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Terra X
Der Limes/
Schliemanns Erben
Der Limes
| Originaltitel: | Limes, Der |
| Premiere im Jahr: | 2009 |
| Regie: | Dokumentation |
| Handlung spielt im Jahr: | 170 nach Christus |
| Stand: | 25.03.2010 |
| Crew: | Regie ... Peter Prestel, Gisela Graichen |
| Filmgesellschaft: | ZDF |
| Land: | Deutschland |
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| Bewertung: Max. 5 Sterne | |
| Dokumentation in 2 Teilen à 45 Minuten
mit aufwändigen Computer-Animationen und Schauspiel-Szenen Premiere: 5. und am 12. April 2009 (TV-Serie Schliemanns Erben, ZDF) Kritik: Mit insgesamt 90 Minuten ziemlich ausführlich geraten. Vieles darf man durch die regelmäßige Berichterstattung über die Antike und den Limes als bekannt voraussetzen (z.B. die dendrochronologische Datierungsmethode). Vielleicht findet sich ein Redakteur, der die beiden Werke auf 70 Minuten zusammenschneidet (insbesondere der Kosovo-Ausflug ist mit fast 8 Minuten zu lang für seinen eher knappen Informationsgehalt über die Antike - und er hat mit seiner hochbrisanten Aktualität sowieso nichts in einer Archäologie-Sendung verloren). Nichtsdestoweniger wird man kaum einen Film finden, der so umfassend (und visuell ansprechend) über den römischen Grenzwall informiert - Varus sei Dank, denn ohne das 2000ste Jubiläum seiner Niederlage hätte es diesen aufwändigen Film wohl nicht gegeben. Inhalt: 1, Grenzwall gegen die Barbaren Mit einem aufblasbaren Luftschiff geht es u.a. über den Hadrianswall. Man erläutert den Unterschied zwischen romanisierten und "wilden" Germanen und stellt sehr anschaulich dar, welche Rolle der Limes und die Militärlager bei verschiedenen Verteidigungsstrategien spielten. Dabei wird die Frage gestellt, wozu der Limes eigentlich da war - denn als Verteidigungswall entpuppt er sich als recht ungeeignet, und dass über die Grenze hinweg Handel getrieben wurde, ist ja bekannt. Die Fachleute in diesem Film deuten den Limes als Demarkationslinie: Rom wollte die Barbaren beeindrucken und Präsenz zeigen. 2, Gefahr an Roms Grenzen Der Klimawandel muss neuerdings ja für alles Mögliche herhalten - in diesem Film ist er Schuld an der Völkerwanderung: Um 170 n.Chr. verschlechterte sich das Wetter, es kam zu schlechten Ernten und harten Hunger-Wintern. Die notleidende Bevölkerung machte sich dann auf den Weg nach Süden. Zu sehen gibt es wieder sehr schöne Rekonstruktionen, diesmal das Kastell Aalen und die Stadt Carnuntum (bei Wien), in der Mark Aurel einst starb, sowie antike Patrouillen-Boote auf der Donau (sogenannte "burgi"). Der Film endet mit einer Spurensuche nach den Minen im Kosovo, in denen das Gold abgebaut wurde, mit denen der ganze Militärapparat bezahlt wurde. Dabei werden Parallelen zwischen antiker und moderner Friedenssicherung gezogen. Fakten: * Peter Prestel und Giesela Graichen sind die Erfinder der Erfolgsserie C14 - Archäologie in Deutschland. * In dem Film Das Gold der Cäsaren (1963) geht es um den Goldabbau in genau solchen Minen, wie diese Doku sie zeigt. |


