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Legionen des Cäsaren, Die

Originaltitel:legioni di Cleopatra, Le
Premiere im Jahr:1959
Regie:Vittorio Cottafavi
Handlung spielt im Jahr:30 vor Christus
Darsteller:Linda Cristal ... Cleopatra

Georges Marchal ... Mark Anton

Ettore Manni ... Zenturio Curridio

Alfredo Mayo ... Oktavian, der spätere Augustus

Stand:02.12.2009
Crew:Drehbuch ... Vittorio Cottafavi, Giorgio Cristallini, Ennio De Concini, Ennio De Concini, Arnaldo Marrosu

Produzent ... Virgilio de Blasi

Kamera (Cinematography) ... Mario Paceco

Schnitt (Film Editing) ... Julio Pena, Lugiano Cavalieri

Art Direction ... Antonio Simont

Kostüme ... Vittorio Rossi

Musik ... Renzo Rosselini

Studio ... Cinecittà, Rom

Außenaufnahmen ... in Spanien

Filmgesellschaft:Alexandra
Atenea Films
Comptoir Français de Productions Cinématographiques
Land:Italien + Frankreich + Spanien
Bücher/CD/DVD bei Amazon
Bewertung:
Max. 5 Sterne
- hat Schwächen

 

Historienfilm, 100 Minuten


Kurzinhalt:
Die Ägypter haben in Actium gegen die Römer verloren. Nun erwartet ganz Alexandria die Ankunft der siegreichen Truppen des Oktavian. Zenturio Curridio versucht, Marcus Antonius zur Rückkehr zu den Römern zu überreden: Er soll Cleopatra verlassen und Ägypten kampflos übergeben. Doch Cleopatra hat eigene Pläne, und Marc Anton zieht die offene Schlacht vor. Es kommt, wie es kommen muss...




Kritik:


Eine interessante Grundidee - aber Cottafavi macht nichts daraus. Die Story verstrickt sich in Plots und Subplots und kann sich nicht recht entscheiden zwischen Weltgeschichte und Klamotte. So schwankt der Film zwischen hochtrabenden pathetischen Dialogen und selten dämlichen Action-Szenen.
Dazu kommt, dass Linda Cristal nicht spielen kann und im ganzen Film keine Miene verzieht (man muss aber zugeben: Erstens kommt das in diesem Genre öfter vor und zweitens scheitern an den schlechte Dialogen in diesem Film auch die guten Schauspieler).

Die komische Täterätä-Musik setzt keine Akzente, sondern umspült den Film mit einem merkwürdigen Klangbrei. Die Kulissen allerdings sind überraschend monumental - offenbar war mehr Geld als bei anderen Euro-Epics vorhanden. Die Außendekorationen sehen dabei sogar noch ganz authentisch aus. Es gibt z.B. schöne Matte-Paintings vom Leuchtturm zu Pharos. Im Vergleich dazu sind die grellbunt angemalten Innendekorationen geradezu lächerlich und sehen meist auch richtig billig aus. Dasselbe gilt für die Außendrehs in erkennbar spanischen Landschaften - in die man lediglich ein paar Palmen gestellt hat, damit es nach Ägypten aussieht.

Den Vogel aber schießen die Kostüme ab: Sie sind purer Trash, in dem alle Darsteller seltsam weibisch aussehen. So trägt Cleopatra allen ernstes ein Kleid in grellem Lila - und Mark Anton eine Toga mit Super-Mini-Rock in himmelblau! Die Offiziere haben hässliche Mäander-Applikationen, die noch dazu glänzen, als habe man sie kurz vorher schnell aufgebügelt. Da sehnt man sich ja direkt nach den Schwarzweißfilmen zurück!




Fakten:


* Der Film wurde von der 20th Century Fox noch 1959 aufgekauft, damit er nicht in Konkurenz zu ihrer eigenen Cleopatra-Version (1963) lief. Erst als man merkte, dass er ihrem Epos nicht das Wasser reichen kann, kam er in die Kinos (1960 in Europa, in den USA sogar erst 1962).

* In Wirklichkeit war es genau umgekehrt: Marc Anton schickte Unterhändler zu Oktavian, um unnötiges Blutvergießen zu verhindern.





Inhalt:


Nach der verlorenen Schlacht von Actium, erwarten Marcus Antonius und Cleopatra (und mit ihnen die ganze Stadt Alexandria) die Ankunft der siegreichen römischen Armee unter Oktavian. Er beherrscht im Moment nur den westlichen Teil des römischen Reiches und Marc Anton nur den östlichen. Die Entscheidungsschlacht um die alleinige Vorherrschaft steht bevor. Octavian sendet seinen Zenturio Curridio incognito als Unterhändler nach Alexandria, um im letzten Moment unnötiges Blutvergießen zu verhindern.

In Alexandria lernt Currido eine schöne Tänzerin in einer Kneipe kennen - und verliebt sich in sie. Er beginnt, sie regelmäßig zu daten, bis er eine Überraschung erlebt: Auch die Bardame war incognito unterwegs - und ist in Wirklichkeit Königin Cleopatra selbst! Weitere Dates sind nun natürlich nicht mehr möglich, aber zum Glück gibt es in Alexandria noch mehr schöne Mädchen.
In einem Subplot versucht der ägyptische Geheimdienst derweil unablässig, Curridio zu töten, damit dieser Marc Anton nicht zum Fortgehen bewegen kann. Man braucht den erfahrenen Feldherrn. Doch Curridio dringt zu Marc Anton vor und versucht auftragsgemäß, ihn dazu zu überreden, Cleopatra zu verlassen und sich wieder den römischen Truppen anzuschließen. MarcAnton aber lehnt ab - er liebt Ägypten zu sehr. In der Tat sind seine Einwände wohlüberlegt: Warum sollen sich gerade die Ägypter ergeben, um römische Legionäre zu schonen? Warum kehrt Oktavian nicht einfach nach Rom zurück und lässt alles wie es ist? Das geht freilich nicht, denn Rom ist auf die Getreidelieferungen aus Ägypten angewiesen.

So kommt es zur Schlacht vor Alexandria am 1. August 30 v.Chr.(übrigens mit großem Statisten-Aufgebot durchaus ansehnlich dargestellt), in dessen Verlauf Ägyptens Verbündete zu Oktavian überlaufen und sich Antonius' Armeen schließlich ergeben (viele Truppenteile sogar kampflos). Marc Anton und Cleopatra nehmen sich daraufhin das Leben.

Centurio Curridio geht aus alldem als Held hervor - doch er kann sich mit der neuen Weltordnung nicht so recht anfreunden. Zusammen mit seiner (neuen) Geliebten reitet er in die Wüste hinaus - auf der Suche nach einem Land mit friedlichen Bewohnern.

myTreasures Plugin (v2.2.5) by Marcus Jäntsch