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Cleopatra
| Originaltitel: | Cleopatra |
| Premiere im Jahr: | 1999 |
| Regie: | Franc Roddam |
| Handlung spielt im Jahr: | 30 vor Christus |
| Darsteller: | Leonor Varela ... Cleopatra
Timothy Dalton ... Julius Caesar Billy Zane ... Marc Anton Rupert Graves ... Oktavian John Bowe ... Rufius Art Malik ... Olympos Philip Quast ... Cornelius Elisabeth Dermot-Walsh ... Calpurnia |
| Stand: | 09.01.2010 |
| Crew: | Drehbuch ... Stephen Harrigan, Anton Diether (nach dem Buch Memoirs of Cleopatra von Margaret George)
Produzenten ... Robert Halmi Senior und Junior, Dyson Lovell Kamera (Cinematography) ... David Connell Schnitt (Film Editing) ... Peter Coulson Art Direction ... Martin Hitchcock, Frank Walsh Kostüme ... Enrico Sabbatini Musik ... Trevor Jones |
| Filmgesellschaft: | Babelsberg International
Hallmark Entertainment RTL |
| Land: | Deutschland + USA |
![]() | Bücher/CD/DVD bei Amazon |
| Bewertung: Max. 5 Sterne | |
| Fernsehfilm, zwei Teile à 70 Minuten
deutsche TV-Premiere: am 9. und 10. Januar 2000 (RTL) Kurzinhalt: Die Lebensgeschichte der berühmten Königin vom Nil, von ihrer Begegnung mit Cäsar bis zu ihrem Tod. Kritik: An dieser Stelle wäre es vielleicht eine gute Idee einmal grundsätzlich zu erörtern, wann es sich lohnt, einen bekannten Stoff neu zu verfilmen, und wann nicht. Eine Neuverfilmung lohnt sich unserer Ansicht nach immer dann, wenn sie 1, eine neue oder andere Sicht der Dinge ermöglicht - oder wenn sie 2, wenigstens sorgfältiger und aufwändiger gemacht ist als ihre Vorgänger. Sowohl nach dem ersten als auch nach dem zweiten Kriterium darf man diese Cleopatra-Version getrost als komplett überflüssig bezeichnen. Denn erzählt wird exakt dieselbe Geschichte wie in dem berühmten Liz-Taylor-Film von 1963 - aber nicht ansatzweise so aufwändig oder handwerklich so gut gemacht: Viele Ereignsse werden hier streckenweise historisch so falsch dargestellt, dass es direkt albern wirkt. Die Dialoge sind platt und werden von wenig überzeugenden Schauspielern grimassenhaft und theatralisch vorgetragen. Insbesondere Varela spielt wie eine ungezogene Göre, ihre (Synchron-) Stimme ist viel zu hell und kindlich, als dass sie eine Gott-Königin geben könnte. Noch dazu ist jede Szene viel zu lang ausgewalzt, so dass noch nicht einmal die guten Momente, die der Film hat, den Zuschauer fesseln können. Reizvoll sind einzig die schönen Kulissen und die am Computer rekonstruierten antiken Stätten. Leider sind diese prachtvollen Bauten durchweg zu Füllseln degradiert, die zwischen riesigen Großaufnahmen von Gesichtern und dem Bildrand der kleinen TV-Bildchen eingeklemmt werden - womit auch die Chance vertan wurde, wenigsten optisch einen Monumentalfilm zu machen. Fakten: * Der Film kostete etwa 30 Millionen $. * Einer der Gründe, weswegen der Stoff noch einmal Geldgeber fand, mag sein, dass man Ende der 90er Jahre den Palast der Cleopatra im Meer vor Alexandria wiedergefunden hat - und die Öffentlichkeit sich plötzlich wieder für die Königin vom Nil zu interessieren begann. * Die Produzenten Halmi bemühten sich eine Zeit lang, das Monumentalfilm- Genre wiederzubeleben, mit Filmen wie Die Abenteuer des Odysseus (1997), Arche Noah - Das größte Abenteuer der Menschheit (1999), Am Anfang und Jason und der Kampf um das goldene Vlies (beide 2000). Da der Erfolg ausblieb, sind sie nach Hercules (2005) inzwischen ganz davon abgekommen. |



