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König der Könige

Originaltitel:King of Kings
Premiere im Jahr:1961
Regie:Nicholas Ray
Handlung spielt im Jahr:30 nach Christus
Darsteller:Jeffrey Hunter ... Jesus Christus

Frank Thring ... König Herodes Antipas

Siobhan McKenna ... Maria, Jesu Mutter

Hurd Hatfield ... Pontius Pilatus

Ron Randell ... Zenturio Lucius

Viveca Lindfors ... Claudia, Pontius' Frau

Rita Gam ... Herodias, Herodes' Frau

Carmen Sevilla ... Maria Magdalena

Brigid Bazlen ... Salome, Herodes' Stieftochter

Harry Guardino ... Barabbas

Rip Torn ... Judas

Royal Dano ... Petrus

Robert Ryan ... Johannes der Täufer

Guy Rolfe ... Kaiphas, der Hohepriester

Gregoire Aslan ... König Herodes der Ältere

sowie Statisten von der spanischen Armee

Stand:09.05.2010
Crew:Drehbuch ... Philip Yordan, Ray Bradbury

Produzent... Samuel Bronston

Kamera (Cinematography) ... Manuel Berenguer, Milton R. Krasner, Franz Planer

Schnitt (Film Editing) ... Harold Kress

Musik ... Miklos Rozsa

Art Direction + Kostüme ... Georges Wakhevitch

Außenaufnahmen ... Spanien, in der Nähe von Madrid und Sevilla

Studio ... Samuel Bronston Studios, Spanien

Filmgesellschaft:Samuel Bronston Productions + MGM
Land:USA
Bücher/CD/DVD bei Amazon
Bewertung:
Max. 5 Sterne
- ok

 

Monumentalfilm, 155 Minuten


Kurzinhalt:
Das Leben Jesu vor dem Hintergrund politischer Unruhen im Heiligen Land.




Kritik:


Insgesamt ziemlich kurzweilig. Die Kulissen sind beeindruckend. Jerusalem erstrahlt im alten Glanz: elegante Tempel, prachtvolle Paläste (alles bevölkert von beeindruckenden Statistenmassen). Nicht so beeindruckend sind die Kostüme: Besonders die Römer sind ein wildes Gemisch aus anachronistischen Details (mittelalterliche Schilde und Schwerter bei den Soldaten, moderne Schnitte und Farben bei den Frauenkleidern. Insbesondere der absurd hohe Kopfputz der Männer und Frauen bei Hofe ist bisweilen geradezu lächerlich).

Eindrucksvoll ist die ausführliche Darstellung des historischen Hintergrundes: Die Eroberung von Palästina und die neuen Machtverhältnisse unter der römischen Besatzung. Leider fehlt das bei anderen Jesus-Filmen - aber ohne dieses Wissen kann man die Motivation der Personen und die hohe Erwartungshaltung, die mit Jesus Christus verbunden war, nicht verstehen. Das Problem: Nun gibt es viele Szenen, die gänzlich ohne Jesus auskommen - was einen nach einer Weile etwas irritiert, denn um Jesus geht es ja eigentlich. Spätestens, wenn in einer langen Kampfszene Hunderte von Statisten hingemetzelt werden, fragt man sich, ob man wirklich noch einen Christus-Film sieht.

Wenn Jesus dann endlich auftritt - macht sich sofort bleierne Langeweile breit. Während alle anderen Personen lebensnahe und sogar mitreißende Dialoge haben, spricht ausgerechnet die Hauptrolle künstliche und altmodische Texte. Dabei macht er dramatische Kunstpausen, die die Szenen qualvoll in die Länge ziehen. Noch dazu sind das fast alles Standardzitate aus dem Neuen Testament, die jeder kennt, der im Religionsunterricht gut aufgepasst hat.
Auch die meisten Wunder Jesu sind im Film gar nicht zu sehen. Man erfährt davon nur aus den Erzählungen der anderen. Gezeigt wird nur eine kleine (wenig aufregende) Auswahl an Wundern. Nämlich die, die nicht im direkten Widerspruch zu dem stehen, was naturwissenschaftlich erklärbar ist. Das wird gläubige Zuschauer natürlich sehr enttäuschen.

Mit anderen Worten: Alle Leute sind interessanter - als Jesus selbst. Christus wird hier reduziert - vom Heiland zum Stichwortgeber. So vergehen drei (!) Stunden - ohne dass klar wird, wofür der Mann aus Nazareth eigentlich steht. Magere Bilanz für einen Jesus-Film.





Fakten zum Film:


*Samuel Bronston drehte nur sehr wenige Filme, unter anderem Der Untergang des Römischen Reiches.

* Der Film war ursprünglich sehr viel länger. MGM hat ihn auf eine Länge gekürzt, die gerade noch für den Kinoverleih geeignet war. Vielleicht würde es sich lohnen, eine restaurierte Fassung zu erstellen und in mehreren Teilen im Fernsehen zu zeigen.

* Brigid Bazlen hatte mit 16 Jahren das perfekte Alter für die Rolle. Ihre Darstellung wird durch die routinierte Synchronsprecherin gerettet - im englischen Original bemerkt man, dass sie weder spielen noch sprechen kann.

* Frank Thring wurde in diesem Film befördert: War er in Ben Hur nur Statthalter von Judäa, so ist er hier schon König von Israel.

* Jeffrey Hunter drehte danach Das Gold der Cäsaren, in dem er wieder antike Gewänder trug - und wieder auf Ron Randell traf, der auch wieder einen Centurio spielte. Was nur wenige wissen: Hunter war der erste Captain des Raumschiffes Enterprise, im Star Trek-Pilotfilm The Cage (1965) - ein Stück Fernsehgeschichte, das bei uns viel zu selten zu sehen ist.
In The Cage spielte er mit John Hoyt, der mit Julius Cäsar, Androkles und der Löwe, Spartacus und Cleopatra eine beeindruckende Liste von Genreklassikern vorweisen konnte, in denen er mitgespielt hatte. Leider sind sie alle schon tot. Sonst hätte man ein Monumentalfilm-Veteranen-Treffen veranstalten können, bei dem sicher interessante Dinge zur Sprache gekommen wären.

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