Translator
Cleopatra
Caligula
Hercules
Jason und die Argonauten
Spartacus
Ben Hur
Die zehn Gebote
Quo Vadis
Troja
Gladiator
ROM
The Fall of the Roman Empire
Kampf um Rom
Asterix und Kleopatra
Intolerance
Das Leben des Brian
Die letzten Tage von Pompeji
Karthago in Flammen
Bibliothek der Sachgeschichten
Das alte Rom
Maciste Sohn des Herkules
Barabbas
The Arena
Die letzte Legion
Imperium
Lysistrata
Die Rache des Herkules
Attila der Hunne
Held der Gladiatoren
Augustus
Troja Mythos oder Realität
Dia alten Ägypter
Pompeji der letzte Tag
Colosseum Arena des Todes
Die Pyramide

Ansicht wählen:
Name - Cover Übersicht

alte Rom - zwischen Lust und Luxus, Das

Originaltitel:?
Premiere im Jahr:2010
Regie:Dokumentation
Handlung spielt im Jahr:100 nach Christus
Stand:30.05.2010
Land:USA
Bücher/CD/DVD bei Amazon
Bewertung:
Max. 5 Sterne
- guter Film

 

Dokumentation, 90 Minuten
mit Spielszenen,
läuft regelmäßig auf ntv


Kurzinhalt:
Der Film streift durch etwa 100 Jahre römische Sittengeschichte von Kaiser Augustus bis Kaiser Nero. Der Schwerpunkt liegt dabei auf der Sexualmoral der Römer: Was war gesellschaftlich akzeptabel und was ging zu weit. Nebenbei klärt der Film das Missverständnis um das berühmte Handzeichen "Daumen hoch" und "Daumen runter" aus zahllosen Gladiator-Filmen auf (siehe ausführliche Inhaltsangabe).


Kritik:
Wirkt auf den ersten Blick etwas reißerisch (nach dem Motto "Sex sells") - doch davon sollte man sich nicht abschrecken lassen. Der Film gibt überraschend interessante Einblicke in das öffentliche und private Leben der Römer und ihrer ersten Kaiser. Die Fachleute vor der Kamera sprechen ganz unbefangen und sehr kenntnisreich über sexuell freizügige Wandmalereien und erotische Annekdoten - ein Thema, an das sich die meisten Dokumentationen schlichtweg nicht herantrauen.
Eine Schwäche des Filmes ist allerdings, dass er zahlreiche Geschichten von antiken Autoren unkritisch als wahr darstellt - obwohl wir heute längst wissen, dass vieles reine Propaganda war, um das Ansehen von unbeliebten Kaisern nachträglich zu beschädigen.



Fakten:

* An den Tag der deutschen Erstsendung (29.5.2010) werden sich viele ganz sicher noch erinnern: Während ntv history antike Hochkultur zeigte, holte Lena den Sieg beim Eurovision Song Contest für Deutschland.

* Im Film wird behauptet, die Römer würden keinen Unterschied zwischen Homo- und Heterosexuellen machen, sondern nur zwischen aktiven und passiven Sexualpraktiken. Das ist so natürlich nicht richtig. Auch im alten Rom wurde unterschieden, ob jemand lieber mit Männern oder Frauen ins Bett stieg - man nahm aber offenbar nicht so großen Anstoß an gleichgeschlechtlicher Liebe.

* Der im Film dargestellte Kybele-Kult ist so ähnlich auch in der Serie Rom (2005) zu sehen (wenn Atia ein Orakel befragt und dazu in Blut badet)



ausführliche Inhaltsangabe:
Der Film beginnt mit der Schilderung eines Gastmahles im Jahre 18 vor Christus, zu dem Kaiser Augustus eingeladen wurde. Augustus bemühte sich, durch strenge Gesetze Ausschweifungen und übertriebenen Luxus in den Griff zu bekommen. So ließ er z.B. den Schriftsteller Ovid verbannen, der mit seiner "Ars amatoria" ("Liebeskunst") einen vielbeachteten Verführungs- und Sex-Ratgeber geschrieben hatte.
Die nächste Station des Filmes sind die Villen in Pompeji und ihre berühmten erotischen Wandmalereien. Was in anderen Dokumentationen gerne verschwiegen wird, wird hier deutlich gesagt: Die pornografischen Bilder hingen (fast alle) an öffentlichen Orten und waren antiken Besuchern frei zugänglich (übrigens im Gegensatz zu heute). Besondere Aufmerksamkeit wird in diesem Zusammenhang dem Gott Priapos gewidmet (der mit einem riesigen Penis dargestellt wurde).
Von Pompeji geht es nach Capri zur Villa Jovis und Kaiser Tiberius. Der Film behauptet, Tiberius habe Sex mit kleinen Kindern gehabt - und dies sei im alten Rom nicht ungewöhnlich gewesen. Einer dieser Lustknaben ist der spätere Kaiser Caligula, der von diesen Sexspielen möglicherweise ein schweres Trauma davontrug (was seine spätere Grausamkeit erklären würde). Inzwischen sind wir bei Kaiser Claudius angelangt. Da dieser als sexuell unauffällig und streng heterosexuell beschrieben wird, stellt der Film stattdessen den Kybele-Kult vor. Bei diesem wird ein Stier geschlachtet und der gläubige Anhänger mit dem Blut des Tieres übergossen.
Der Film endet mit Nero, dem letzten Kaiser der julisch-claudischen Dynastie. In einer kurzen Arena-Szene wird dargestellt, dass in den Monumentalfilmen die Handzeichen "Daumen hoch" (für "am Leben lassen") und "Daumen runter" (für "Töten") vermutlich falsch verwendet werden. In Wirklichkeit steht Daumen runter für "Leben lassen" und für "Töten" setzte man den Daumen wie eine Klinge an den Hals.

myTreasures Plugin (v2.2.5) by Marcus Jäntsch