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Bibel, Die - 10, Esther

Originaltitel:Ester regina di Persia
Premiere im Jahr:1999
Regie:Raffaele Mertes
Handlung spielt im Jahr:475 vor Christus
Darsteller:Louise Lombard ... Esther / Hadassa

F. Murray Abraham ... ihr Onkel Mordechai

Thomas Kretschmann ... Xerxes, König von Persien

Ornella Muti ... seine Frau Waschti

Jürgen Prochnow ... Großkämmerer Haman

Frank Baker ... Esra, Führer der konservativen Juden

John Hollis ... Harbona

Umberto Orsini ... Memuchan, alter Großkämmerer

Phil Davies ... Hegai, der Haremswächter

Christopher Ettridge ... Hatach, Haremsdiener

Natasha Williams ... Maimuna, Esthers Dienerin

Stand:03.01.2010
Crew:Drehbuch ... Sandy Niemand

Produzent ... Lorenzo Minoli, Luca Bernabei

Kamera (Cinematography) ... Giovanni Galasso

Schnitt (Film Editing) ... Alessandro Lucidi

Art Direction ... Paolo Biagetti

Kostüme ... Simonetta Leoncini, Giovanni Viti

Musik ... Carlo Siliotto

Außenaufnahmen ... Ouarzazate (Marokko)

Filmgesellschaft:Lux Vide
Lube
Quinta Communications
Taurus
RAI Uno
France 2
Antena3
ARD
MTM
Czech TV
NCRV
BSKYB
Land:USA + Deutschland + Italien
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Bewertung:
Max. 5 Sterne
- ok

 

Bibelfilm, 90 Minuten


Kurzinhalt:
Die biblische Geschichte der Hebräerin Esther, die den persischen König Ahasveros (Xerxes I) heiratet, um ihr Volk zu retten. Noch heute erinnert Purim, das Schicksalsfest, an sie.



Kritik:
Auch bei diesem Film der Reihe ist die Optik das größte Plus: Aufwändige, im Maßstab 1:1 errichtete, sehr ästhetische und realistische Kulissen stellen die antike Stadt Susa dar und führen dem Zuschauer eindrucksvoll die ganze Pracht des alten Persien vor Augen - eingefangen von einer wirklich schönen Kamera-Arbeit. Raffaele Mertes hat ein Händchen für kleine, lebendige und unterhaltsame Alltagsszenen, die den Film ungemein bereichern - der mit 90 Minuten auch genau die richtige Länge hat, um noch kurzweilig zu sein und dennoch die gesamte Esther-Geschichte zu erzählen, so wie sie auch überliefert ist.
Kleinere Schwächen verzeiht man da gerne (z.B.: Thomas Kretschmann ist rasend unglaubwürdig als Gottkönig und Herr aller Länder - und überhaupt: Warum der König seine eigenen Befehle nicht widerrufen kann und warum Esther den Juden befiehlt zu fasten, wird zu wenig und zu schlecht erklärt, als dass es der Zuschauer nachvollziehen könnte).





Fakten:

* Der Name "Esther" kommt für die Babylonier von "Ishtar", der Göttin der Liebe. Im Aramäischen, der Sprache der Juden, heißt es "Verborgen" (wie im Film).

* Das Wort "Purim" bezieht sich auf die Steine, aus denen die Perser die Zukunft gelesen haben (ist im Film zu sehen).







ausführliche Inhaltsangabe
SPOILER Warnung!


60 Jahre lebten die Juden in Babylonischer Gefangenschaft (siehe Die Bibel - Jeremia), bis die Perser Babylon eroberten und der Perserkönig Cyrus den Gefangenen die Heimkehr erlaubte. Viele Juden aber lebten schon so lange in dieser Gegend, dass sie gar nicht mehr zurück nach Jerusalem wollten. In der persischen Hauptstadt Susa z.B. hütet der Händler Mordechai seine Nichte Hadassa wie seinen Augapfel.

Derweil wird bei Hofe gefeiert. Haman schleimt durch besonders lobhudlerische Reden auf den König. Die Gäste verachten ihn als ehrgeizigen Emporkömmling. Ein Gast stellt Haman auf die Probe, in dem er ihn fragt, welchen der Schätze des Königs er am meisten bewundere und für sich selbst auswählen würde, wenn er könnte. Doch Haman erkennt die Falle und meint, er begehere keines der Schmuckstücke des Königs. Listig meint der Gast nun, dass solle wohl heißen, dass keiner der Schätze gut genug für Haman sei. Doch Haman ist sogar diesmal listiger: Er meint, des Königs kostbarster Schatz ist die Anmut und Ehre seiner Gattin – die nicht anwsend ist.
Sie sieht sich lieber eine Privatvorstellung mit Schauspielern an – eine damals vergleichsweise moderne Sitte, die kein anderer bei Hofe zu schätzen weiß. Der König lässt sie rufen, um sie seinen Gästen vorzuführen. Doch dazu ist sie sich zu schade – und weigert sich.
Sein Großkämmerer ist entsetzt und rät, sie zu verbannen und eine andere Frau zur Hauptfrau zu erheben. Denn Befehle des Königs müssen bedingungslos befolgt werden - er darf keinen Präzedenzfall für Ungehorsam schaffen.

Am nächsten Morgen bietet Haman sich an, für den König schöne junge Frauen unter seinen Untertanen für den Harem zu holen, aus denen dann der König die Schönste als neue Königin auswählen kann (eine echte Schönheitskönigin also).

Eines dieser schönen Mädchen ist auch Hadassa – Mordechai versteckt sie zwar sicherheitshalber, doch so dumm sind die Soldaten nicht. Bevor sie Hadassa zum Palast bringen, gibt der Onkel ihr den Rat, niemandem zu sagen, dass sie Jüdin ist. Sie solle sich Esther nennen ("Verborgen").

Im Palast werden die ganzen Mädchen von Eunuch Hegai begrüßt und neu eingekleidet. Er erzieht sie, dass sie sich vor dem König richig benehmen können. Irregeführt durch den falschen Namen, quartiert er Esther bei den Babylonierinnen ein. Hier leben die Mädchen im ersten Harem (für Jungfrauen). Wenn der König sie eine Nacht lang zu sich geholt hat, kommen sie in den zweiten Harem (der für Konkubinen). Nur wenn der König sie auswählt, bekommen sie eine eigene Wohnung im Palast.

Derweil versucht ihr Onkel, in den Palast zu kommen, um zu erfahren, wie es ihr geht. Er dient sich als Gehilfe dem Einkäufer des Palastes an, der sich um die Vorräte kümmert.
Inzwischen ist Esther dran mit ihrer ersten Nacht. Durch seinen neuen Chef erfährt auch ihr Onkel davon.

Auf dem Weg zum König hat sie sich (für sich selbst!) eine Rose aus den königlichen Gärten gepflückt - eine Geste, die den König beeindruckt, denn das trauen sich die anderen Frauen nicht, die ihm zugeführt werden.

Nach dieser Nacht kommt Esther in den zweiten Harem (woraus wir schließen dürfen, dass sie auch im Bett beeindruckend war - aber auf Liebesszenen verzichtet der Film ganz). Wie nicht anders erwartet, erwählt der König sie zu seiner neuen Königin.

Der Onkel platzt vor Stolz – doch viele Juden sind ärgerlich: Ein heidnischer König mit einer jüdischen Königin – das wird ja immer besser. Sie drängen darauf, nach Jerusalem zurückzugehen, damit man nicht noch mehr heidnische Sitten und Gebräuche annimmt. Doch die Meinungen sind geteilt: Für viele ist Persien auch eine Heimat geworden.

Auf einem seiner Dienstwege für den Einkäufer wir der Onkel zufällig Zeuge, wie zwei Hofbeamte planen, den König zu ermorden. Sie sprechen Persisch und ahnen nicht, dass der Jude sie versteht. Mordechai warnt Esther und die warnt den König. Der lässt die beiden verhaften und den Fall untersuchen: Sie sind tatsächlich schuldig. Doch warum sie ihn ermorden wollten, das bekommt keiner aus ihnen heraus.

Haman nutzt die Gunst der Stunde, sich besonders beliebt zu machen und in das Vertrauen des Königs einzuschleichen - dann lässt er den alten Großkämmerer vergiften. Der König trauert lange um den beliebten Mann. So sehr, dass er sogar seine Königin verschmäht. Wie befürchtet, macht er Haman zu seinem neuen Großkämmerer.

Esther leidet darunter, dass der König nicht mehr nach ihr schicken läßt. Sie weiß, dass Haman sie von ihrer Vertrauensstelle verdrängt hat. Haman stört derweil, dass Mordechai sich nicht vor ihm verneigt - denn das tut er nur vor Gott. Haman weiss, dass er ihn nicht dazu zwingen kann, daher fürchtet er das schlechte Beispiel: Ein gefährlicher Präzedenzfall, wenn man Macht haben und halten will.
Haman eilt also zu seinem König und schürt Misstrauen gegen die Juden im Allgemeinen. Er meint, in einem Reich kann man nur nach einem Gesetz leben - dem des Königs. Die Juden leben aber nach ihren eigenen Gesetzen. Der König weigert sich zunächst: Sie zahlen Steuern, und nicht zu knapp. Der Er sieht aber ein, dass er in seinem Reich keine Minderheit dulden kann, die aus der Reihe tanzt. Er gibt Haman also den Auftrag, die Juden zu vernichten.

Haman lässt einen Priester den Termin dazu bestimmen (damit die Götter ihm gewogen sind). Der liest aus den Steinen den Termin: Am 13 Tag des Monats Ada soll man alle Juden töten und ihren Besitz plündern. Diese Bekanntmachung hängt man in allen Teilen des Reiches auf, damit die Bevölkerung sich darauf einstellen kann. Die Juden können es gar nicht fassen: Sie leben doch schon so lange friedlich mit den Persern zusammen!

Mordechai sitzt von nun an jeden Tag in Sack und Asche vor dem Palast. Esther darf den Harem nicht verlassen, aber Mordechai lässt ihr durch einen ihrer Diener etwas ausrichten: Vielleicht wurde sie nur deswegen Königin, um die Kinder Israel zu retten.
Das sieht sie auch so, es gibt nur ein Problem: Wer zum König geht, ohne dass er nach einem geschickt hat, wird hingerichtet - und der König hat schon lange nicht mehr nach ihr gefragt. Was tun? Esther hat eine Idee.

Zunächst lässt sie Mordechai in den Palast bringen und in einen Hof warten, der neben dem Harem liegt. Da ruft sie ihm über die Mauer hinüber zu, die Juden sollen drei Tage lang für sie fasten und beten. Dann geht sie zum König. Wenn er sie dann töten lässt, dann muss sie eben sterben.

In ihrem Zimmer betet sie zu Gott, ihr die Worte zu geben, die Xerxes milde machen und ihn erkennen lassen, wer ihm und den Juden wirklich schaden will. Dann sind die drei Tage um. Sie lässt sich baden und ankleiden und geht zum König. Auf dem Wege dahin nimmt sie wieder eine Rose aus seinem Garten.
Im Großen Saal empfängt der König gerade eine Delegation, als Esther erscheint. Sie bittet ihn und Haman, zu einem Festmahl zu kommen, das sie ihm zu Ehren in ihren Gemächern geben will. Der König sagt zu - von Hinrichtung ist keine Rede.

In ihrem Garten bereitet sie köstliche Gerichte zu und verwöhnt den König damit. Er fragt sie, ob sie das tue, weil sie eine Bitte habe. Sie sagt bescheiden, Haman und der König sollen morgen wieder zu einem weiteren Festmahl in bei ihr erscheinen. Beide sind gespannt.

Doch Haman ist verdrossen, denn draußen steht immer noch Mordechai, und er verbeugt sich immer noch nicht vor ihm.
Derweil erinnert sich Xerxes plötzlich daran, dass es Mordechai war, der ihm das Leben rettete, in dem er die beiden Verräter anzeigte. Er lässt Haman kommen und fragt ihn umd Rat, wie man einen Mann ehren könnte, der dem König einen ganz besonderen Gefallen getan hat. Haman ist entzückt, denn er gleubt, er sei selbst gemeint. Er empfiehlt mit Unschuldsmiene, dem Manne soll man eine Krone aufsetzen und ihn auf einem stattlichen Pferd über die öffentlichen Plätze führen, dass jeder ihn sehe und ihm zujubele. Der König ist einverstanden.

Mordechai wird geschmückt, schick angezogen und durch die Stadt geführt. Die Juden und Perser reiben sich die Augen – ein Jude, der so hoch geehrt wird? Auch Haman reibt sich die Augen, denn er muss das Pferd führen – was für eine Erniedrigung! Er wird ungeduldig und will nicht mehr bis zum 13. warten, wenn er die Juden ganz legal töten lassen kann, sondern lässt sogleich einen Galgen für Mordechai errichten.

Nach dem zweiten Gelage, das Esther für den König und Haman gibt, wiederholt König Xerxes seine Frage, welche Bitte er der Königin Esther erfüllen könnte. Sie meint, er könne sie am Leben lassen. Der König versteht nicht. Sie erklärt, dass Haman den Tod aller Juden anordnete – und das ist sie auch. Es ist ein Erlass, der sich gegen sie, die Königin, und gegen Mordechai, den Lebensretter, richtet.
Haman fällt aus allen Wolken, denn natürlich wusste er nichts von ihrer jüdischen Abstammung. Er kniet nieder und fleht, dass er wollte der Königin niemals schaden oder Leid zufügen wollte. Doch der König ist anderer Meinung: Er lässt ihn verhaften. Die Wache berichtet von dem Galgen, an dem Haman Mordechai aufhängen wollte. Der König befiehlt, an diesen nun Haman zu hängen. Er nimmt ihm vorher noch den Siegelring ab, mit dem Haman die Erlasse im Namen des Königs unterzeichnen konnte. Dann wird Haman gehängt, unter großem Wehklagen seiner Söhne und seiner Frau.

Der König empfängt Mordechai und gibt ihm den Ring des Großkämmerers - denn seine Loyalität hat er ja schon bewiesen. Esther nutzt die Gunst der Stunde, den Erlass Hamans aufzuheben. Doch der Erlass wurde vom König gesiegelt – und ist damit unwiderrufbar. Sogar vom König selbst.

Mordechai hat eine Idee – er hat doch den Ring, den der König ihm gab! So setzt er einen Erlass auf, dass die Juden sich am 13ten des Ada mit dem Schwert gegen jeden Angreifer verteidigen sollen. Auch dieser Erlass wird überall veröffentlicht – und schreckt schon mal einen Haufen Mörder ab.

Die Juden hegen Zweifel: Gewalt, ist das der richtige Weg? Doch am 13. wird dennoch tapfer gekämpft und viele Angreifer getötet. So hat der Herr das Schicksal, das den Juden zugedacht war, gegen ihre Feinde gewendet. Der König selbst bringt Esther diese Nachricht. Er fragt, ob er wieder ihr Geliebter sein könne und sie seine Favoritin bleiben wolle. Sie stimmt zu und verfügt, dass die Juden jedes Jahr am 14. und 15. des Ada das gute Ende dieser Ereignisse feiern sollen. Dieses Fest nenne man Purim – das Schicksalsfest.

Der konservative Teil der Juden aber meint immer noch, sie sind schon viel zu lange in der Fremde geblieben. Sie packen ihre Sachen und gehen zurück nach Jerusalem – wie Jeremia es prophezeiht hatte. Esra und Nehemia vollenden den Wiederaufbau der Stadtmauern und des Tempels.
In der Schlusseinstellung verliest Esra vor dem Tempel den Schöpfungsbericht - als Zeichen für den Neuanfang.

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