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Löwe von Sparta, Der

Originaltitel:Lion of Sparta /
The 300 Spartians
Premiere im Jahr:1961
Regie:Rudolph Maté
Handlung spielt im Jahr:480 vor Christus
Darsteller:Richard Egan ... König Leonidas (der Löwe) von Sparta

Ralph Richardson ... Themistokles, Politiker in Athen

Barry Coe ... Phylon, ein griechischer Soldat

Diane Baker ... Ellas, seine Geliebte

David Farrar ... Xerxes, der König der Perser

Donald Houston ... Hydarnes, persischer Offizier

John Crawford ... Agathon, der Spion, Offizier des Leonidas

Anna Synodinou ... Königin Gorgo, Leonidas' Frau

Kieron Moore ... Ephialtes, der Verräter

Robert Brown ... Pentheus, Ellas Vater, Leonidas' Offizier

Anne Wakefield ... Königin Artemisa von Halikarnassos

Ivan Triesault ... Dimarathos, Ex-König von Sparta

Charles Fawcett ... Megistias, Arzt und Wahrsager des Leonidas

Michalis Nikolinakos ... Myron, Offizier des Leonidas

Nikos Papakonstantinou ... Mardonios, persischer General

Dimos Starenios ... Samos, der Hirte in den Bergen

Anna Raftopoulou ... Toris, seine Frau

Yorgos Moutsios ... Gryllos, Offizier aus Phokis

Laurence Naismith ... Sprecher in der griechischen Versammlung

Stand:18.11.2009
Crew:Drehbuch ... Gian Paolo Callegari, Giovanni d'Eramo, Remigio Del Grosso, Ugo Liberatori, George St. George

Produzenten ... Rudolph Maté, George St. George

Kamera (Cinematography)... Geoffrey Unsworth

Schnitt (Film Editing) ... Jerome Webb

Art Direction ... Arrigo Equini

Kostüme ... Ginette Devaud

Musik ... Manos Hadjidakis

Außenaufnahmen ... Golf von Korinth, Loutraki, Perachora (Griechenland)

Filmgesellschaft:20th Century Fox
Land:USA
Bücher/CD/DVD bei Amazon
Bewertung:
Max. 5 Sterne
- unbedingt ansehen!

 

Monumentalfilm, 120 Minuten


Kurzinhalt
August 480 vor Christus - nach der unentschiedenen Seeschlacht am Kap Artemision kämpft König Leonidas am Thermopylenpass mit 300 Spartanern gegen das persischen Heer unter Xerxes. Sie sterben den Opfertod, um den Rückzug des griechischen Heeres zu sichern.




Kritik:


Plus: Ein Monumentalfilm im besten Sinne! Wunderschöne Landschaftsaufnahmen (oft sind es Originalschauplätze), gemachten Actionszenen mit Tausenden von Statisten, verblüffend authentische Kostüme und Kulissen - es ist, als sei man Augenzeuge der historischen Ereignisse.
Der Film ist historisch weitgehend richtig. Die unterschiedlichen politischen und persönlichen Motive werden anschaulich erklärt - und werden dadurch nachvollziehbar: Wie die Menschen damals dachten und fühlten, was ihnen wichtig war und an welchen Maßstäben sie ihr Handeln gemessen haben. Man erfährt, was für eine Politik die griechischen Städte gemacht haben - untereinander und gegenüber den Persern. Man erkennt die Unterschiede zwischen absolutem Königtum und Zentralstaat (Perser) und Demokratie und Föderalismus (Griechen). Fazit: Für einen Moment atmet der Zuschauer den Geist der Antike – das gelingt nur wenigen Filmen.

Minus: Pathetisch und altmodisch. Fragwürdiges Gedankengut (z.B. die Verherrlichung des Heldentodes für Volk und Vaterland).




http://www.300spartanwarriors.com/
Amerikanische Webseite mit Filmen, Romanen, Sachbüchern und Ausstellungen speziell nur über die Schlacht bei den Thermopylen.




Fakten zum Film:


* Der Film hatte 1961 nur wenig Erfolg und ist heute weitgehend vergessen. Das liegt vermutlich daran, dass nur wenige Fans sich in der griechischen Geschichte so gut auskennen, dass sie den Aufwand zu schätzen wissen. Schade!

* Im Vorspann wird Griechenland ein Hort der Freiheit genannt. Im Abspann dankt man der griechischen Armee für ihre Hilfe bei diesem Film. Schon wenig Jahre später wird dieselbe Armee in Griechenland eine blutige Militärdiktatur errichten - dumm gelaufen.

* Richard Egan hat die Seiten gewechselt: 1960 spielte er in Das Schwert von Persien noch König Xerxes (also genau den Mann, den er in diesem Film bekämpft).

* Dieser Film inspirierte Frank Miller zu seinem Comic 300. Miller berichtet in einem Interview, er habe als Kind diesen Film gesehen. Offenbar hat er tiefen Eindruck hinterlassen. 300 wurde im Jahre 2006 ebenfalls verfilmt.





historische Fakten:


* Nachdem es nicht gelungen war, die persische Flotte durch die Seeschlacht am Kap Artemision aufzuhalten, stellte sich im August 480 vor Christus der historische König Leonidas am Thermopylenpass mit 300 Spartanern dem persischen Heer unter Xerxes entgegen. Er wurde allerdings (anders als im Film) von weiteren etwa 5000 griechischen Soldaten aus verschiedenen Teilen des Landes unterstützt (Richtig ist, dass die Spartaner den Vormarsch der Perser erst bei Korinth stoppen wollten, die Athener schon bei den Thermoplyen). Die Anzahl der Perser ist unbekannt, möglicherweise waren es 40.000. Nachdem es den Persern durch Verrat (wie im Film) gelungen war, die Spartaner von vorne und hinten anzugreifen, zog sich 4000 Mann zurück und die 300 Spartaner und 700 Griechen (darunter wie im Film auch die Thespier) starben den Opfertod, um den Vormarsch der Perser so lange wie möglich aufzuhalten und so den Rückzug der Soldaten und die Evakuierung der Städte zu sichern.
Danach folgte zunächst die Verwüstung des biotischen und attischen Teils Griechenlands durch die Perser, sowie die Plünderung Athens (das aber bereits evakuiert war).
Im September 480 v. Chr. siegten die Griechen unter der Führung des Spartaners Eurybiades in der Seeschlacht bei der Insel Salamis.
479 besiegte das vereinte griechische Heer von etwa 40.000 Mann das genauso große persische Heer (unter General Mardonios, der im Film auch zu sehen ist) in der Schlacht bei Plataiai (nahe Theben). Erst damit endeten die Versuche der Perser, sich Griechenland einzuverleiben. Die gewonnenen Schlachten führten zum Attisch-Delischen Seebund, zu dem sich zahlreiche griechische Staaten (unter Athens Führung) zusammenschlossen, um gemeinsam eine Marine zu unterhalten.
Die Einigkeit der Griechen währte übrigens nicht lange. Schon 431 v. Chr. führten Sparta und Athen wieder Krieg gegeneinander (diesmal jedoch nicht mehr als Stadtstaaten, sondern jeder an der Spitze großer Bündnisse).






ausführliche Inhaltsangabe:

Spoiler Alarm!

Sparta, 480 vor Christus. König Xerxes von Persien will die kleinen griechischen Staaten erobern – dem einzigen Hort der Freiheit in der damals bekannten Welt. Er sucht auch Rache für die Schlacht von Marathon, bei der sein Vater Dareios 490 vor Christus von den Griechen besiegt wurde.

Im Lager des Xerxes wird der griechische Spion Agathon aufgegriffen. Er liegt schon auf dem Richterblock, als er überraschend von Xerxes begnadigt wird. Agathon soll in Korinth, wo zur Zeit die griechischen Stämme eine Krisensitzung abhalten, berichten, wie groß die Armee der Perser ist – und wie unbesiegbar.
Der Spion ist Spartaner und bemerkt, dass sich im Lager auch der abgesetzte König Dimarathos von Sparta aufhält und Xerxes mit Insiderinformationen versorgt. Bei ihm ist Kroilos, ein Spartaner. Xerxes empfängt auch Artemisia von Halikarnassos, eine griechischstämmige Königin, die ihm Schiffe und Soldaten zur Verfügung stellt und offenbar Xerxes' Statthalterin in Griechenland werden will.

In Korinth sind sich die Griechen uneins. In der Vergangenheit haben die Stadtstaaten wechselnde Bündnisse geschlossen oder Kriege gegeneinander geführt. Das hat dazu geführt, dass sie einander nicht mehr trauen. In der Versammlung schürt man alte Ressentiments und hält sich gegenseitig nicht eingehaltene Treueversprechen vor. Am liebsten möchte jeder Staat selbst entscheiden, ob und wann er gegen die Perser eine Armee schickt.
Vergebens ruft der Athener Themistokles zur Einheit auf: Denn die Einheit sei es, die die Perser so unbesiegbar mache. Aber den Athenern unterstellt man ein massives Eigeninteresse: Athen hatte nämlich vor der Versammlung einen Boten nach Delphi geschickt, der das dortige Orakel um Rat in dieser Angelegenheit fragen sollte. Die Antwort aus Delphi ist inzwischen da, und sie fällt unerfreulich eindeutig aus: "Flieht bis ans Ende der Welt, denn ihr seid verloren!" Die anderen Abgesandten argwöhnen, dass Athen scheinbar seine drohende Niederlage auf Kosten der anderen Staaten abwenden will. Immerhin gibt es noch den Zusatz, dass die Athener sich hinter einer hölzernen Mauer verschanzen sollen. Themistokles meint, damit sei ganz klar ihre Marine gemeint. Athen hat zwar gute Schiffe, doch Sparta hat das beste Heer im Land. Werden sie also endlich Seite an Seite kämpfen? Der ebenfalls anwesende König Leonidas von Sparta sagt zu. Ihn hat Themistokles überzeugt: Sparta wird also kämpfen, auch wenn die anderen Stämme ihnen nicht folgen wollen. Das macht Eindruck. Themistokles kennt seine Griechen nur zu gut und macht eine große Geste: In der Versammlung verzichtet er demonstrativ auf den Oberbefehl über seine eigene Flotte und stellt sie unter Spartas Kommando. Die Armeen sollen ab jetzt vereint sein und unter Sparta dienen. Diese überraschende Ankündigung zeigt Wirkung: Nun schließen sich auch andere Stadtstaaten an und versprechen Soldaten - aber immer noch längst nicht alle. Die meisten halten sich zurück und warten erst einmal ab.

Leonidas und Themistokles beraten nach der Versammlung, wo sie Xerxes zum Kampf stellen sollen. Leonidas, der geniale Stratege, schlägt den Engpass der Thermopylen vor, den die Perser passieren müssen, wenn sie Griechenland erobern wollen. Dort sollen sich die Marine Athens und das Heer der Spartaner treffen. Sie hoffen beide, dass die anderen Staaten auch ihre Armeen entsenden, wenn sie erst einmal sehen, dass die Spartaner schon da sind. Die Griechen halten viel von de strategischen Geschick und der Tapferkeit der Spartaner. Nach dieser Beratung sucht der Spion Agathon den Leonidas auf und berichtet, er habe 6 Tage lang die Perser ununterbrochen marschieren sehen! Leonidas behält diese Information lieber für sich, um die Versammlung nicht zu entmutigen.

Auch Xerxes wird von seinen Offizieren empfohlen, die Thermopylen zu besetzen. Xerxes jedoch lässt die Thermopylen ganz bewusst ungeschützt - als Falle. Die Griechen sollen kommen, damit er sie der Reihe nach erledigen kann. Er vertraut auf den Rat von Artemisa und Dimarathos, die die Griechen besser kennen.

In Sparta schmiedet der junge Krieger Phylon derweil Heiratspläne mit Ellas. Diese werden unterbrochen von der allgemeinen Mobilmachung. Da Phylons Mutter tot und sein Vater verreist ist, nimmt ihm Königin Gorgo stellvertretend den Treue-Eid ab. Sie gibt ihm seinen Schild und sagt: "Auf ihm oder unter ihm" (also: "Kehre nur tot oder als Sieger zurück").
Spartas Ratsherren hören unterdessen den Bericht von Leonidas. Sie nehmen mit Erstaunen zur Kenntnis, dass Athen auf den Oberbefehl verzichtet. Aber auch sie lieben Griechenland weniger als sie Athen hassen: Die Thermopylen nehmen sie nur als den Pass wahr, der Athen schützt. Sie glauben nicht an die Idee von ganz Griechenland. Die Armee wollen sie nur bis Korinth schicken: Sie möchten ihr Blut nur vergießen, um den Süden zu schützen, wo sie selbst, ihre Verwandten und Freunde leben. Daher missbilligen sie König Leonidas‘ Zusage. Zu tief sind die Wunden der vergangenen Kriege der Kleinstaaten gegeneinander. Jede Familie trauert um Söhne, die auch im Krieg mit Athen gefallen sind. Im Grunde finden sie es nicht schlecht, wenn die Perser den Athenern eine schwere Niederlage verpassen.
Leonidas ist sauer: Griechenland ist in großer Gefahr, vielleicht sogar verloren. Aber er kann alleine nichts unternehmen: Die Spartanische Armee untersteht nicht dem König, sondern dem Rat. Die Räte müssen also entscheiden, ob und wann die Armee in den Krieg zieht - und auch sie haben einen Boten nach Delphi geschickt und vertagen sich erst einmal, bis die Antwort kommt.
Nachts erhält Leonidas eine Botschaft von Themistokles: Nicht zu lange warten! Spartas Armee muss sich sofort in Bewegung setzen, wenn sie noch etwas erreichen wollen. Wenn die Perser jetzt schon angreifen, ist niemand da, um sie aufzuhalten. Aber Leonidas zögert - er mag die Entscheidung seiner eigenen Ratsherren nicht übergehen.

Am nächsten Morgen kommt der Spruch des Orakels, und er ist wieder ziemlich eindeutig: "Entweder fällt Sparta oder einer seiner Könige". Leonidas nimmt den Rat an: er ist bereit, sein Leben zu geben. Er bittet die Ratsherren noch einmal mit Nachdruck, ihm die Armee für die Thermopylen mitzugeben - die müssen den Sachverhalt aber erst beraten.
Der junge Phylon erlebt derweil eine bittere Enttäuschung: Leonidas konfrontiert ihn mit Agathons Beobachtung, dass sein Vater im Lager der Perser ist. Natürlich kann er seinen Männern dann nicht mehr zumuten, dass der Sohn mit ihnen kämpft: Phylon wird daher aus der Armee ausgeschlossen. Ellas und Phylon sind zu Tode betrübt.

Der Rat ist nun zu einer Einigung gekommen: Sie werden erst die heiligen Festspielen zu Ehren der Götter feiern und dann entscheiden. Leonidas ist empört: Dann ist es zu spät! Will der Rat in Sparta fromme Lieder singen, derweil die Perser Griechenland erobern? Themistokles hatte Recht: Er hätte sofort aufbrechen sollen. Jetzt bleibt ihm nur noch seine königliche Leibgarde, die nicht den Räten sondern nur ihm persönlich untersteht. Das sind zwar nur 300, aber er hat Themistokles ja zum Glück nur versprochen, dass er mit seinen Männern an den Thermopylen sein wird - nicht mit WIEVIELEN Männern. Sollten die Perser tatsächlich jetzt schon angreifen, ist das natürlich reiner Wahnsinn: 300 Mann – gegen die 100 geeinten Völker Asiens. Aber ein Wort ist ein Wort. Mit klingendem Spiel ziehen die 300 Mann durch Griechenland zu den Thermopylen, damit auch jeder sieht: Die Spartaner ziehen in den Krieg.

Das bringt Ellas auf eine Idee: Phylon soll mit den 300 zusammen kämpfen. So kann er allen beweisen, auf wessen Seite er steht – zu Hause kann er sowieso nicht mehr bleiben, die anderen verachten ihn zu sehr. Kehrt er aber zurück, dann ist er ein Held. Die beiden machen sich also auch auf den Weg.

In der verabredeten Bucht vor den Thermoplyen trifft Leonidas auf Themistokles und dessen 271 Schiffe. Die Überlegenheit der Perser ist eins zu sechs: Sie haben über 1200 Schiffe. Leonidas muss nun beichten, dass die Spartaner erst ein Festspiel feiern, bevor sie ihre Armee entsenden.
Themistokles ist enttäuscht: Nur 300 Spartaner - gegen 20.000 Perser.
Andererseits zeigt er (oder heuchelt) auch Verständnis: Wenn man den Beistand der Götter erbittet, muss man natürlich auch ihre Riten einhalten. Die Gebete scheinen auch nicht ganz nutzlos zu sein: Die Stadt Thespeia hat hat nämlich auch Soldaten geschickt - immerhin 700 Mann. Themistokles‘ Rechnung geht also auf: Ziehen die Spartaner voran, ziehen die anderen mit. Um ganz sicher zu gehen, hatte er nämlich nach ihrer Beratung noch von Korinth aus 20 Boten zu allen Stämmen Griechenlands geschickt, um jedem zu verkünden, dass Sparta ihre Armee entsendet. Das war dann wohl etwas voreilig. Naja, dass Update, dass es im Moment nur 300 sind, muss man den Leuten ja nicht auf die Nase binden. Leonidas staunt - aber das ist eben Politk.

Phylon und Ella landen auf ihrem Weg zu den Thermopylen bei dem Hirten-Ehepaar Samos und Toris. Die zeigen ihnen einen schmalen unbekannten Hirtenpfad über das Kalitronos-Gebirge zwischen dem Lager der Perser und dem der Spartaner – ein wichtiger taktischer Vorteil. Phylon bittet sogleich den Schafhirten, dies dem Leonidas zu erzählen. Die Perser kennen tatsächlich nur den bekannten Pass durch die Thermopylen, den die Spartaner inzwischen besetzt halten.

Xerxes erhält derweil schlechte Nachrichten: Im Gebirge ist ein persischer Spähtrupp (unter der Leitung von Xerxes' Bruder) getötet worden. Die Griechen haben ihe Verteidigungsanlage offenbar so gut ausgebaut, dass sie auch mit zahlenmäßig überlegenen Einheiten fertig werden. Nun dämmert dem König, dass es wohl doch keine so gute Idee war, auf den Rat der beiden Griechen in seinem Lager zu hören. Aber der Fehler lässt sich korrigieren: Er befiehlt, den Pass von den Griechen zu säubern und zu besetzen. Morgen schon. Er will dann mit dem Heer durchmarschieren, bevor die restlichen Armeen der Spartaner und Griechen kommen.

Die Griechen beobachten das feindlich Lager. Sie sehen, dass die Perser sich auf einen baldigen Angriff vorbereiten. Die Griechen brauchen aber noch mindestens einen Tag, um eine weitere Verteidigungsmauer aus Stein hochzuziehen. Was tun? Leonidas schwimmt mit einer kleinen Gruppe über die Bucht ins Lager der Perser, legt Feuer und veranstalten ein kleines Massaker. Eigentlich haben sie es auf Xerxes abgesehen, aber der ist bei Königin Artemisia.
Das Feuer und das Durcheinander beschäftigen die Perser tatsächlich noch einen ganzen Tag lang. Xerxes kann es einfach nicht fassen. Doch die Schwachstelle ist schnell gefunden: Seine rekrutierten Hilfstruppen haben den Griechen, die ihre Heimat entschlossen verteidigen, nicht ausreichend Widerstand entgegengesetzt. Das bedeutet, sie müssen nun noch schneller handeln und dürfen den Griechen keine Pause mehr gönnen, in der sie Kräfte sammeln können: Gleich am nächsten Morgen sollen sie den verpassten Angriff nachholen.

Phylon stellt sich unterdessen im Lager der Spartaner - er war bei dem nächtlichen Einsatz heimlich dabei und hat Pentheus gegen die Perser verteidigt. Außerdem ist der Tipp mit dem geheimen Hirtenpfad von ihm. Leonidas stellt fest, dass Phylon ungehorsam war und seinen Befehl, NICHT mitzukämpfen klar missachtet hat. Darauf steht in Kriegszeiten der Tod. Aber gleichzeitig ist Phylon voll rehabilitert. Er wird also sterben - aber indem er an ihrer Seite mitkämpfen darf. Der Junge strahlt.
Doch das Lachen vergeht den Spartaner bald, denn die Festspiele sind vorbei - aber ihre Truppen immer noch nicht da. Stattdessen kommt ein Bote von Königin Gorgo. Er hat eine kurze, schlechte Nachricht: Der Rat hat entschieden, dass die Spartaner nur den Isthmus von Korinth befestigen und verteidigen. Sie lassen Leonidas im Stich!
Natürlich ist er davon tief getroffen - doch er ermahnt seine Leute, zu ihrem Wort zu stehen: Ganz Griechenland vertraut auf sie. Sie ziehen sich nicht zurück, sondern bleiben hier, bis sie gewinnen - oder sterben.

Am nächsten Morgen greifen die Perser an. Sie wollen die Griechen in die Falle locken, indem sie einen Angriff des Fußvolks vortäuschen, der in Wirklichkeit von einem Angriff der Reiterei ablenken soll. Doch Leonidas ist auf alles vorbereitet: Als die Reiter kommen, werfen sich die Spartaner einfach zu Boden und lassen sich überrennen. Nun haben die Reiter sie im Rücken – und damit keine Chance mehr. Als das persische Fußvolk sieht, wie ihre Reiterei abgeschlachtet wird, flieht es. Schnell macht die Kunde vom Sieg der Spartaner die Runde.

Xerxes ist überrascht, aber nicht beunruhigt. Er entsendet einen Boten zu Leonidas. Der will ihn zur Aufgabe überreden und verspricht freien Abzug. Alles andere wäre ein sinnloses Gemetzel, denn die Perser sind hoffnungslos in der Überzahl.
Leonidas lehnt ab: "Willst du meine Waffen? Komm und hol sie dir!" Während die Perser mit großem Aufwand hier eine Schlacht gewinnen, werden sie den Krieg verlieren.
Xerxes ahnt, dass Leonidas damit recht hat, denn mit jedem Tag, der an den Thermopylen vergeht, haben die Griechen Zeit gewonnen, im Hinterland ihre Verteidigung aufzubauen. Er erkennt, dass seine Strategie bisher falsch war: Man kann die ortskundigen und zum Äußersten entschlossenen Griechen nicht einfach über den Haufen rennen. Man braucht ebenso entschlossene und vor allem frische Krieger. Er schickt seine Leibgarde in die Schlacht – die sogenannten Unsterblichen.
Nun heißt es also Garde gegen Garde. Aber Leonidas lockt die Perser wieder in eine Falle: Er zieht sich planvoll zurück und läßt die Perser sich langsam vorkämpfen. Dann legt ein versteckter Soldat hinter den Persern Feuer. Ab jetzt ändert Leonidas seine Richtung um 180 Grad und drängt die Unsterblichen wieder zurück - direkt ins Feuer. Wer nicht verbrennt, flieht.

Jetzt hat Xerxes wirklich ein Problem: Nach dem Tod der mythisch überhöhten Unsterblichen wird keiner mehr gegen die Griechen kämpfen wollen. Man wird sie für Götter halten. Artemisia rät Xerxes, Leonidas um den Sieg zu bringen – und einfach nach Hause aufzubrechen. Denn noch so ein verlustreicher Tag – und sein Heer wird den Befehl verweigern. Xerxes stimmt zu. Er lässt seinen Offizieren erzählen, dass die Götter ihm einen Traum geschickt haben, in dem er nach Hause gehen und mit einem neuen Heer zurückkommen soll. So kann er sein Gesicht wahren und sich gleichzeitig als jemand darstellen, der im Bunde mit den Göttern ist.
Genau in diesem Moment aber wendet sich das Blatt: Ephialtes, der Knecht des Hirten, der den geheimen Pfad kennt, verkauft diese Wissen nun teuer an die Perser. Xerxes entlohnt ihn mit Gold und findet seine Siegesgewissheit wieder: Er läßt den Aufbruch abblasen und zum Angriff rüsten. "ich will Leonidas auf ein Brett nageln", sagt er, "und zusehen, wie er stirbt, während wir zu Mittag speisen!" Die Anwesenden verziehen bei dem Gedanken keine Miene (jeder hat halt so sein Hobby. Der König nagelt eben gerne Leute aufs Brett. Na und?) Nur Artemisia sät Misstrauen: Sollte dies eine neue Falle der Griechen sein? Sicherheitshalber soll Kroilos mitgehen. Der kennt sich im Gebirge aus.

Doch Kroilos setzt sich im Gebirge von der persischen Truppe ab und eilt zu Leonidas. Er erzählt ihm, dass sie verraten worden sind und die Perser den geheimen Pfad kennen. Sie werden bald hier sein. Artemisia und Kroilos spielten also auch ein doppeltes Spiel. Zu Belohnung darf nun auch Kroilos bis zum Tod mitkämpfen. Leonidas entsendet nun seinerseits einen Boten nach Sparta mit der schlechten Nachricht des bevorstehenden Überfalls der Perser. Dieser Bote ist Phylon, der sich mit Ellas sogleich auf den Weg macht. Die beiden werden also leben (und ein neues Griechenland aufbauen, so suggeriert der Film). Themistokles will nun seine Schiffe von den Thermopylen abziehen und sicherheitshalber weit auf das offene Meer hinaus verlagern. Sie sollen sich erst bei Salamis dem Kampf mit der persischen Flotte stellen. Der Arzt und Wahrsager der Spartaner hat im Traum vorhergesehen, dass die Schacht bei Salamis gut für die Griechen ausgehen wird. Themistokles schlägt vor, die Spartaner auf den Schiffen mitzunehmen. Leonidas aber will bleiben und den Pass halten, so lange wie möglich. Sie werden sterben - aber Griechenland wird leben.

Xerxes' Armee kommt nun über den Pass und den Pfad. Jetzt haben die Spartaner den Feind vorne und im Rücken. Sie scharen sich um Leonidas, kämpfen und versuchen noch, an Xerxes heranzukommen. Aber diesmal haben sie keine Chance: Leonidas fällt und die 700 Thespier werden geötet.
Xerxes bietet an, dass die noch verbleibenden Spartaner als freie Männer abziehen können, wenn sie ihm die Leiche des Leonidas überlassen. Aber die Spartaner bleiben bei ihrem toten König. Xerxes erkennt natürlich, dass er hier kostbare Zeit und Ressourcen vergeudet. Daher opfert er nun keinen seiner Männer mehr – er lässt die Spartaner der Reihe nach durch Pfeile abschießen.

Der Film endet mit einer Überblendung von den toten Spartanern auf die Gedenktafel, die man heutzutage an den Thermopylen lesen kann: "Wanderer, kommst du nach Sparta, dann verkündige dort, du habest uns hier liegen gesehen, wie das Gesetz es befahl."

Ende



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