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Samson und Delilah

Originaltitel:Samson and Delilah
Premiere im Jahr:1949
Regie:Cecil B. DeMille
Handlung spielt im Jahr:1075 v. Chr.
Darsteller:Victor Mature ... Samson, der erwählte Richter des Daniter-Volkes
Hedy Lamarr ... Delilah
George Sanders ... Fürst der Philister
Angela Lansbury ... Semadra, Samsons Braut, Delilahs Schwester
Henry Wilcoxon ... Ahtur / Arturo, General der Philister
Olive Deering ... Miriam
Russ Tamblyn ... Saul
Crew:Drehbuch ... Jesse L. Lasky Jr, Fredric M. Frank
Musik ... Victor Young
Kamera ... George Barnes
Art Direction ... Hans Dreier, Walter H. Tyler, John Meehan, Jack Senter
Schnitt ... Anne Bauchens
Kostüme ... Edith Head, Gile Steele, Dorothy Jeakins, Gwen Wakeling, Elois Jenssen
Produzent ... Cecil B. DeMille
Filmgesellschaft:Paramount Pictures
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Bewertung:
Max. 5 Sterne
- ok

 

131 Minuten


Kurzinhalt:
Die bekannte (Richter 13-16), hier stark ausgeschmückte Geschichte von Samson, der Delilah verfällt. Sie schneidet ihm die Haare ab (wodurch er seine Kraft verliert) und verrät ihn an seine Feinde. Das letzte Wort jedoch spricht Gott.




Kritik:
Den Zuschauer erwarten pointierte, aber altmodisch gedrechselte Dialoge voller Pathos und religiösem Eifer; mit kitschigen Details und Technicolorfarbenpracht überladene Dekorationen und geigenschwere Musik.

Die Geschichte nimmt sich viele Freiheiten - nur an den entscheidenden Wendepunkten klebt sie fast sklavisch am Bibeltext. So sind die Beweggründe der Protagonisten für ihre (Un-)Taten nicht immer logisch nachvollziehbar sondern krampfhaft den aus der Bibel bekannten Ereignissen angepasst. Insbesondere das Rätsel zu Anfang des Filmes und dessen Lösung sind nahezu komplett unverständlich - und damit auch das Unheil, das dadurch ausgelöst wird.

Die Dekorationen und Kostüme sind so grell und künstlich, dass man zu keinem Zeitpunkt die Illusion echter Gebäude und Kleidung hat: Pappmaché und viel bunte Farbe an allen Ecken der Bauten, Gold und Trotteln an allen Kostümen.

Kein Wunder also, dass der Film keineswegs von Anfang an ein Erfolg war: Bei seiner Premiere in Rom 1949 wurde er ausgebuht und ausgelacht. Ein Augenzeuge davon war übrigens Peter Ustinov, der sich gerade in Rom aufhielt, um Quo Vadis zu drehen.





Die Filmleute:
Victor Mature gab mit diesem Film sein Monumental-Debut. Er wurde fortan über viele Jahre ein vertrautes Gesicht in diesem Genre. In Vittorio de Sicas Jagt den Fuchs gibt er eine gelungene Selbstparodie auf alternde Filmstars, die durch Action- und Abenteuerfilme berühmt wurden.
Russ Tamblyn machte später eine bemerkenswerte Karriere als Musical-Darsteller (Der kleine Däumling).
Angela Lansbury ist seit den 50er Jahren überwiegend im Fernsehen zu sehen. Zum internationalen Star wurde sie durch ihre Serie Mord ist ihr Hobby / Immer wenn sie Krimis schrieb (264 TV Folgen und 4 Spielfilme zwischen 1984 und 2003).





ausführliche Inhaltsangabe:
Der Film führt Samson eindrucksvoll ein, indem er den Rücken des Gewandes zeigt, das über seinen breiten Schultern liegt. Hinter den Schultern hantiert eine Frau, seine Mutter, mit einem Kochlöffel. Als sie ihn damit schlägt, zerbricht der Löffel an den starken Schultern, Samson wendet sich um, und man sieht erstmals sein Gesicht.
In dieser Version hat Delila eine Schwester, die Samson heiraten will aber nicht darf, da solche Mischehen die Philister verboten haben. Samson tötet nun aber vor den Augen des Philisterkönigs einen Löwen. Dieser ist beeindruckt und gewährt ihm einen Wunsch. Samson erbittet die Ehe mit Delilahs Schwester - und bekommt die Erlaubnis.

Delilah ist darüber traurig, denn sie liebt Samson. Bei seiner Hochzeitsfeier stachelt sie Samson an, nun seine Klugheit zu beweisen, nachdem er seine Stärke schon bewiesen hat. Samson gibt seinen Gästen also ein Rätsel auf (das wohl nur äußerst bibelfeste Zuschauer lösen können): Er wettet um ein Gewand für jeden, dass es keiner lösen kann. Nun stachelt Delilah die Gäste an, dass sie sich nicht die Blöße geben können, ein simples Rätsel nicht zu lösen. Ihre Idee: Sie sollen die Braut fragen. Arturo fragt also Delilahs Schwester. Diese kennt die Lösung nicht, will aber Frieden mit allen Parteien - und entlockt blauäugig Samson die Lösung, um sie dann Aturo zu verraten. Samson ist darüber empört und verschmäht Delilahs Schwester nun. Delilah bietet sich an, aber er will sie nicht. Durch Falschheit bekamen die Philister die Lösung, durch Falschheit nun ihren Preis: Er überfällt 30 Passanten und stiehlt ihnen die Gewänder (erstaunlicherweise nimmt bei einer Bibelfigur keiner Anstoss an solch rauen Sitten). Das wiederum empört die Gäste. Es kommt zum Kampf, in dessen Verlauf Delilahs gesamte Familie stirbt. Delilah schwört nun Rache an Samson. Ihre Zofe mahnt düster: Was du heute braust, musst du morgen trinken.

Delilah wird zunächst die Geliebte des Fürsten. Samson geht in den Untergrund und kämpft für die Freiheit seines Volkes. Der Fürst der Philister ist nicht dumm: Er erhöht die Steuerlast - allerdings nicht, ohne überall zu verbreiten, dass es für die Ergreifung des Samson eine hohe Belohnung gibt. Der hohe Druck macht tatsächlich das Volk mürbe - Samson wird verraten. Eine kleine Armee nimmt ihn gefangen. Doch Gott ist bei Samson. So gelingt es ihm, die Armee mit der Kinnlade eines Esels zu schlagen. Nun ist bei den Philistern guter Rat teuer. Der Fürst bringt also seine erpobte Geheimwaffe zum Einsatz - die Sexbombe: Er fragt Delilah, ob sie Samson verführen kann. Darauf hat sie nur gewartet! Ihr Preis ist: Samson darf nicht getötet werden, soll aber einen Mühlstein drehen. Also lebenslange Demütigung als Rache für den Tod ihrer Familie.
Man wird sich handelseinig, und Delilah legt eine zarte Falle aus: Sie verkleidet sich als reicher Kaufmann und begibt sich in Samsons bevorzugtes Guerilla-Gebiet. Samson kommt, die Ware zu stehlen - und erliegt Delilahs Verführung. Sie spielt ihm wahre Liebe vor und ist am Ziel ihrer Wünsche: Erst ein bisschen Sex, dann Rache. Doch es gelingt ihr nicht, das Geheimnis seiner Kraft zu ergründen. Erst nach mehreren Tagen und sorgsam inszenierten Vertrauensbeweisen fällt Samson auf sie herein und glaubt, dass sie ihn wirklich liebt. Er verrät, dass seine Kraft an seinen Haaren liegt. Sie ist hin und her gerissen zwischen ihrer aufkeimenden Liebe und Rache -? und bietet ihm an, mit ihm nach Ägypten zu fliehen und ein neues Leben zu beginnen. Genau in diesem Moment erscheinen plötzlich Samsons Jugendliebe Miriam und sein kleiner Freund Saul. Möglicherweise sind sie ihm gefolgt. Sie berichten, dass die Philister seine Eltern foltern. Wie könnte Samson da noch mit Delilah fortgehen? Ebenso plötzlich wie gekommen, gehen Mririam und Saul wieder. Samson will den beiden folgen und für die Freiheit seines Volkes kämpfen. Delilah betäubt ihn, schert ihn - und lässt ihn gefangen nehmen.

Die Philister halten sich an die Vereinbarung mit Delilah - aber nur den Buchstaben nach: Sie blenden ihn. Wenn du uns nicht sehen kannst, kannst du uns auch nicht bekämpfen. Der Fürst zeigt Delilah Samson am Mühlstein. Hier bemerkt sie entsetzt, dass er geblendet wurde, und beklagt den Vertragsbruch. Doch der Fürst ist ganz stolz, dass er im Kleingedruckten noch dieses Hintertürchen gefunden hat - formal wurde die Vereinbarung mit Delilah erfüllt.

Delilah packt das Mitleid. Der Fürst sieht ihre Reaktion und vermutet nicht zu Unrecht, dass sie ihn wirklich liebt und ihn nur gefangen nahm, dass er nie mehr wegkann von ihr.
Nachts besucht sie Samson, trieft vor Mitleid und Selbstmitleid und macht eine wichtige Beobachung: Sein Haar ist gewachsen. Er hat seine Kraft wieder und kann seine Ketten zerreißen. Wieder bietet Delilah an, mit ihr zu fliehen. Doch Samson hat eine bessere Idee. Er legt sich selbst wieder in Ketten und schickt Delilah fort. Blind kann er nun Gottes Herrlichkeit umso besser sehen.

Am nächsten Tag bringen die Philister Samson in ihren Tempel. Dort sind - wieder aus dem Nichts - Miriam und Saul. Sie bitten den Fürsten, Samson frei zu lassen. Der gewährt den Wunsch, meint aber, das müsse Delilah entscheiden. Die will Samson nicht an Miriam verlieren und lehnt ab. Sie geht zu Samson, der von Clowns verhöhnt wird. Samson bittet Delilah, ihn zu den Säulen des Tempels zu führen und dann zu gehen. Sie tut es, bleibt aber. Sie spürt, dass es ihren Tod bedeutet, aber sie empfindet dies als gerechte Strafe. Samson schiebt die beiden Säulen auseinander - der Tempel fällt und reißt etliche Philister in den Tod (die übrigens allesamt Zeit genug gehabt hätten, in Ruhe zu fliehen, da sich die Zerstörung wie in Zeitlupe anspielt - aber naja). Unvermittelt erscheinen noch einmal Miriam und Saul auf der Leinwand und entlassen den Zuschauer, indem sie Samsons ewigen Ruhm beschwören.

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