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Garten Eden, Der
| Originaltitel: | ? |
| Premiere im Jahr: | 2007 |
| Regie: | Dokumentation |
| Handlung spielt im Jahr: | 10000 vor Christus |
| Stand: | 04.04.2010 |
| Land: | USA |
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| Bewertung: Max. 5 Sterne | |
| Dokumentation, 45 Minuten
regelmäßig auf ntv Kurzinhalt: Eine neue Theorie zu Adam und Eva und ein Versuch, den Garten Eden genau zu lokalisieren Kritik: Der interessante Filmbericht ist kurzweilig, gut gemacht und zeigt ein paar überraschende Forschungsergebnisse. Ein Vergleich mit Garten Eden (USA 2004) ist interessant. ausführliche Inhaltsangabe: In der Zwischeneiszeit führten Euphrat und Tigris wesentlich mehr Wasser als heute, außerdem gab es damals zwei weitere Flüsse, die sich auf Satellitenfotos nachweisen lassen - das deckt sich mit den Angaben der Bibel, nach denen der Garten Eden von vier Flüssen umgeben war. Der Meeresspiegel lag damals wesentlich tiefer. Wo heute die nördlichste Spitze des Persischen Golfes ist, war damals ein fruchtbares Tal. Die vier Flüsse vereinigten sich zu einem großen Strom und flossen durch dieses Tal. An den Ufern des Stromes lebten im Neolithikum Jäger und Sammler. Doch mit der Zeit entwickelten sich Ackerbau und Viehzucht. Nach den Autoren des Filmes bezieht sich eben darauf das Bibelzitat "Ihr werdet sein wie Gott": Bisher war Gott dafür zuständig, dass die Menschen Getreide und Tiere vorfanden - aber nun züchten sie selbst Vieh und bauen Getreide an, und übernehmen damit eine von Gottes Aufgaben. Die Vertreibung aus dem Paradies wäre dann so zu verstehen, dass dieser Entwicklungsschritt unumkehrbar ist. Wir kehren nicht um, wir werden nie wieder Jäger und Sammler. Es gäbe aber auch eine andere Erklärung dafür, dass die Menschheit nicht zurück in den Garten Eden kann: Im Laufe der Jahrtausende stieg der Meeresspiegel an. Irgendwann wurde das fruchtbare Tal überflutet und ist heute der Persische Golf. Nun ist das Paradies für immer verloren und lebt nur noch als ferne Erinnerung in den Überlieferungen der frühen Hochkulturen weiter, u.a. in der Sintflut und der Arche Noah (beides Geschichten, die auch schon die Sumerer kannten) und in der Atlantis-Sage. Die Frucht vom Baum der Erkenntnis war übrigens ziemlich sicher eine Feige, da man in der Antike im Vorderen Orient noch gar keine Äpfel kannte. Der Apfel taucht erst um 500 in lateinischen Bibelübersetzungen auf (v.a. wegen dem Wortspiel mit lat. "malus" (= "Apfel" und "Sünde"). Wir erfahren auch, dass Eva Adams zweite Frau war - vorher lebte er mit Lilith im Paradies (Das englische Wort "lullaby" (Schlaflied) leitet sich übrigens von Lilith ab).Die Sumerer verehrten eine Göttin namens Lilith - Zufall? Auch der Schöpfungsbericht hat noch Überraschungen parat - z.B. dass er weitgehend mit dem sumerischen Schöpfungsbericht (verfaßt um 2000 v.Chr.) übereinstimmt. Bei den Sumerern allerdings wird die Welt von einer Schlange erschaffen - taucht deswegen auch im Garten Eden der Bibel (verfaßt um 1000 v.Chr.) eine Schlange auf? Zum guten Schluss weist der Film noch darauf hin, dass auch Christoph Columbus in Amerika nach dem Garten Eden suchte - und ein spanischer Eroberer glaubte, in Florida den Jungbrunnen zu finden. |


