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Löwe von Theben, Der

Originaltitel:Leone di Tebe, Il /
Hélène Reine de Troie
Premiere im Jahr:1964
Regie:Giorgio Ferroni
Handlung spielt im Jahr:1250 vor Christus
Darsteller:Mark Forest ... Fürst Arion

Yvonne Furneaux ... die schöne Helena

Pierre Cressoy ... Pharao Ramses

Rosalba Neri ... Nais, seine Hauptfrau

Alberto Lupo ... König Menelaus von Sparta

Massimo Serato ... Tutmes, der ehrgeizige General

Carlo Tamberlani ... der neue Pharao Menophis

Stand:26.10.2009
Crew:Drehbuch ... Andrei De Coligny, Remigio Del Grosso, Giorgio Ferroni, Jean Velter

Produzent ... Diego Alchimede

Kamera (Cinematography) ... Angelo Lotti

Schnitt (Film Editing) ... Antonietta Zita

Art Direction ... Arrigo Equini

Kostüme ... Elio Micheli

Musik ... Francesco De Masi

Filmgesellschaft:Sirius, Paris
Filmes, Rom
Land:Italien + Frankreich
Bücher/CD/DVD bei Amazon
Bewertung:
Max. 5 Sterne
- hat Schwächen

 

Abenteuerfilm, 85 Minuten


Kurzinhalt:

Arion und die schöne Helena sind aus Troja geflohen und sind nun Schiffbrüchige am Strand von Ägypten. Am Hofe des Pharao werden sie freundlich aufgenommen - doch der Schein trügt. Bald sind sie mitten in einem gnadenlosen Machtkampf.



Kritik:


Minus: Vier Autoren und keine Idee. Nur die üblichen Palastintrigen, die man schon aus vielen anderen italienischen Epics kennt. Alle Szenen sind völlig austauschbar. Es gibt sogar einen römisch-griechischen Ringkampf (wohlgemerkt: in Ägypten!). Aber ein Zweikampf gehört eben zur Drehbuch-Formel - ganz egal, ob im alten Rom oder Griechenland oder Ägypten. Ganz egal, ob logisch oder nicht.

Plus: Schöne Frauen in schönen Kulissen.



Fakten:


* Schon Euripides hatte die Idee, dass Helena nach dem Untergang von Troja Schiffbruch erleiden und in Ägypten landen könnte.

* Yvonne Fourneaux war eine richtig gute Schauspielerin und verkaufte sich in Filmen wie diesen unter Wert. Leider durfte sie nur zweimal zeigen, was sie kann: In Fellinis La dolce Vita (1960) und in Polanskis Ekel (1965).

* Die Kriegsszenen sind aus Nofretete - Königin vom Nil (1961).





Inhalt:

SPOILER Warnung!

In der ersten Einstellung sieht man die beiden schönen Menschen Yvonne Fourneaux und Mark Forest leicht bekleidet am Strand liegen. Der interessierte Zuschauer erwartet nun eine heiße Sex-Szene - aber stattdessen kommt nur der Vorspann.
In Rückblenden wird erzählt, dass die beiden Arion und die schöne Helena sind. Troja wurde von den Griechen erobert und vernichtet. König Menelaos nahm seine geraubte Frau Helena wieder an sich. Leider sank ihr Schiff, mit dem sie auf dem Weg von Troja nach Sparta waren. Helena und Arion retten sich an Land - und finden sich in Ägypten wieder (wieso gerade da, wird im Film nur unzureichend erklärt).

Korrekt, wie die beiden sind, stellen sie sich am Hofe des Pharao als Kollegen aus Griechenland vor und bitten ihn um Hilfe. Ramses befindet sich eigentlich gerade im Krieg mit dem Statthalter Menophis, der ihm den Thron streitig macht. Doch kaum hat Helena den Palast betreten, ist dieser Ärger vergessen - und schwuppdiwupp verfallen alle männlichen Würdenträger ihrer Schönheit (so wie schon vor 10 Jahren die Trojaner). Der Pharao denkt gar nicht daran, ihr zu helfen, sondern will sie als seine neue Hauptfrau dabehalten. Nais, seine aktuelle Gemahlin ist not amused. Sie spinnt ein paar Intrigen gegen Helena. Zu allem Überfluss hat auch König Menelaos das Schiffsunglück überlebt und taucht nach einer Weile am Hof auf - um noch ein paar Intrigen mehr zu spinnen. Die ganzen Intrigen sind übrigens völlig überflüssig - denn (Überraschung!) Helena will eigentlich gar nicht bleiben. Sie will nach Hause, nach Sparta. Aber dann wäre der Film ja schon nach fünf Minuten zu Ende. Also muss der Zuschauer noch ein paar dunkle Pläne über sich ergehen lassen.

Da alle Männer nun nur noch von Helenas schönem Gesicht reden und der Pharao nichts Besseres zu tun hat, als Schmuck und Juwelen zu kaufen, wundert es nicht, dass eines Tages Menophis mit seinem Heer vor der Tür steht. Was tun?
Tutmes entscheidet sich, zwei Fliegen mit einer Klappe zu schlagen (noch ein Winkelzug, der in Filmen wie diesen oft zur Anwendung kommt): Er ermordet den unfähigen Ramses und schiebt Helena die Schuld in die Schuhe. Im Angesicht der Bedrohung durch ein feindliches Heer findet der Palast nun noch die Zeit, einen ausgedehnten Indizienprozess gegen Helena zu führen - kein Wunder also, dass auch Tutmes am Ende die Armee des Ursurpators nicht niederringen kann.

Tutmes und auch König Menelaos fallen im Kampf - zum Glück, denn Menelaos' Dialogzeilen waren subtil wie ein Holzhammer. In der Entscheidungsschlacht rennt er z.B. mit dem Schwert fuchtelnd durch den Palast und ruft "ich bring euch Ägypter alle um!"
So wird Menophis neuer Pharao (einer der wenigen Fälle, in denen ein unrechtmäßiger Ursurpator am Ende eines italienischen Monumentalfilmes den Sieg davonträgt) - und setzt dem Treiben am Hof ein Ende. Helena und Arion dürfen endlich ungehindert nach Hause. Erleichterung beim Zuschauer: Na endlich. Warum nicht gleich so?

Ende

myTreasures Plugin (v2.2.5) by Marcus Jäntsch