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Alboin, König der Langobarden

Originaltitel:Rosmunda e Alboin
Premiere im Jahr:1961
Regie:Carlo Campogalliani
Handlung spielt im Jahr:573 n.Chr
Darsteller:Jack Palance ... König Alboin
Eleonora Rossi Drago ... Rosamunde, seine Frau
Guy Madison ... Amalchi, ein Gepide und Rosamundes wahre Liebe
Carlo D'Angelo ... der Falisker
Hedy Vessel ... Mathilde
Andrea Bosic ... König Kunimund der Gepiden, Rosamundes Vater
Ivan Palance ... Ulderich
Vittorio Sanipoli ... Wolfgang
Stand:13.11.2009
Crew:Drehbuch ... Roberto Gianviti, Alessandro Ferray
Produktion ... Gilberto Carbone
Kamera ... Raffaele Masciocchi
Schnitt ... Mario Serandrei
Production Design ... Massimo Tavazzi
Kostüme ... Giuliana Ghidini
Musik ... Carlo Rustichelli
Filmgesellschaft:Titanus
Land:Italien
Bücher/CD/DVD bei Amazon
Bewertung:
Max. 5 Sterne
- ok

 

96 Minuten

Recht temporeich erzählt und sogar ganz leidlich gespielt. Die erdachten Intrigen laufen auf mehrere Ebenen miteinander und gegeneinander, wodurch eine gewisse Spannung entsteht. Ebenfalls gefallen können die nicht zu aufdringliche Musik, die glaubwürdige Ausstattung, der gute Einsatz von Kamera und Licht, sowie wirklich beeindruckende Schlachtenszenen mit riesigen Statistenheeren. Insgesamt ein altmodischer, aber nicht uninteressanter Film-Ausflug in eine allgemein wenig beachtete Epoche.

Historische Fakten:
Alboin, Rosamunde und Kunimund haben tatsächlich gelebt. 567 besiegte Alboin die Gepiden. Anders als im Film wurde König Kunimund gleich bei diesem Kampf getötet. Alboin heiratete dessen Tochter Rosamunde als zweite Frau. 568 verließen die Langobarden zusammen mit den Gepiden und anderen Völkern unter der Führung Alboins ihre Siedlungen an der Donau, um in Norditalien einzufallen und da ihr neues Königreich zu gründen - was möglicherweise tatsächlich von vorneherein so geplant war (wie im Film dargestellt). Dabei stießen sie auf die Byzantiner, die Italien 550 gerade erst von den Goten zurückerobert hatten. 573 veranlasste Rosamunde Alboins Ermordung, um Helmichis (im Film: Amalchi) auf den Thron zu setzen. Daraus wurde jedoch nichts, da dieser von der langobardischen Führungsschicht abgelehnt wurde. Die beiden flohen nach Ravenna, wo der byzantinische Statthalter residierte. Dieser befürchtete wohl Konflikte mit den Langobarden, wenn er den Mörder ihres Königs beherbergen würde, und veranlasste Rosamunde, Helmichis zu vergiften. Als sie es tat, flößte Helmichis auch Rosamunde etwas Gift ein, so dass sie beide zusammen starben. Eigentlich eine interessante Geschichte - leider hat Campogalliani sie so nicht verfilmt. Ist ein Regisseur anwesend, der sich für den Stoff interessiert?

ausführliche Inhaltsangabe:
566 nach Christus.
Justinus II, Kaiser von Byzanz, fürchtet mehr als alle anderen Feinde zusammen die Langobarden und die Gepiden. Daher entfesselt er einen Krieg zwischen den beiden Völkern, um sie gegenseitig zu schwächen. In diesem Kampf führte König Alboin die Langobarden zum Sieg. Das liegt daran, dass ihr berühmter General Amalchi nicht mitgekämpft hat, so meinen die Gepiden. amalchi vermutet, er sei durch einen Trick von der Schlacht ferngehalten worden: Ein Bote brachte Befehle, dass er sich an einem falschen Ort einfinden solle. Doch sein König Kunimund glaubt, dass Amalchi ihn hintergangen hat – und setzt ihn als General ab. Er vermutet, Amalchi habe nicht gekämpft, weil er ihm seine Tochter Rosamunde nicht zur Frau gab. Amalchi und Rosamunde lieben sich heimlich und haben sogar einen Sohn, was jedoch keiner weiß. Sie vertrauen ihn einer Bäuerin an, die ihn großzieht und in Sicherheit vor den Langobarden bringt – aber auch fort von den Gepiden. Derweil trifft sich der Berater des Königs mit den Boten von Justinus II. Dieser lebt in der Angst, dass Alboin sich das Heer der Gepiden einverleibt und als Riesenheer die Byzantiner angreift. Daher liefert er den Langobarden immer neue Anlässe für einen Angriffskrieg.

Das ahnt König Alboin im Lager der Langobarden. Er hegt eigentlich keinen Groll gegen die Gepiden und ahnt, dass Byzanz sie auf diese Weise schwächen will. Er will sich daher mit den Gepiden im Frieden vereinen. Als Beispiel bringt er einen Apfel: Ganz ist er schwer zu zerdrücken, aber geteilt in zwei Hälften ist das ein Leichtes. Schade nur, dass seine Heerführer und Brüder das anders sehen: Sie hassen die Gepiden und wollen weiterhin Krieg. Alboin kennt seine Leute nur zu gut: Er lockt sie mit einem gemeinsamen Feldzug gegen Rom und mit der zu erwartenden reichen Beute.

Bei den Gepiden berichtet ein Spion von dem Sohn der Rosamunde und des Amalchi. Der intrigante Berater des Königs ahnt, dass sich aus dieser Nachricht etwas machen läßt – doch im Moment erfordert der Bote der Langobarden seine Aufmerksamkeit: Der bietet einen ehrenvollen Frieden an. Er nennt auch einen überzeugenden Grund dafür: Ist der Frieden demütigend, dann entsteht aus der Unzufriedenheit ein neuer Krieg – und dann können sie sich den Frieden sparen. Die Gepiden sehen ein, dass das eine gute Idee ist (und als Besiegte können sie so ein Angebot ja ohnedies schlecht ablehnen). Die Bedingungen sind folgende: Die Langobarden ziehen ab, wollen dafür aber ein Unterpfand für die bedingungslose Freundschaft der Gepiden: Die Tochter des Königs. Sie soll Alboins Frau werden. So werden beide Völker einen gemeinesamen König und eine gemeinsame Königin haben. Wie könnte Rosamunde da Nein sagen? Soll sie ihr privates Glück über das ihres Volkes stellen?

Der Berater der Gepiden sieht bereits seine Felle wegschwimmen – doch dann hat er eine Idee: Er schlägt vor, dass der Bruder des Alboin an den Turnieren teilnehmen soll. Amalchi erweist sich derweil als vollkommenes Arschloch: Er tadelt Rosamunde für ihre Entscheidung. Das ist stark, denn immerhin rettet sie doch damit das Leben derselben Menschen, die er als Heerführer nicht verteidigen konne. Doch Amalchi ahnt, dass Alboin das Heer der Gepiden für Raubzüge braucht. Er erkennt, dass der einzige Weg, die Ehe zu verhindern, der ist, Alboin im Kampf zu töten.

Unbelastet von diesen Gedanken feiern die beiden Völker eine prunkvolle Hochzeit. Leider geht Amalchis Plan schief und der des Beraters auf: Statt mit Alboin muss Amalchi mit Alboins Bruder kämpfen. Amalchi tötet ihn (ohne es zu wollen). Der Gepiden-König ist loyal den Langobarden gegenüber – und setzt Amalchi in Haft. Trotzdem gewinnen bei den Langobarden nun die Gegner des Friedens Oberhand (wie vom Berater geplant) – und überreden Alboin zum Krieg.

In einem langen blutigen Kampf wird der König der Gepiden getötet. Alboin nimmt sich Rosamunde zur Frau und hält im Gepidenpalast Hof. Die Langobarden nehmen alle Gepiden als Sklaven. Untätig muss Amalchi dies vom Gefängnis aus mit ansehen. Der falsche Berater des toten Gepiden-Königs verrät Alboin, dass Rosamunde ein Kind hat – und zeigt wo man es finden kann. Dies nutzt Alboin nun als Druckmittel, um Rosamunde gefügig zu machen. Zudem verurteilt er Amalchi zum Tode.
Doch Amalchi kennt jeden Winkel des Palastes und kann noch am Tag der Hinrichtung fliehen. Rosamunde weiß davon nichts. Sie denkt, Amalchi sei tot. Alboin sieht derweil ein: Wer zerstört, bleibt allein. Die Eroberung der Gepiden war für Alboin mit hohen Verlusten erkauft – und statt stärker, ist er nun schwächer geworden, da er ja die Unterdrückten auch in Schach halten muss. Diese Einsicht stimmt ihn milde. Er läßt alle Gefangenen frei, statt sie weiterhin als Sklaven zu verkaufen. Damit gewinnt er auch die Sympathie von Rosamundes Dienerinnen. Rosamunde jedoch argwöhnt, dass Alboin nur nett ist, um das Volk für die geplanten gemeinsame Beutezüge zu gewinnen. Außerdem will sie Rache für den Tod an Amalchi. Der listige Berater errät ihre Gedanken.

Derweil ist auch Amalchi nicht untätig – er sucht Verbündete für den Kampf gegen Alboin. So kommt es, dass ein Widerstandskämpfer Kontakt mit Rosamundes Dienerin aufnimmt und anbietet, sie und das Kind zu befreien. Als nächstes werden wir Zeuge, wie das an einem sicheren Ort lebende und von Alboins Leuten sorgsam bewachte Kind entführt wird. Die Täter bringen es zu Rosamunde, die mit dem Kind dann flieht.

Alboin läßt die Wachleute, die das Kind entkommen ließen, ans Kreuz schlagen – doch da erscheint Rosamunde im Palast und bittet um Gnade für diese Männer. Sie meint, solcher Mut, sich für ihre Königin zu opfern, verdiene Auszeihnung, nicht Strafe. Alboin glaubt, er sieht nicht richtig. Er fragt, warum sie nicht geflohen ist, als sie die Gelegenheit hatte. Sie erklärt, dass sie ihr Ziel erreicht habe: Ihr Sohn sei nicht mehr Alboins Geisel. Nun sei sie frei – und freiwillig wählt sie Alboin zum Gemahl. Hoppla.

Alboin (und auch der Zuschauer) reibt sich die Augen – aber vermutlich ist das eine List. Alboin zeigt ihr die Leiche des Beraters – dessen List und Intrigen mit Byzanz er endlich durchschaut hat - als abschreckendes Beispiel. So endet sie auch,wenn diese Ehe nur ein Trick sein sollte.

Amalchi im Lager der Verbündeten erfährt von Rosamundes Ehe – und ist wieder enttäuscht von ihr (wie gesagt - im Grunde ist er ein Arschloch). Eigentlich müsste er am besten wissen, dass Rosamunde ihn für tot hält.

Die Verbündeten sind bereit: Sie halten die Hochzeit für den richtigen Moment, zuzuschlagen. Alle Heerführer Alboins sind im Palast. Sie sind arglos und betrunken – leichtes Spiel also. Im Palast wird tatsächlich gefeiert wie nix. Alboins neuer Berater rät, die Gelegenheit zur Aussöhnung mit den Gepiden zu nutzen, wenn er noch davon träumt, Rom zu erobern. Doch Alboin bleibt mißtrauisch – ist diese Ehe eine Falle? Kann er Rosamunde wirklich trauen?
Die Verbündeten beziehen derweil draußen Stellung – und Rosamunde im Palast. Sie tritt Alboin als Braut gekleidet gegenüber. Alboin will einen Treuebeweis: Sie soll ihm aus dem Schädel eines Toten zutrinken – dem ihres Vaters. Sie trinkt ihm zu, ohne zu zögern. Alboin ist zufrieden und heiratet sie sofort. Sogleich beginnt das erwartete maßlose Saufgelage. Derweil ziehen sich die Jungvermählten zurück. Jetzt ist Rosamunde mit Alboin allein – und die Wachen saufen. Das sehen auch die Verbündeten so – sie überfallen den Palast. Alboin hört das Getümmel – und setzt seinerseits Rosamunde fest, die von dem Überfall nichts weiß, aber ihre eigenen Mordpläne nun begraben kann.
Genau in dem Moment erscheint Amalchi in der Tür. Alboin und Rosamunde reiben sich die Augen (wenn auch aus unterschiedlichen Gründen) – Während Amalchi mit Alboin kämpft, kommt Rosamundes urspürnglicher Plan doch noch zum Zuge: Sie ersticht ihn hinterrücks. Dann eilt sie zu den Kämpfenden und gebietet Einhalt.
Die Kämpfenden reiben sich auch die Augen: Amalchi lebt – und der angeblich soeben ermordete Alboin wankt in den Saal – und reicht Rosamunde seinen Handschuh (das Zeichen ihrer Eheschließung). Dann bricht er sterbend zusammen. Sie blickt nachdenklich auf den Handschuh, Amalchi blickt zweifelnd auf sie – die Gepiden jubeln, die Langobarden grübeln über ihr ungewisses Schicksal – ein bittersüßes Ende.

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