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Amphitryon
| Originaltitel: | Amphitryon |
| Premiere im Jahr: | 1935 |
| Regie: | Reinhold Schünzel |
| Handlung spielt im Jahr: | 1286 v.Chr |
| Darsteller: | Willy Fritsch ... Jupiter /Amphitryon
Käthe Gold ... Alkmene, Amphitryons Frau mit Paul Kemp und Adele Sandrock |
| Stand: | 20.12.2009 |
| Crew: | Nach Sophokles und Plautus. |
| Filmgesellschaft: | UFA, |
| Land: | Deutschland |
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| Bewertung: Max. 5 Sterne | |
| Kurzinhalt
Theben, im alten Griechenland. Der Held Amphitryon ist im Krieg. "Prima Gelegenheit", denkt sich Jupiter und nimmt Amphitryons Gestalt an - um dessen Frau Alkmene zu verführen. Dumm nur, dass der echte Amphitryon überraschend nach Hause kommt... Kritk: Erstaunlich leichtfüßige Adaption der klassischen Vorlage, toll ausgestattet, schwungvoll und einfallsreich inszeniert (Hermes auf Rollschuhen; ein dicker Heerführer, der Göhring gleicht usw). Eine treffsichere Parodie auf die Obrigkeitshörigkeit des Bürgertums, das Nazitum und seine pompösen Rituale - und Monumentalfilme (noch bevor es das Genre überhaupt gab). Nur die dudeligen Lieder ("Die schöne Alkmene, sie hat Migräne") sind auf den alten Tonkopien kaum noch zu verstehen, aber das mindert den Spaß kaum. Fakten: Aus dem Techtelmechtel mit dem Göttervater geht übrigens der Sage nach der Held Herakles (Herkules) hervor, aber darüber schweigt sich der Film taktvoll aus. Der Stoff findet sich erstmals bei Hesiod (um 700 v.Chr.) und beruht vermutlich auf überlieferungen aus Mykene. Reinhold Schünzel musste Deutschland übrigens bald nach diesem Film verlassen, weil den Nazis seine (versteckten und offenen) systemkritischen Anspielungen dann doch zu weit gingen. |


