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Ursus, Rächer der Sklaven
| Originaltitel: | Ursus |
| Premiere im Jahr: | 1961 |
| Regie: | Carlo Campogalliani |
| Handlung spielt im Jahr: | antiker Orient |
| Darsteller: | Ed Fury ... Ursus
Moira Orfei ... Attea, seine Verlobte Mary Marlon ... Doride, die blinde Sklavin Luis Prendes ... Setas, ein Entführer Rafael Luis Calvo ... Mok, der Hoheprister |
| Stand: | 08.12.2009 |
| Crew: | Drehbuch ... Giuseppe Mangione, Giuliano Carnimeo
Produzent ... Italo Zingarelli Kamera (Cinematography) ... Eloy Mella Schnitt (Film Editing) ... Franco Fraticelli, Julio Peña Art Direction ... Piero Poletto, Antonio Simont Kostüme ... Antonio Cortés, Piero Sadun Musik ... Roman Vlad Außenaufnahmen: Spanien |
| Filmgesellschaft: | Atenea Films, Madrid
Cine Italia, Rom |
| Land: | Italien + Spanien |
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| Bewertung: Max. 5 Sterne | |
| Abenteuerfilm, 92 Minuten
Kurzinhalt: Auf der Suche nach seiner entführten Verlobten Attea muss Ursus eine Reihe von Gefahren bestehen. Kaum sind diese alle überwunden, wartet eine unangenehme Überraschung auf ihn... Kritik: Der Film beginnt recht vielversprechend. Die Szenen auf dem Lande und in der Provinzstadt sind lebendig gemacht und interessant ausgestattet. Auch die Idee, eine Art Krimihandlung mit genreüblicher Action zu verbinden, sorgt zunächst für Neugierde und durchaus etwas Spannung - insbesondere weil die Fallen, in die Ursus tappt, auch für den Zuschauer völlig überraschend kommen. Doch leider verbindet der Film dann recht schnell die "Qualitäten" eines billigen Sandalenfilmes mit denen eines billigen 60er-Jahre-Krimis - und landet bei den Klischees und Standard-Szenen, die man zu Genüge kennt. Auf der Insel kommt dann auch noch die gewohnte Optik dazu (also plüschige Kostüme und Null-Acht-Fuffzehn-Antike-Kulissen), so dass das Interesse vollends erlahmt. Schade. P.S.: Manche Dialoge sind geradezu erschreckend dämlich. Ursus will Doride helfen. Sie sagt allen Ernstes: „Wage nicht zu viel! Dein Leben ist wertvoller als meines!“ Fakten: * Ed Fury war u.a. in Die Gladiatoren (1954 - als Gladiator) und in Blondinen bevorzugt (1953 - als Athlet an der Seite von Jane Russell) zu sehen. Obwohl er nur 3 Ursus-Filme machte, ist sein Name allerdings bis heute untrennbar mit dieser Rolle verbunden. Sogar in seinem letzten Film (1996) spielte er einen Charakter namens Ur-So. * Der Film verwendet die prachtvollen Palast- und Tempel-Kulissen aus König der Könige (1961). *Baku liegt eigentlich in Aserbaidschan und Sakkara in Ägypten - eine weite Strecke, die Ursus da zurücklegt. Ausführliche Inhaltsangabe SPOILER-Warnung! Ursus kehrt nach 4 Jahren vom Krieg gegen Baku heim nach Sakkara. Dort erwartet ihn Doride. Sie hütet Schafe (wofür man in Wirklichkeit wohl kaum eine Blinde nehmen würde) und erzählt, dass Ursus' Verlobte Attea in seiner langen Abwesenheit entführt wurde. Auf der Suche nach ihr folgen Ursus und Doride einer Spur: einer der Täter hat nämlich ein auffälliges Medaillon verloren. Dies führt sie direkt in das Haus eines Händlers, der sich zunächst als hilfreicher Freund ausgibt - und Ursus dann in Ketten legt. Wie sich herausstellt, ist er der Kopf der Entführerbande. Doch Ursus kann sich befreien - und tötet den ganzen Haufen. Nur eine Sklavin des Händlers läßt er leben, damit sie ihn und Doride zu Attea bringen kann. Wie wird Attea wohl reagieren, wenn ihr Verlobter mit 2 attraktiven Frauen bei ihr auftaucht? Doch soweit kommt es nicht - denn auch die Sklavin tut nur so als ob - und lockt die beiden in die nächste Falle: Bei einer Rast werden sie von Setas' Leuten angegriffen. Da Ursus wieder alle tötet, muss Setas sie nun führen. Diesmal landen sie auf einer Insel, auf der die Göttin Sars (nicht zu verwechseln mit der Vogelgrippe SARS) verehrt wird. Sars müssen ständig Jungfrauen geopfert werden, die zu diesem Zweck überall entführt werden. Die Königin dieser wenig gastfreundlichen Insel entpuppt sich als Ursus' Verlobte Attea. Auch sie sollte geopfert werden - hat sich dann aber systematisch hochgevögelt. Nun versucht sie, Ursus auf ihre Seite zu ziehen. Wie befürchtet, ist sie von Ursus' attraktiver Begleitung nicht begeistert - und übergibt sie den Priestern. Da Doride schön und Jungfrau ist, wäre sie ein perfektes Opfer (obwohl sich das mit der Jungfräulichkeit ja eigentlich schnell ändern ließe - aber Anfang der 60er war man von solchen Überlegungen noch weit entfernt). Da Ursus nicht mitspielt, kommt auch er in Haft. Durch den ganzen Stress kann Doride plötzlich wieder sehen. Am Opferungstag verbündet sich Ursus mit den unzufriedenen Sklaven und stürzt das mörderische System. Hand in Hand geht er mit Doride nach Hause (das hätte er auch gleich haben können). |


