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Fluch des Pharao, Der

Originaltitel:sepolcro dei re, Il
Premiere im Jahr:1960
Regie:Fernando Cerchio
Handlung spielt im Jahr:1300 vor Christus
Darsteller:Debra Paget ... Shila, Prinzessin aus Syrien

Ettore Manni ... Reti, Arzt am Hof des Pharao

Corrado Pani ... Nemurat, der alte Pharao

Erno Crisa ... Kefren, der neue Pharao

Yvette Lebon ... Taja, seine Frau

Andreina Rossi ... Königinmutter Tege

Robert Alda ... Architekt Inuni

Ivar Staccioli ... Mana

Renato Mambor ... Tabor

mit Nando Tamberlani und Rosalba Neri

Stand:25.11.2009
Crew:Drehbuch ... Damiano Daminai, Fernando Cherchio

Produzent ... Bruno Turchetto

Kamera (Cinematography)... Anchise Brizzi

Schnitt (Film Editing) ... Antonietta Zita

Musik ... Giovanni Fusco

Art Direction ... Arrigo Equini

Kostüme ... Giancarlo Bartolini Salimbeni

Studio ... Cinecittà, Rom

Filmgesellschaft:Explorer Film
Comptoir Français de Productions Cinématographiques (CFPC)
Land:Italien + Frankreich
Bücher/CD/DVD bei Amazon
Bewertung:
Max. 5 Sterne
- ok

 

Abenteuerfilm, 102 Minuten


Kurzinhalt:
Palastintrigen, Grabräuber und viel Action im alten Ägypten.



Kritik:

Überdurchschnittlicher Abenteuerfilm dank eines soliden und kurzweiligen Drehbuchs: Die Charaktere sind glaubwürdig gezeichnet und werden von guten Schauspielern glaubwürdig dargestellt. Sie dreschen nicht nur hohle Phrasen, wie das oft bei Filmen mit Palastintrigen der Fall ist, sondern haben klare Ziele und nachvollziehbare Beweggründe für ihr Handeln. Manche Dialoge sind sogar überraschend pointiert formuliert - was man in italienischen Monumentalfilmen ja eher selten findet. Die Story hat Tempo und zahlreiche Ideen, die für unerwartete Wendungen sorgen. So wird das Interesse bis zum Schluss wach gehalten und es kommt echte Spannung auf - man merkt, warum Damiani später gute Krimis machen wird.

Die aufwändige Ausstattung vermeidet plakativen Kitsch und bemüht sich um ein Mindestmaß an Exaktheit und gleichzeitig um einen prachtvollen Look. Dass das nicht immer gelingt, ist verzeihlich, denn der Gesamteindruck ist zwar nicht authentisch, wirkt aber trotzdem sehr glaubwürdig. Ein Dreh an Originalschauplätzen hätte dem Film allerdings gutgetan - nur allzu offensichtlich doubelt Italien hier Ägypten.





Fakten:

* Debra Paget hatte wohl eine Schwäche für europäische Monumentalfilme. Nicht nur, dass dies schon ihre dritte altägyptische Rolle ist, sie spielte 1958 in Deutschland auch in Fritz Langs' nichtssagenden Indienfilmen mit.

* Damiano Damiani ist vor allem durch seine erfolgreiche Serie Allein gegen die Mafia (1984 - 2001) zu Ruhm gekommen. 1986 drehte er Die Untersuchung, ein Monumentalfilm mit Krimi-Anleihen.

* Um 1350 vor Christus war die einstige Großmacht Assyrien stark geschwächt und wurde u.a. von den Ägyptern regiert (wie im Film). Im Tal der Könige gibt es tatsächlich Gräber, die so weitläufig und aufwändig gestaltet sind wie das hier gezeigte.






ausführliche Inhaltsangabe:
SPOILER Warnung!


Nach einer Revolte gegen die ägyptischen Besatzer werden der syrische König, seine Söhne und seine Tochter Shila nach Theben an den Hof des Pharao Nemurat gebracht. Tege, die Mutter des Pharaos, sieht in Shila die Chance auf dauerhaften Frieden: Nemurat soll sie heiraten. Der gemeinsame Sohn wird dann Pharao werden. So wäre die Dynastie gesichert und die Syrer würden vielleicht Frieden halten, wenn sie einen halbsyrischen Thronfolger bekommen.

Pech nur, dass sich Shila und der königliche Hofarzt Reti ineinander verlieben und eine (zahme) Affäre beginnen, in der die Kamera recht oft den attraktiven Körper von Debra Paget abschwenkt. Nemurat erfährt davon - und wird kurz darauf von Taja, der Frau seines Cousins, vergiftet. Auf dem Sterbebett beschuldigt er noch Shila dieses Mordes und verflucht sie (daher der deutsche Titel): Sie soll lebend mit ihm ins Grab eingemauert werden.

Shila ist zwar unschuldig, kommt aber ins Gefängnis, derweil der Pharao für seine Bestattung vorbereitet wird - und der Ehemann der wahren Mörderin neuer Pharao wird. Um seine Macht zu sichern muss er allerdings seine Frau verstoßen (ausgerechnet! Denn erst durch ihre Tat ist er ja überhaupt erst Pharao geworden) und die Königinmutter Tege heiraten, da diese nach dem Tod von Nemurat die letzte Überlebende der alten Dynastie ist. Insbesondere diese Szenen heben sich wohltuend von dem Einerlei der einfach gestrickten Palastintrigen in anderen Filmen ab - vielleicht wird ein bisschen ZU viel diskutiert. Die Pharaonen waren lebende Götter auf Erden, sie mussten ihre Entscheidungen nicht erklären oder kommunizieren - die waren Gesetz!

Reti hat jedoch bei Shakespeare nachgeschlagen und eine tolle Idee: er gibt ihr ein Schlafmittel, das sie in einen todesähnlichen Zustand versetzt. Wenn sie dann bei den Bestattern liegt, will er ihren Körper gegen den einer echten Toten austauschen - und mit ihr fliehen (also mit Shila, nicht mit der echten Toten - Sie können mir folgen?).

Dazu besticht er einen der Bestatter - doch der glaubt die Geschichte von der großen Liebe nicht. Er vermutet, dass Seti die Frau auf den Thron setzen und Ägypten an die Syrer verraten will. Statt Shila herauszugeben will er Seti daher in eine Falle locken (der Bestatter zückt ein Messer mit den Worten "Mein Messer hätte gerne auch mal einen lebenden Bauch aufgeschlitzt"). Er fürchtet, den letzten Willen des Pharao zu mißachten. Es gelingt zwar nicht, Seti zu verhaften, aber Shila bleibt bei den Bestattern. Sie wird eingesargt und mit dem Pharao zusammen bestattet (der unglaubwürdigste Teil der Geschichte: Würde man sie wirklich für seine Mörderin halten, bekäme sie keine so hohe Ehre).

Seti gibt nicht auf: Er begibt sich in ein Dorf, das ihm zu Dank verpflichtet ist, da er die Einwohner gratis behandelt hat. Da sucht er eine Bande von Grabräubern auf. Diese entführen als erstes Inuni, den Architekten des Pharaonengrabes. Er soll ihnen verraten, wie man an den Fallen vorbei in die Grabkammer kommt. Ebenda will Seti seine Shila mitnehmen - und die Bande darf die Grabbeigaben behalten. Die Bande wird interessanterweise von einer Frau angeführt - und hat einen hohen Hofbeamten, der seine schützende Hand über sie (und die Beute) hält.

Derweil kommt Shila im Grab wieder zu sich - und merkt, dass der Plan schiefgegangen ist. Sie sinnt auf Selbstmord - mit einer der Waffen, die dem Pharao mitgegeben wurden.

Nachts öffnen die Grabräuber das Grab und nehmen Inuni mit. Der muss zwar mitansehen, wie sein Meisterwerk beschädigt und die Grabruhe entweiht wird - führt sie aber tatsächlich bis in die zentrale Kammer. Seti findet Shila (die sich nicht umbrachte) und flieht sofort aus dem Grab. Die Bande braucht etwas länger, da sie ja noch den Goldschmuck zusammenraffen will. Doch da zeigt sich, dass der Architekt nur mitgemacht hat, um ihnen eine Falle zu stellen: Beim Öffnen des Sarkophages stürzt das Grab in sich zusammen und begräbt alle Schätze und Diebe für immer. Somit hätte sich der Fluch (mit jemandem lebendig begraben zu werden) irgendwie doch noch erfüllt.

Die Flucht von Shila und Seti blieb allerdings nicht unbemerkt. Einer der Bandenmitglieder hat den Plan an den Hofbeamten verraten, der ihn wiederum Kefren erzählt. Kefren ahnt, dass Shila nach Syrien flieht und möglicherweise mit Truppen gegen ihn zurückkommt. Er läßt daher als erstes seine Frau, die einzige Mitwisserin am Hofe, ermorden. Zu weiteren Maßnahmen kommt er nicht mehr - denn seine Frau weiht noch im Sterben die Königinmutter ein, dass sie die wahren Mörderin ist.
Tege fackelt nicht lange - und läßt Kefren und den Hofbeamten ermorden. Nun kann sie mit einem neuen Ehemann Ägypten regieren.

Shila und Seti erreichen Syrien - Hand in Hand.
ENDE

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