist immer noch erhältlich - ein Vergleich mit der deutschen Produktion ist nicht uninteressant (siehe Ben-Hur, plus grand que la légende). * Ursprünglich sollte Klaus Badelt die Musik machen. Er hat zusammen mit Hans Zimmer u.a. an der Musik von Gladiator (2000) gearbeitet - wäre also keine schlechte Wahl gewesen für eine Veranstaltung wie diese. Copeland ist Schlagzeuger bei The Police. * Alle Pferde des Wagenrennens werden von Niklas Pfeifer aus Neudorf in Brandenburg trainiert. Es dauert 3 bis 5 Jahre, bis vier Pferde gelernt haben, als Gespann für einen römischen Streitwagen zu funktionieren. |


