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Wege zu Kraft und Schönheit
| Originaltitel: | Wege zu Kraft und Schönheit |
| Premiere im Jahr: | 1925 |
| Regie: | Dokumentation |
| Handlung spielt im Jahr: | antikes Rom |
| Darsteller: | Leni Riefenstahl ... Turnerin
Charles William Paddock ... Sprinter Loren Murchison ... Sprinter Arthur Porrit ... Sprinter Henry Carr ... Sprinter |
| Stand: | 20.03.2010 |
| Crew: | Regie ... Wilhelm Prager
Kamera (Cinematography) ... Friedrich Weinmann, Eugen Hrich, Friedrich Paulmann, Max Brinck, Kurt Neubert, Erich Stöcker Zeitlupe ... Jakob Schatzow Musik ... Giuseppe Becce |
| Filmgesellschaft: | Universum Film AG (UFA) |
| Land: | Deutschland |
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| Besonderheiten: | |
| Dokumentation, 110 min
mit Schauspiel-Szenen Stummfilm, schwarz-weiß Die Ästhetik dieses berühmten Filmes hat viele Künstler geprägt (besonders Fotografen). Kurzinhalt: Der Film wollte den damaligen Zuschauer zum Sport und zu einem neuen, unverkrampften Körpergefühl ermutigen. Dazu wurden jeweils Szenen aus der klassischen Antike (in denen die Menschen alle schlank, schön und topfit sind) modernen Szenen gegenübergestellt (in denen fast nur ungünstige Lebensbedingungen gezeigt werden) - kurzum: genügend Vorwände für kleidsame Nacktheit. Kritik: Dazu der Illustrierte Filmkurier Nr.159: "Mens sana in sano corpore" ist das Leitmotiv dieses Films, das durch eine Fülle von Beispielen lebendig gemacht wird. [...] Die Zucht, die im Altertum geübt wurde, und der Sport unserer Tage in allen seinen Differenziertheiten werden einander gegenübergestellt. Ein römisches Bad wird mit historischer Treue rekonstruiert: anmutige Sklavinnen ergötzen sich am Ballspiel, bis die stolze Domina erscheint und die Fahrt zu den Thermen angetreten wird. Wir sind Zeugen jener Prozedur, in der wunderbare Frauenkörper vor dem Bade geölt und gesalbt werden. Wir sehen, wie holde Weiblichkeit im Terpidarium, zu deutsch Warmbad, Rückengüsse empfängt und erkennen, daß schon im alten Rom des Pfarrers Kneipp Wasserkuren gang und gäbe waren. Und weiter geht der Gang ins Frigidarium (Kaltbad), dessen klassischer Wiederaufbau uns in Entzücken versetzt. Auf eine versunkene Welt wird der Kontrast der Gegenwart gesetzt - eine Planschwiese im Norden Berlins taucht zunächst auf, die nach dem Stift des Meisters Zille schreit. [...] Auf der Leinwand sehen wir, wie in der Kindersandburg einer Düne unsere Kleinsten im Urzustand ihren Puppenkindern die Schönheit des moderenen Nacktbades offenbaren. Wenn nach diesem unschuldigen Idyll plötzlich hunderte von nackten Menschen beiderlei Geschlechts erscheinen, die in paradiesischer Ungebundenheit in Licht, Luft, Sonne, Wasser baden, sind wir über den Berg der Prüderien hinweg und empfinden das Schauspiel als etwas durchaus Natürliches und Selbstverständliches. [...] Dieser Film will zeigen, welche Kräfte am Werke sind, um eine Wiedergeburt des Körpers aus dem Geiste der Antike zu ermöglichen. [...] Er zeigt den Spießer in allen seinen Schattierungen, beim Betrachten antiker Kunstwerke, deren reine Nacktkultur ja auch nicht hinwegzuleugnen ist, - und er führt den armen und geschundenen Menschen vor, der im modernen Maschinen- und Bureau-Betrieb jämmerlich verkümmert, weil er weniger aus Trägheit als infolge seiner ungünstigen Lebensbedingungen keine freie Stunde für körperliche Ertüchtigung aufzubringen vermag." |


