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Titus

Originaltitel:Titus
Premiere im Jahr:1999
Regie:Julie Taymor
Handlung spielt im Jahr:400 nach Christus
Darsteller:Anthony Hopkins ... General Titus Andronicus

Osheen Jones ... Lucius , Titus' erster Sohn (jung)

Angus Macfadyen ... Lucius (erwachsen)

Jessica Lange ... Tamora, die Gotenkönigin

Jonathan Rhys Meyers ... Chiron, ihr erster Sohn

Matthew Rhys ... Demetrius, ihr zweiter Sohn

Colm Feore ... Volkstribun Marcus Andronicus

Alan Cumming ... Saturninus, erster Sohn des Kaisers

James Frain ... Bassianus, zweiter Sohn des Kaisers

Laura Fraser ... Lavinia, Tochter des Titus, Frau des Bassianus

Kenny Doughty ... Quintus, zweiter Sohn des Titus

Colin Wells ... Martius, dritter Sohn des Titus

Harry Lennix ... Aaron, Liebhaber der Tamora

Stand:17.11.2009
Crew:Drehbuch ... Julie Taymor nach William Shakespeare (dessen Autorenschaft gelegentlich bezweifelt wird. Ein möglicher Kandidat wäre auch George Peele)

Produzent ... Conchita Airoldi

Kamera (Cinematography) ... Luciano Tovoli

Schnitt (Film Editing) ... Françoise Bonnot

Musik ... Elliot Goldenthal

Art Direction ... Dante Ferretti

Kostüme ... Milena Canonero

Studio ... Cinecittà (Rom)

Außenaufnahmen ... Palazzo della Civiltà Italiana im Stadtteil E.U.R. (Rom)

Filmgesellschaft:Clear Blue Sky Productions
Overseas FilmGroup
Urania Pictures S.r.l.
NDF International
Land:Italien + USA + England
Bücher/CD/DVD bei Amazon
Bewertung:
Max. 5 Sterne
- ok

 

Shakespeare-Film, 162 Minuten



Kritik:

Plus: Der Original-Text, ohne große Veränderungen. Gute Schauspieler. Fesselnde Geschichte von Gewalt und Gegengewalt. Shakespeare wusste, wie man spannende Geschichten erzählt.

Minus:
1, Der Look mischt antike und moderne Elemente (Kriegsgerät von heute und Accessoires im Stil der Nazi-Zeit). Der Stilmix hat offenbar nur einen Grund: Der Film soll auf Teufel komm heraus originell sein. Manchmal sind die modernen Requisiten sogar kontraproduktiv. Z.B.: Die Männer fahren Motorrad und reden dann vom antiken Brauchtum der Vorfahren. Titus hat einen stilisierten Römerhelm, die Senatoren und Höflinge aber erscheinen im Nazi-Schick. Das ist unfreiwillig komisch. Es hilft nicht dabei, das Theaterstück besser zu verstehen.
2, Sehr düster, sehr blutrünstig und sehr lang (fast drei Stunden). Es ist offenbar kein Zufall, dass Hannibal Lector die Hauptrolle spielt.




Fakten:

* Nach großen Erfolgen am Broadway (u.a. mit dem Disney-Musical Der König der Löwen) war dies Julie Taymors erster Film. Ein noch größerer Kontrast zu der familienfreundlichen Bühnen-Show ist kaum denkbar.
In einem Interview sagte die Regisseurin, dass sie an dem weithin unbekannten (und auch ungeliebten) Theaterstück die Frage gereizt habe, warum gesetzestreue und rechtschaffene Personen plötzlich brutale Gewaltverbrechen begehen. Was bringt sie dazu? Daher die Anspielungen auf das Dritte Reich.

* Teile der Musik wurden später für den Film 300 verwendet - ohne Genehmigung und ohne Lizenz.







ausführliche Inhaltsangabe:
SPOILER Warnung!


Der (fiktive) General Titus kehrt nach seinem Sieg über die Barbaren nach Rom zurück und sucht das Mausoleum seiner Familie auf. Im Gepäck hat er die gefangene Gotenkönigin Tamora. Zwei ihrer vier Söhne werden den Göttern als Dank für den Sieg geopfert. Tamora schwört Rache. Der Senat versucht inzwischen, einen Nachfolger für den verstorbenen Kaiser zu finden. Titus' Armee hat die Macht, den neuen Kaiser durchzusetzen oder zu stürzen. Auch aus diesem Grunde will der Volkstribun Marcus Andronicus den Titus auf den Thron bringen. Der aber ernennt den Prinzen Saturninus zum Kaiser und will ihm seine Tochter Lavinia zur Frau geben. Doch diese ist bereits mit dem jüngeren Kaisersohn Bassianus verlobt. Also erwählt Saturninus die Gotenkönigin Tamora. Als neue Kaiserin sieht Tamora ihre Chance: Sie stiftet ihre Söhne Demetrius und Chiron dazu an, den Bassianus zu erstechen. Ihr Liebhaber Aaron belastet dann anschließend Martius und Quintus, die beiden Söhne von Titus, und stachelt auch noch Demetrius und Chiron dazu an, Lavinia zu vergewaltigen. Damit sie die Täter nicht verraten kann, schneiden sie ihr die Zunge heraus und die Hände ab. Vergeblich versucht Lucius, seine Brüder zu befreien - wird aber erwischt und verbannt. Tamora versetzt Titus nun den letzten Schlag: Wenn er sich eine Hand abschneide, dann werden Martius und Quintus verschont. Er tut es - und muss erkennen, dass man ihn getäuscht hat: Seine Söhne sind bereits hingerichtet worden. Doch dann wendet sich das Blatt. Lucius führt ein Heer aus der Fremde gegen Rom. Um die drohende Gefahr abzuwenden, verständigt sich Tamora mit Titus auf ein Festmahl als Versöhnungsgeste. Ausgerechnet jetzt gelingt es der verstümmelten Lavinia, die Namen ihrer Vergewaltiger mit dem Mund zu schreiben (eine Möglichkeit, die Demetrius und Chiron nicht bedacht hatten). Daraufhin tötet Titus die beiden und zermahlt ihre Knochen. Er gönnt Lavinia einen Moment der Genugtuung - dann ersticht er auch sie, um ihr ein Leben als vergewaltigter Krüppel zu ersparen. Aaron läßt er heimlich verhaften und lebend begraben (wie einst die untreuen Vestalinnen). Aus dem Knochenmehl bereitet er sodann das große Versöhnungsmahl für Tamora, Saturninus und Lucius. Nach dem Essen erklärt er Tamora, dass sie soeben ihre Söhne gegessen hat - und ersticht sie. Daraufhin ersticht Kaiser Saturninus den Titus - und wird wiederum von Lucius erschlagen. Nachdem nun niemand mehr übrig ist, macht Lucius sich zum Kaiser von Rom. Der Stärkste ist am mächtigsten allein.

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