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Weib des Pharao, Das
| Originaltitel: | Weib des Pharao, Das |
| Premiere im Jahr: | 1922 |
| Regie: | Ernst Lubitsch |
| Handlung spielt im Jahr: | 1550 vor Christus |
| Darsteller: | Emil Jannings ... Pharao Amenes
Dagny Servaes ... Theonis, seine Geliebte Paul Wegener ... Samalak, König von Äthiopien Lyda Salmonova ... Makeda, seine Tochter Harry Liedtke ... Ramphis Albert Bassermann ... Sotis, derBaumeister Paul Biensfeldt ... Menon, der Berater Friedrich Kühne ... der Hohepriester |
| Stand: | 07.11.2009 |
| Crew: | Drehbuch ... Norbert Falk, Hanns Kraly
Produzenten ... Ernst Lubitsch, Paul Davidson Kamera (Cinematography) ... Theodor Sparkuhl, Alfred Hansen Art Direction ... Ernst Stern, Kurt Richter Kostüme ... Ernst Stern, Ali Hubert, Ernö Metzner Außenaufnahmen: Berlin und Umgebung |
| Filmgesellschaft: | Ernst Lubitsch-Film
Europäische Film-Allianz |
| Land: | Deutschland |
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| Monumentalfilm
Stummfilm, schwarzweiß nicht restaurierte Version (Filmmuseum München): 115 Minuten restaurierte Version (arte): 98 Minuten deutsche TV-Premiere: 26. September 2011 (arte) Kritik Leider wurden die Erkenntnisse der Ägyptologie für die prunkvollen Kostüme und Kulissen nicht berücksichtigt. So ist der Film monumental, aber nicht authentisch. Sein Look erinnert an die kitschigen Historienbilder des 19. Jahrhunderts. Die Liebesgeschichte ist nicht schlecht. Inhalt: SPOILER-Warnung Der (fiktive) Pharao Amenes weist die äthiopische Prinzessin Makeda zurück und heiratet ihre Dienerin Theonis. Daraufhin erklärt Äthiopien den Ägyptern den Krieg. Da Theonis eigentlich den Ramphis liebt, läßt Amenes sie einmauern, damit sie nicht fliehen (oder ihm untreu werden) kann. Amenes verliert die Schlacht (gedreht in den Sand-Dünen von Berlin-Steglitz), doch Ramphis kann die Äthiopier besiegen. Er befreit Theonis und wird neuer Pharao. Leider kommt nun der totgeglaubte Amenes zurück. Listig macht Ramphis ihm ein Angebot: Amenes darf wieder an die Macht, wenn Ramphis dafür Theonis behalten darf. Doch sie haben die Rechnung ohne das Volk gemacht, das eigentlich froh war, den Tyrannen Amenes endlich los zu sein: Es steinigt die drei kurzentschlossen. Fakten: * Die Geschichte ist frei erfunden. Feldzüge nach Nubien (Sudan und Äthiopien) gab es aber seit Athotis II (2960 vor Christus). Etwa 1700 bis 1550 vor Christus gab es in Nubien einen eigenen Staat, das Königreich von Kerma, das entfernte Ähnlichkeit mit den im Film gezeigten Äthiopiern hatte. Diese Kultur wurde durch die Eroberungsfeldzüge von Thutmosis I (1450 vor Christus) ausgelöscht. * Der Film kam genau zum richtigen Zeitpunkt: Im März 1922 war Premiere - und im November 1922 entdeckte Carter das Grab des Tut-Ench-Amun. Im Jahr 1923 war die ganze Welt im Ägypten-Fieber. * In den 20er Jahren wurden in Deutschland zahlreiche Monumentalfilme gemacht. Und zwar mit ausländischem Geld. Der Wechselkurs war günstig. Deutschland war damals also ein Billiglohnland. Bühnenbildner und Statistenheere waren daher nicht so teuer wie in anderen Ländern. Nach dem 2. Weltkrieg wurden aus diesem Grunde solche Filme erst in Italien und dann in Marokko und Mexiko gemacht (überall, wo es schön billig ist. Deutsche Filme wurden z.B. in Rumänien gemacht). * Die Paramount kaufte diesen Film günstig ein und ebnete damit den Weg zu Lubitsch's legendärer Hollywood-Karriere. * Die Kostüme sind von Theaterkunst Hermann J. Kaufmann in Berlin. Das 1906 gegründete Unternehmen belieferte zahlreiche internationale Großproduktionen, z.B. Ben Hur (1925), Metropolis (1927), Eins, zwei, drei (1961), Die Blechtrommel (1978) und Das Leben der Anderen (2006). Ihr Fundus besteht aus über 10 Millionen Teilen (!). www.theaterkunst.de |


