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Atlantis, der verlorene Kontinent

Originaltitel:Atlantis, the Lost Continent
Premiere im Jahr:1961
Regie:George Pal
Handlung spielt im Jahr:10000 vor Christus
Darsteller:Sal Ponti/Anthony Hall ... Demetrios, der Fischer

Joyce Taylor ... Prinzessin Antillia

John Dall ... Zaren, der böse Berater

Edward Platt ... Azor, der Hohepriester

Frank DeKova ... Sonoy, der Astrologe

Edgar Stehli ... König Kronas

Stand:11.12.2009
Crew:Buch ... Daniel Mainwaring (nach einem Stück von Gerald Hargreaves)

Produktion ... George Pal

Kamera ... Harold E. Wellman

Schnitt ... Ben Lewis

Art direction ... George W. Davis, William Ferrari

Musik ... Russell Garcia

gedreht in den Samuel Bronston Studios, Spanien

Filmgesellschaft:Metro Goldwyn Mayer
Land:USA
Bücher/CD/DVD bei Amazon
Bewertung:
Max. 5 Sterne
- hat Schwächen

 

Monumentalfilm, 90 Minuten



Kurzinhalt:
Der Fischer Demetrios begleitet Prinzessin Antillia nach Atlantis, einer hochentwickelten Stadt, die bereits Laser, U-Boote und andere technische Spielereien kennt - was sie aber nicht vor den Palastintrigen ihrer eigenen Leute schützt.



Kritik:
Ein sehr kostengünstiger Film:
Beim Dreh hat man Szenen, Kulissen, Kostüme und Requisiten aus anderen Filmen wiederverwendet - und später wurden dann die wenigen für Atlantis gedrehten Spezialeffekte auch noch für Der mysteriöse Dr Lao (1963) und Kampf der Titanen (1981) recycelt.

Daraus ergeben sich zwei Probleme:
1, Die ganzen Einzelteile passen in Stil und Farbe nicht recht zusammen. Dank der wenig zurückhaltenden Farbfotografie, läuft hier zudem der Kitsch förmlich von den Wänden.
2, Man hat ständig das Gefühl, das alles schon einmal gesehen zu haben - nicht gerade ideal, um Spannung aufzubauen. Andererseits kann es auch sehr unterhaltsam sein, zu raten, welches Dekorationsstück aus welchem Film stammt.

Inhaltlich interessant sind eigentlich nur der Anfang und der Schluss: Der Vorspann, der (durch archäologische Funde tatsächlich belegte) Gemeinsamkeiten zwischen ägyptischen und südamerikanischen Hochkulturen aufzeigt, und der mit Trickmodellen eindrucksvoll inszenierte Untergang von Atlantis am Ende.
Dazwischen liegen anderthalb Stunden kraftloser Dialoge, die sich überraschenderweise fast ausschließlich um das nicht standesgemäße Techtelmechtel zwischen dem Fischer und der Prinzessin drehen - und eben nicht um das geheimnisvolle, titelgebende Atlantis. Enttäuschend.




Die Filmleute:

Edward Platt ist den meisten Zuschauern sicher bekannt als der Chief in Get Smart / Mini-Max oder die unglaublichen Abenteuer des Maxwell Smart (1965-1970).

John Dall mordete für Hitchcock in Cocktail für eine Leiche (1948).





Inhalt:

Der griechische Fischer Demetrios rettet die atlantische Prinzessin Antilia, deren Schiff gesunken ist. Arglos bringt er sie in seinem Boot zu einem U-Boot (!) aus Atlantis, das seine Prinzessin bereits vermißt, und bgleitet sie nach Hause - wo er prompt verhaftet und zum Sklaven gemacht wird. Überrascht erfährt er, dass das hier mit allen Fremden gemacht wird, damit diese die technischen Geheimnisse von Atlantis nicht verraten können.
Die Prinzessin wird derweil auf eine Zwangsheirat mit einem unsympathischen Adligen vorbereitet. Der Hohepriester (der die Kostüme und die Götzenbilder aus "Tempel der Versuchung" aufträgt) jedoch hilft den beiden Liebenden - so können sie sich heimlich treffen.
Die Führungsschicht plant unterdessen, mit ihren überlegenen Superwaffen die Weltherrschaft anzutreten. Bei einer großen Zeremonie (die nur im Film ist, damit man die Arena und Massenzenen aus "Quo Vadis" verwenden konnte - inklusive der kompletten Kaiserloge und der dazugehörigen Kostüme!) führen die Atlantiden einen Todesstrahl (!) vor, der zu stark eingestellt ist und einen Vulkan zum Ausbrechen bringt. Die Motive Superwaffe, Weltherrschaft und Untergang des Hauptquatieres erinnern übrigens schon stark an die James-Bond-Filme - der Todesstrahler könnte allerdings auch direkt aus einem Micky-Maus-Heftchen stammen. Beim Vulkanausbruch versinkt Atlantis - und praktischerweise auch alle Bösen, die einer Verbindung der Liebenden im Wege standen - ein Ende, das wir noch öfter vorfinden werden (z.B. beim Eroberer von Korinth).

Die Guten retten sich in die Schiffe und gründen in Amerika, Afrika und Europa neue Hochkulturen, was, wie der Abspann zu Recht feststellt, nicht das Ende, sondern ein neuer Anfang ist.

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