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Samson, Befreier der Versklavten

Originaltitel:Furia di Ercole, La
Premiere im Jahr:1962
Regie:Gianfranco Parolini
Handlung spielt im Jahr:750 vor Christus
Darsteller:Brad Harris ... Hercules / Samson

Brigitte Corey / Luisella Boni ... Daria

Mara Berni ... Königin Knidia

Serge Gainsbourg ... Menistos, der böse Berater

Alan Steel ... Offizier der Palastwache

Stand:29.10.2009
Crew:Drehbuch ... M. D'Amiens, Arpad DeRiso, Larry Madison, Gianfranco Parolini, Giovanni Simonelli, Sergio Sollima

Art Direction ... Oscar d‘Amico

Filmgesellschaft:Cinematografica Associati (CI.AS.)
Comptoir Français du Film Production (CFFP)
Land:Italien + Frankreich
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Bewertung:
Max. 5 Sterne
- hat Schwächen

 

Abenteuerfilm, 95 Minuten


Kurzinhalt:
Herkules räumt auf: Er kämpft gegen die ungerechte Regierung von Arpad. In Deutschland wurde "Herkules" in "Samson" umgetauft.



Kritik:
Nicht so übel, wie befürchtet. Die Autoren hatten etwas zu sagen. Doch leider besteht der Film überwiegend aus Action-Szenen. Diese sind erstaunlich schlecht, arm an Ideen und handwerklichem Können.




Fakten

* Serge Gainsbourg nuschelte später viele französische Welthits, u.a. "Je t'aime" mit Jane Birkin.

* Der Stil der Kulissen ist griechisch. Die Geschichte spielt aber in einer ältere Epoche (etwa zur Zeit des Assyrischen Großreiches). Aber solch ein Stilmix ist in Fantasy-Filmen ja bis heute üblich.

* Dejà-vu: Die sparsamen Produzenten haben fast alles aus Herkules im Netz der Cleopatra wiederverwendet (zum Beispiel die Schauspieler, die Kulissen und Teile des Drehbuches). Wundern Sie sich also nicht, wenn Ihnen das bekannt vorkommt.

* Arpad ist das heutige Tell Erfad in Syrien. Arpad wird unter anderem in der Bibel erwähnt (II. Buch der Könige) und in der "Bibliothek der Keilinschriften" von Schrader. Einer der Drehbuch-Autoren heißt auch Arpad. Vielleicht wurde deswegen gerade diese Stadt für den Film ausgewählt.




ausführliche Inhaltsangabe:
SPOILER Warnung!


Der Film beginnt nicht uninteressant: Samson (wie sich das für einen Sandalenfilm gehört: nur mit Sandalen, Lendenschurz und nackter Haut bekleidet) besucht nach langer Abwesenheit Arpad.
Doch sein Freund, der König, ist inzwischen tot, und seine Tochter Cnidia und ihr Berater Menisthos regieren. Beide empfangen den alten Freund mit offenen Armen und einem prunkvollen Fest (was ja bei keinem italienischen Film dieses Genres fehlen darf).
Daria, eine Dienerin der Königin, versucht jedoch, Samson auf soziale Missstände aufmerksam zu machen, die dieser, geblendet von der Pracht des Palastes, nicht wahrhaben will.
Die Mauer (!), die mitten in der Stadt (!) errichtet wird, wird von ihm so zunächst als Schutzmaßnahme (antiimperialistischer Schutzwall?) und nicht als Form der Unterdrückung Andersdenkender, die dahinter eingesperrt werden können, wahrgenommen (Leider gibt es keine Szene, in der Menistos darauf angesprochen wird und dann sagt: "Niemand hat die Absicht, eine Mauer zu bauen...").
Zweifel kommen Samson erst, als er mitbekommt, wie Menistos unliebsame Regimekritiker unter religiösen Vorwänden als Menschenopfer darbringen läßt. Eines der Opfer ist, wie in diesem Genre üblich, eine junge, bildschöne Frau mit langen blonden Haaren und halbdurchsichtigen Gewändern. Samson sieht sie - und zögert keine Sekunde: Er bietet sich an, die traditionellen drei Proben zu absolvieren. Wenn der Kandidat dabei nämlich siegt, wird auf die Opferung verzichtet und die Todgeweihte wäre somit gerettet.

Spätestens ab hier gleitet der Film leider in den üblichen Italien-Trash ab, denn die drei Proben sind drei Statisten, die als wilder Löwe, grausamer Menschenaffe und blutrünstiger Gladiator nur schlecht kostümiert wurden. Natürlich siegt Samson. Er kann das Opfer an sich nehmen - und wird von dessen Vater aus der Stadt in ein unterirdisches Versteck geführt. Da leben die Rebellen, die das Regime stürzen wollen. Hier trifft Samson auch wieder auf Daria, die sich als Spionin entpuppt, die als königliche Dienerin wertvolle Informationen für die Rebellen sammelt. Sie überredet Samson, die Sklaven hinter der besagten Mauer zu befreien - was er auch tut, schließlich ist er der unbesiegbare Samson. Menistos läßt daraufhin die Wachen, die sich die Sklaven haben wegnehmen lassen, hinrichten. Wie sich herausstellt, hatte Menistos ebenfalls einen Spion. Einen der als Rebell getarnt wertvolle Informationen für den Palast sammelte. Auch diesen läßt er hinrichten, kaum dass er das Versteck der Rebellen erfahren hat. Der Königin kommen angesichts dieser Abfolge von staatlicher Grausamkeit langsam erste Zweifel am Führungsstil von Menistos. Doch diesem gelingt es, das Versteck der Rebellen auszuheben - und dabei auch Daria zu verhaften. Dass sie von einer treuen Dienerin so verraten wurde, empört die Königin, und sie ordnet an, alle Rebellen grausam hinzurichten.
Natürlich schreitet Samson jetzt ein. In einer genreüblichen, unendlichen Abfolge schlecht gemachter Prügelszenen wird das alte Regime beseitigt. Das Volk ist dankbar und gelobt, ein Standbild zu errichten, das an Samsons Tat und den Tag der Befreiung erinnern soll (darüber wird derzeit in Leipzig und Berlin auch entschieden). Samson geht, vom Volk umjubelt, aber er verspricht "Ich komme wieder". Das soll tröstend klingen, enthält aber auch die unausgesprochene Drohung, in Arpad wieder aufzuräumen, wenn das neue Regime so schlecht sein sollte wie das alte.

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