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Herkules, Samson und Odysseus

Originaltitel:Ercole sfida Sansone/
Ercole, Sansone e Maciste
Premiere im Jahr:1964
Regie:Pietro Francisci
Handlung spielt im Jahr:1075 vor Christus
Darsteller:Kirk Morris ... Herkules

Richard Lloyd ... Samson

Liana Orfei ... Delilah

Enzo Cerusico ... Odysseus

Stand:19.12.2009
Crew:Drehbuch + Schnitt (Film Editing) ... Pietro Francisci

Produzent ... Joseph Fryd

Kamera (Cinematography) ... Silvano Ippoliti

Art Direction ... Giorgio Giovannini, Giuseppe Ranieri

Kostüme ... Gaia Romanini

Musik ... Francesco Lavagnino

Außenaufnahmen ... im Stadtteil EUR von Rom (Palast von Gaza)

Filmgesellschaft:ICD
Land:Italien
Bücher/CD/DVD bei Amazon
Bewertung:
Max. 5 Sterne
- ok

 

Abenteuerfilm, 93 Minuten
deutsche Version: 83 Minuten


Kurzinhalt:
Man hat alles zusammengesammelt, was an antiken Sagen gerade greifbar war: Die Argonautensage, die Bibel, Herakles und noch mehr.




Kritik

Plus: Da knacken die Muskeln! Mittels eines Kunstgriffes die berühmtesten Action-Helden der Antike in einem Film zusammenzubringen, ist keine schlechte Idee. Gute Actionszenen + schöne Außenaufnahmen + schöne Kulissen + schöne Frauen. Das Ergebnis ist farbenfroh und kurzweilig.

Minus: Leider hat man aus der interessanten Idee nur ein mittelmäßiges Crossover gemacht, in dem sich starke Männer mit Styropor-Requisiten verprügeln. Obwohl alle Personen recht starke Motive für ihre Handlungen haben, ist alles ziemlich unglaubwürdig. Zudem ist es geschmacklich fragwürdig und ziemlich pietätlos, in einem oberflächlichen Actionfilm die Verfolgung der Juden und Glaubensbekenntnisse zu Gott in die Dialoge zu werfen - wie Streusel auf einen Kuchen.





Fakten:

* Hebe ist der Sage nach die letzte Frau des Herakles - allerdings erst als er nach seinem Tod zum Olymp aufsteigt. Hier geben ihm die Götter Hebe (eine Tochter von Zeus und Hera) zur Frau. Als Mensch war er mit Deianira verheiratet, mit der er auch seinen Sohn Hyllos hat (wie u.a. in Die Rache des Herkules von 1960 zu sehen).

* In den klassischen Sagen sind Herkules, Laertes und Argos tatsächlich Zeitgenossen.




ausführliche Inhaltsangabe:
SPOILER Warnung!


Herkules, sein Sohn Hyllos und Königssohn Odysseus verlassen ihre Heimat Ithaka, um ein See-Ungeheuer zu jagen, das vor der Küste ihre Schiffe terrorisiert - und das sie auf hoher See auch tatsächlich finden. Herkules rammt ihm einen Haken in den Rücken. Doch das Ungeheuer stirbt nicht, sondern schleppt das Schiff in ein unbekanntes Land.

Daheim sehen König Laertes (Odysseus' Vater) und die beunruhigten Frauen Hebe (Herkules' Gattin), Antikleia (Odysseus' Mutter) und Penelope (Odysseus' Frau) malerisch aufs Meer hinaus. Da kommt eine Taube mit einer Nachricht des Odysseus: Sie befinden sich im Kampf mit dem Meeresungeheuer und kämen in ein paar Tagen zurück.

Ein Schnitt springt direkt auf die Helden, die auf den losen Planken ihres zerstörten Schiffes im Meer treiben und sich darum prügeln, ob sie die Brieftauben lieber essen oder als Boten am Leben lassen sollen. Herkules verpasst jedem einen Freiflug ins Wasser – nun tun alle, was er für richtig hält.
In einem unbekannten Land stranden sie, wo Herkules als erstes einen wildgewordenen Stier erlegen muss. Sie verzehren ihn (nicht Herkules, sondern den Stier – die Tauben atmen hörbar auf) und gehen ins Landesinnere. Palmen säumen ihren Weg und geben plötzlich den Blick frei auf ein Dorf. Bei ihrem Anblick fliehen alle, nur ein furchtloser Alter spricht sie an und erklärt, sie seien hier beim Stamme der Daniter gelandet (im heutigen Israel). Wenn sie ein Schiff und Pferde suchen, müssen sie zum Fürsten der Philister nach Gaza gehen.

Ein Schnitt offenbart, warum die Leute so vorsichtig sind: Sie halten den gesuchten Freiheitshelden Samson versteckt und befürchten, jeder Fremder könnte ein Spitzel sein. Odysseus versendet eine Taube mit der frohen Botschaft, wo sie sind und dass es ihnen gut geht. Samson beobachtet dies von seinem Versteck aus und denkt, die Taube benachrichtigt ein Überfallkommando, das ihn abholen soll. Die griechischen Helden ahnen nichts davon und schließen sich einer Karawane an, um nach Gaza zu kommen.

In Ithaka beunruhigt die gutgemeinte Nachricht die Familie. Man beschließt, Argos und sein hochgerüstetes Schiff nach Judäa zu schicken, um die Helden zu holen.

Derweil rasten die Griechen in einer Oase, wo sie von Löwen überfallen werden – was wieder Anlass für eine Actionszene mit Herkules ist. Der Philisterkaufmann Azor vermutet deswegen, dass der bärenstarke Mann wohl Samson ist, der sich als Grieche ausgibt, um in Gaza den König zu töten. Er verlässt die Gruppe, scheinbar aus Angst vor den Löwen, in Wirklichkeit um in Gaza den König vorzuwarnen, dass der gesuchte Samson auf dem Weg zu ihm ist - und um dafür die Belohnung zu kassieren.

Derweil wird das Dorf von Philistern durchsucht. Ein Soldat hatte vor kurzem beobachtet, wie Samson in diese Richtung gelaufen ist. Samson ist allerdings schon wieder weg, aber er hat sein verräterische Löwenfell. Die Philister finden es, töten alle Männer und machen das Dorf dem Erdboden gleich. Die Frauen und Kinder kommen auf den Sklavenmarkt.

Die Griechen setzen unterdessen unbehelligt ihren Weg fort. Soldaten halten sie zwar auf, doch die kennen Samson und wissen, dass Herkules nicht der Gesuchte ist. Im Palast kündigt Azor unterdessen die Ankunft des vermeintlichen Samson an. Der König ist ein wenig beunruhigt, denn Samsons Kraft ist legendär. Aber Delilah, die nebenberuflich laszive Tänze für den König aufführt, hat schon eine Idee.

Die in die Sklaverei verschleppten Frauen des Dorfes werden unterdessen von Samson befreit – nun ist er sich sicher, dass er Recht hatte: Herkules arbeitet für die Philister.

Herkules und seine Gruppe setzen ihren Weg fort und werden im Palast in Gaza nur zurückhaltend empfangen. Herkules erklärt, dass sie aus Ithaka sind und ein Schiff kaufen wollen. Der König, der Samson nicht kennt, glaubt nun, Samson vor sich zu haben (es ist ja auch unwahrscheinlich, dass es in seinem Land gleich zwei Menschen gibt, die einen Löwen mit bloßen Händen erlegen können). Doch er gibt Herkules eine Chance, seine Worte zu beweisen: indem er Samson besiegt. So lange muss Odysseus im Palast bleiben. Kommt Herkules in drei Tagen ohne Samson zurück, werden alle getötet. Als Begleitung bekommt Herkules für diese Aufgabe ausgerechnet Delilah. Sie reist in einem Prunkwagen, der an lächerlichem Schmuck nicht zu überbieten ist – aber vielleicht soll sich Samson ja zu Tode lachen.

Am nächsten Morgen jedenfalls ist all der Tand verschwunden, nur Delilah und Herkules sind noch übrig. Er tut nun so, als wäre Delilah seine Gefangene, die er hinter sich an einer Kette herschleppt. Sie soll der Köder für Samson sein - und dieser fällt auch tatsächlich darauf herein: In den Ruinen eines alten Tempels greift Samson ihn an. Herkules kämpft mit ihm, dass die Styropor-Mauern nur so durch die Luft wirbeln. Dabei gelingt es Herkules auch noch, zu erklären, wer er ist und warum er Samson nach Gaza bringen muss. Samson kann erklären, dass er für die Freiheit seines Volkes kämpft. Da beschließen sie, gemeinsam etwas gegen den König in Gaza zu unternehmen. Damit Delila ihren Plan nicht verraten kann, fesseln sie sie.
Zusammen reiten sie in das zerstörte Dorf. Da begreift auch Delilah, warum er die Philister bekämpft. Deswegen will sie ihnen helfen.

Unterdessen ist Argos mit der Familie der Helden auf seinem legendären Schiff Argo auf dem Weg nach Judäa.

Im Palast vereinbart Delilah mit den Philistern als Übergabe einen Treffpunkt an einem alten Tempel. Als da nun ein Schiff mit Odysseus und Hyllos an Bord wie verabredet auftaucht, tut Herkules so, als würde er Samson ausliefern.

Odysseus inspiziert das Schiff und bemerkt, dass es im Rumpf gespickt ist mit bewaffneten Soldaten der Philister. Er springt mit Hyllos über Bord und schwimmt zum Tempel, wo er Herkules warnt. Doch zu spät, die Philister greifen schon an.
Jetzt verteidigen sich die Helden mit den Balken und Steinen des alten Tempels (die zum Glück auch nur aus Styropor sind). Delilah steht an der Seite des Königs auf dem Streitwagen. Ihr Spiel war also doppelt. Nun müssen die beiden mitansehen, wie ihre Armee unter einer Lawine von Steinen begraben wird. Der König lässt mit Pfeilen das Schiff in Brand setzen – doch zum Glück kommt gerade jetzt die Argo angesegelt.
Die Griechen und Samson durchbohren den König jetzt schnell mit einem Speer und schwimmen dann der Argo entgegen.

Unterwegs setzen die Griechen Samson in seinem nahen Heimatdorf ab, dann segeln sie, von rauschhafter Musik umspült, zurück nach Ithaka - Ende.

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