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grausame Schöne - Messalina, Die
| Originaltitel: | Messalina |
| Premiere im Jahr: | 1951 |
| Regie: | Carmine Gallone |
| Handlung spielt im Jahr: | 48 nach Christus |
| Darsteller: | Maria Felix ... Messalina
Georges Marchal ... Konsul Caius Silius - ihr Geliebter Memo Benassi ... Kaiser Claudius Jean Tissier ... Menester, Haushofmeister Jean Chevrier ... Valerius, Oppositionsführer Michel Vitold ... Narcissus, Sekretär des Kaisers Cesare Barbetti ... Lucius Ave Ninchi ... Locusta, eine Giftmischerin Germaine Kerjean ... Ismene, Wahrsagerin und Cinzias Mutter Delia Scala ... Cinzia, Tänzerin und später Christin Erno Crisa ... Timo, Tänzer und später Christ Giovanna Galletti ... die Missionarin im Circus |
| Stand: | 23.11.2009 |
| Crew: | Drehbuch ... Carmine Gallone, Pierre Laroche, Cesare Ludovici, Vittorio Nino Novarese, Albert Valentin
Produzent ... Carmine Gallone Kamera (Cinematography) ... Anchise Brizzi Schnitt (Film Editing) ... Niccolò Lazzari Art Direction... Gaston Medin, Vittorio Nino Novarese Kostüme ... Vittorio Nino Novarese, Anna Maria Feo Musik ... Renzo Rossllini Studio ... Cinecittà, Rom (Italien) |
| Filmgesellschaft: | Filmsonor
Lux Film Produzione Gallone |
| Land: | Italien + Frankreich |
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| Bewertung: Max. 5 Sterne | |
| Monumentalfilm, 116 Minuten
schwarz-weiß deutsche Version: 100 Minuten Kurzinhalt: Aufstieg und Untergang der Frau von Kaiser Claudius, frei nach Tacitus (Annalen, 68 nach Christus). Kritik Plus: Sehr authentischer Look: verschwenderische Kostüme und Kulissen, Massenszenen mit Tausenden von Statisten. Schöne Bilder dank ausgefeiltem Licht (10 Jahre später gab es in Italo-Epics nur noch einfallslose "Lichtsoße"). Minus: Viele Dialoge sind nur nichtssagendes Blabla und zäh wie altes Kaugummi. Gallone konnte sich offenbar nicht entscheiden, ob er ein Drama oder eine Komödie machen wollte. Fakten: * Ein paar kurze Massenszenen sind offenbar aus Gallones Scipio Africanus (1937). ausführliche Inhaltsangabe: SPOILER Warnung! Der Film hat den falschen Titel, er müsste eigentlich "Menester" heißen. Doch der Reihe nach: Messalina läßt General Valerius, einen erklärten Gegner des Kaiserhauses, zum Tode verurteilen. Kurz vor seinem Freitod ernennt er Caius Silius, den designierten neuen Konsul, zum neuen Anführer der Oppositionsbewegung im Untergrund. Was er nicht ahnt: Caius liebt Messalina - ebenso wie Lucius, der Sohn des Menester. Doch Lucius macht einen Fehler: Er gibt mit seiner kaiserlichen Liebschaft an. Das Messalina nicht zulassen. Sie tötet ihn. Vater Menester erfährt, dass sie die Mörderin war, und sinnt daraufhin verständlicherweise auf Rache. Als erstes flüstert er der Kaiserin einen Plan ein, wie sie unbeschadet Claudius stürzen und Caius heiraten kann. Bei einem prunkvollen Fest in den Gärten des Lukullus tritt daraufhin also wie verabredet eine Wahrsagerin auf, die dem Kaiser erzählt: In drei Tagen würde der Gatte der Messalina sterben. Das schlägt Claudius aufs Gemüt - doch Messalina hat eine Idee: Um die Prophezeihung von Claudius abzuwenden, könnte sie doch stattdessen heimlich Caius heiraten. Dann trifft diesen der Schicksalsschlag. Claudius stimmt begeistert zu - und begibt sich zur Einweihung des neuen Hafens nach Ostia. Was er nicht ahnt: Das war von Anfang an Menesters und Messalinas Plan und die Wahrsagerin nur ein Fake! Messalina zeigt sich in aller Öffentlichkeit mit Caius und läßt verkünden, Claudius sei so krank, dass er seinen Pflichten nicht nachkommen kann (Wenn der Zuschauer bis hierher durchgehalten hat, wird er mit einer aufwändigen Massenszene im Circus belohnt). Da der Film etwa zeitgleich mit "Quo Vadis" in die Kinos kam, verzichtete man nicht auf eine kleine Christen-Einlage: Im Circus nutzt eine Christin die Gunst der Stunde zur Missionierung (die Leute in den Kerkern können ja nicht weg, sie müssen ihr also zuhören). Ein zum Tode verurteiltes Liebespaar läßt sich zu Jesus bekehren. Als sie dann in der Arena stehen und man die Löwen auf die beiden losläßt, kommt es zu einer "umgekehrten" Quo-Vadis-Szene: die Frau stellt sich schützend vor ihren Mann - und die Löwen weichen zurück (bei "Quo Vadis" stand Ursus schützend vor der Frau - und die Tiere griffen an). Messalina plant inzwischen, Caius bald in einem prunkvollen Fest zu heiraten und dann zum Kaiser ausrufen zu lassen. Doch sie hat die Rechnung ohne Menester gemacht, denn der läßt seine kunstvolle Falle nun zuschnappen: Er schickt dem Kaiser eine Botschaft nach Ostia, in der er Messalinas Pläne offenbart. Claudius reist sofort zurück nach Rom, um nach dem Rechten zu sehen - gerade als Messalina die Hochzeit mit Caius feiert. In Panik flüchten alle Gäste. Caius begibt sich zu seinen Leuten im Untergrund - doch diese sehen in ihm einen Verräter und töten ihn (nicht ahnend, dass sie damit die vorgebliche Prophezeihung tatsähclich erfüllen). Messalina will sich mit dem Kaiser aussprechen - doch Menester läßt diesen systematisch abschirmen. Nun ist sie ganz allein - und wählt den Freitod (bei Tacitus ist es Narcissus, der die Verschwörung aufdeckt, und Caius und Messalina von den Prätorianern töten läßt). In der Schlusseinstellung sieht man die tote Messalina umgeben von Huren und Gladiatoren - derweil sich das christliche Paar (aus der Arena) durch die Stadttore auf den Weg in ein (besseres?) Leben macht. |



