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Masada

Originaltitel:Masada
Premiere im Jahr:1980
Regie:Boris Sagal
Handlung spielt im Jahr:73 nach Christus
Darsteller:Peter O'Toole ... General Cornelius Flavius Silva

Peter Strauss ... Eleazar Ben Yair, Anführer der Rebellen

Barbara Carrera ... Sheva, Silvas Geliebte

Anthony Quayle ... Rubrius Gallus, Konstrukteur von Kriegsgerät

David Warner ... Senator Pomponius Falco

Christopher Biggins ... Claudius Albinus, Falcos Sekretär

David Mauro ... Epos, Silvas Diener

Giulia Pagano ... Miriam

David A. Block ... Ruben

Christal Blue ... Fatima

Nick Brimble ... Milades

Nigel Davenport ... Senator Mucianus

Vernon Dobtcheff ... Hohepriester

Michael Elphick ... Vettius

Alan Feinstein ... Aaron

Clive Francis ... Attius, Vespasians Spion und Tribun

Timothy West ... Kaiser Vespasian

David Hooks ... Kophar

Ken Hutchison ... Fronto

George Innes ... Titus, Vespasians Sohn

Stand:29.12.2009
Crew:Drehbuch ... Joel Oliansky, Ernest K. Gann

Produzenten ... Richard Irving, George Eckstein

Kamera (Cinematography) ... Paul Lohmann

Schnitt (Film Editing) ... Edwin F. England, Robert L. Kimble, Peter Kirby

Art Direction ... Jack Senter

Kostüme ... Vittorio Nino Novarese

Musik ... Jerry Goldsmith, Morton Stevens

Filmgesellschaft:Arnon Milchan Productions
Universal TV
Land:USA
Masada bei Amazon
Bücher/CD/DVD bei Amazon
Bewertung:
Max. 5 Sterne
- guter Film

 

Fernsehserie, 8 Episoden à 50 Minuten
Spielfilm, 90 Minuten




ansehen:
DVD bei www.polyband.de



Kurzinhalt:


Im Jahre 66 nach Christus kam es in Judäa zum bewaffneten Aufstand gegen die römischen Besatzer. Dies führte zum Einsatz des Militärs und zur Zerstörung des Tempels von Jerusalem durch General Titus (im Jahre 70). Etwa 1000 Aufständische konnten sich allerdings auf die Bergfestung Masada zurückziehen. Im Jahre 73 wird Masada schließlich von den 15.000 römischen Legionären der zehnten Legion unter General Flavius Silva belagert, der sogar eine gewaltige Rampe für seinen Angriff bauen lässt - doch so schnell geben die Rebellen nicht auf...




Kritik:


Die Ausstattung ist nicht prachtvoll, aber gut recherchiert und wirkt daher realistisch: Sie vermittelt ein gutes Bild davon, wie man sich eine römische Armee im Einsatz vorzustellen hat.

Inhaltlich legt der Spielfilm den Akzent auf römische und jüdische Politik und Kriegslisten und lässt die unterschiedlichen Religionen nur ganz am Rande einfließen. Das macht ihn sehr dicht (denn man konzentriert sich auf das Wesentliche) und doch auch sehr facettenreich. Richtig unglaubwürdig ist eigentlich nur, dass sich Rebellen-Anführer und General heimlich zu Verhandlungen treffen. Die Fernsehserie ist dagegen des Guten zu viel: Man macht zu viele Worte um den im Grunde nicht allzu komplizierten Konflikt - das ermüdet schnell.

Beiden gemein ist das problematische Ende, das versucht, die militärischen Aggressoren und die militanten Rebellen gleichermaßen von jeglicher Verantwortung freizusprechen - eine Schlusspointe mit unangenehmem Beigeschmack.





Fakten:


* Es lohnt sich, die beiden deutschen Versionen vergleichen.
Der Spielfilm wurde schon in den 80er Jahren deutsch synchronisiert, die TV-Serie erst in den 90ern. So kommt es, dass ein und dieselbe Filmszene zwei ganz unterschiedliche deutsche Texte hat.





ausführliche Inhaltsangabe:

SPOILER Warnung!

70 nach Christus: Die Römer erobern Jerusalem und zerstören den Tempel. Ganz Judäa ist besetzt.
Ganz Judäa? Nein! 900 Juden haben sich unter ihrem (auch unter den Juden umstrittenen) Führer Eleazar auf Masada zurückgezogen und führen von da einen Guerilla-Krieg gegen die Römer. Man erschwert ihnen das Eintreiben der Steuern, überfällt römische Stützpunkte und hetzt das Volk auf.

73 nach Chr. will Flavius Silva dem ein Ende bereiten. Bei einem Überfall wird ein Mitglied der Bande gefasst. Silva läßt ihn frei und durch ihn einen Kontakt mit Eleazar herstellen. Er beginnt eine Verhandlung, zu welchen Bedingungen Frieden möglich wäre. Eleazar will, dass Judäa langfristig keine Provinz mehr ist, sondern ein Verbündeter – der nicht von römischen Armeen besetzt ist, sondern eine eigene Armee unterhalten und eigene Politik betreiben darf. Kurzfristig soll man Israel ein steuerfreies Jahr gewähren, um den Tempel wieder aufzubauen und die Not im Volk zu lindern. Bis Silva das mit Rom besprochen hat, wollen beide Seiten einen Waffenstillstand einhalten.

Diese Vorschläge unterbreitet Silva seinem Kaiser in Rom. Doch Kaiser Vespasian lehnt ab: Er kann nicht mehr verhandeln - denn er hat den Sieg schon proklamiert. Die Aufständischen sollen innerhalb von sechs Monaten als Gefangene in Rom einziehen. Als Anreiz wird Silva zum Statthalter von Israel erhoben. Silva ist nicht begeistert, fügt sich aber.

Wieder in Judäa gibt er ein klares Signal: Er lässt Land für die Armee beschlagnahmen. Damit bricht er den Waffenstillstand. Dann beginnt er mit zunächst nur 5000 Mann die Belagerung von Masada. Zu Beginn bietet er noch freien Abzug an, wenn sich alle ergeben. Das lehnt Eleazar ab.

Nun will Silva eine Angriffsrampe bauen. Doch zuvor muss er zwei Offiziere beseitigen, die bisher gegen ihn gearbeitet haben. Silva hat erfahren, dass sie beim Kampf um Jerusalem taktische Fehler begangen haben – und zwar nicht aus Unwissenheit, sondern absichtlich: Sie wollten Silva behindern und wie einen Narren aussehen zu lassen, um das Ansehen von ihm und dem Kaiser zu schwächen. Silva müsste die beiden dafür eigentlich strangulieren lassen - aber sie bekommen einen ehrenvollen Tod, in dem sie Masada auskundschaften und dabei vor dem Feind fallen.
Als Hinterlassenschaft von einem der beiden Verräter bleibt dessen jüdische Geliebte Sheva zurück. Silva stellt sie unter seinen Schutz.

Von allen internen Problemen befreit, geht die Arbeit zügig voran - bis die Juden von Masada herab Steine werfen, die die bisherige Arbeit (und viele Soldaten) zunichte machen. Silva fragt sich: Warum so schnell? Warum nicht die Arbeit von Wochen und Monaten zerstören? Weil Eleazar einen kleinen schnellen Sieg für seine Leute braucht. Ein gutes Zeichen dafür, dass er auch unter den Rebellen auf der Burg nicht mehr unumstritten ist.
Silva will die Zwietracht auf dem Berg weiter verstärken - und lässt die Rampe nun von 2000 jüdischen Sklaven bauen. Wird Eleazar auch seine Landsleute angreifen?

Der Belagerungsexperte Rubrius Gallus empfiehlt, parallel zur Rampe einen Angriffsturm zu bauen. Das geschieht verborgen hinter einem Hügel, damit Eleazar nicht zu früh zu viel erfährt. Die Idee ist gut – doch während die Römer unter der unbarmherzigen Sonne schon bald ihre Wasserration sehr sparsam einteilen müssen, hat Masada Wasser und Lebensmittel im Überfluss. Eleazar kippt täglich zu ihrer Demoralisierung Schmutzwasser über den Felsen.
Dann hält er eine flammende Rede an die Soldaten, ruft sie auf, gegen Silva zu meutern, denn der wolle sie zu seinem eigenen Ruhm verdursten lassen.

Doch die Römer erkennen, dass diese Rede nicht an sie, sondern an die eigenen Leute gerichtet ist: Er muss die Rebellen bei der Stange halten, in dem er die Römer als Unmenschen darstellt - wohlwissend, dass sie diesem Land Zivilisation und Ordnung bringen könnten, wenn er sie nicht durch seinen Guerillakrieg daran gehindert hätte. Aus Silvas Sicht ist Eleazar selbst die Ursache dessen, was er zu bekämpfen vorgibt.

Inzwischen bekommt Silva Besuch von Falco. Der gibt sich als Freund und erkundigt sich besorgt nach dem Fortgang der Arbeiten, da in Rom die Gegner dieses Feldzuges an Macht gewinnen.
Rubrius Gallus hat wieder eine Idee: Die Rampe noch drei Meter höher bauen, dann kann der Turm drei Meter niedriger ausfallen und sie sind eine Woche früher fertig. Doch beim Vermessen der Rampe wird er von den Juden mit einem Pfeil erschossen. Noch im Sterben gibt er Tipps für einen erfolgreichen Angriff – doch wer soll nun die Rampe zu Ende bauen?
Falco nutzt die Gelegenheit, sich als Legat des Kaisers zu erkennen zu geben und Silva zu entmachten. Er hat eine beurkundete Legitimation des Kaisers, das Kommando zu übernehmen, wenn das Unternehmen gefährdet ist. Silva ist empört, denn damit bricht Vespasian seine Vereinbarung mit ihm, doch er fügt sich wieder: Er übergibt Falco das Statthalteramt und packt seine Sachen, um nach Rom zurückzukehren.

Derweil versucht Falco, die Juden zur Aufgabe zu bewegen, in dem er alle 2o Minuten einen jüdischen Sklaven mit dem Katapult gegen die Felsen schleudern lässt. Für jeden toten Juden sei Eleazar von nun an selbst verantwortlich. Auch Falco verspricht wieder freien Abzug und Frieden, wenn alle Rebellen kapitulieren. Das Morden macht Eindruck auf dem Felsen – und unten im römischen Lager.
Eleaza fleht in der Synagoge Gott um Hilfe an. Silva, sich der Zuneigung der Legionäre sicher, setzt Falco ab und beendet die Katapult-Aktion. Die Juden werten diese plötzlichen Wende als Zeichen Gottes, dass er die Führerschaft Elezars anerkennt.

Silva trifft sich wieder heimlich mit Eleazar am Fuße des Felsens. Silva erklärt, dass Falcos Verhalten nicht Rom sei und dass Vespasian die Bedingungen Eleazars akzeptieren wird, wenn die politische Lage in Rom es zulässt. Er bietet nochmals und mit Nachdruck freien Abzug an, damit sie beide diesem Land Frieden bringen können. Doch Eleazar misstraut den Zusagen. Er baut auf Gottes Hilfe. Silva ist enttäuscht – und fügt sich in den Krieg.

Silva verdoppelt die Anstrengungen, baut sogar selbst mit – und die Rampe ist in Rekordzeit fertig. Als nun der Belagerungsturm hinter dem Hügel hervorgezogen wird, geraten die jüdischen Anführer in Panik. Aber Eleazar hat eine geniale Idee: Er baut hinter der Mauer eine Wand aus Holz. Diese ist außerhalb der Reichweite der Ramme.

Wie erwartet schieben die Römer ihren Turm ungehindert bis ganz nach oben, und die steinerne Mauer fällt unter den Schlägen des Rammbocks - aber die Holz-Wand dahinter bleibt stehen. Silva lässt diese in Brand stecken und fleht wieder Gott um Hilfe an. Der Wind dreht sich und weht die Flammen zum Turm herüber. Die Römer fliehen von der Rampe – doch sie geben nicht auf, denn der Turm ist durch ihre Schilde vor dem Feuer geschützt. Silva kann am nächsten Tag die Festung einnehmen. Die Juden versammeln sich daher zu einer Besprechung in einem der Räume des ehemaligen Palastes von König Herodes.

Am nächsten Morgen: Die Römer marschieren die Rampe hoch und nehmen Masada ohne Widerstand ein. Sie finden die Juden tot vor: kollektiver Selbstmord.
Silva ist verbittert und enttäuscht: Er hatte nämlich tatsächlich nicht vor, die Rebellen zu töten. Mit seiner Hilfe hätte Eleazar dagegen eine echte Chance gehabt, in Judäa etwas aufzubauen. Er hat somit nicht nur seinem Land einen schlechten Dienst erwiesen, sondern auch den Tod aller Männer, Frauen und Kinder, die ihm vertraut haben, zu verantworten. Silva kommt zu dem Schluss, dass sie beide schlechte Anführer waren: Denn gute Anführer müssen ihre Feinde viel besser einschätzen können.

Eine Rückblende zeigt Eleazar bei seiner Rede an die Juden: Durch Selbstmord können sie den Sieg der Römer in eine schale Niederlage verwandeln, denn dann ist Masade nur ein besetzter Felsen – die tote Juden aber werden für immer unvergessen bleiben.

ende



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