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Helena

Originaltitel:Helena
Premiere im Jahr:1924
Regie:Manfred Noa
Handlung spielt im Jahr:1250 vor Christus
Darsteller:Edy Darclea ... die schöne Helena

Albert Steinrück ... Priamos, König von Troja

Adele Sandrock ... Hekuba, seine Frau

Wladimir Gaidarow ... Paris, Prinz von Troja

Carl de Vogt ... Hektor, Held der Trojaner

Hanna Ralph ... Andromache, seine Frau

Albert Bassermann ... Aisakos, Wahrsager

Carlo Aldini ... Achilles, Held der Griechen

Fritz Ulmer ... Menelaos, König von Sparta, Helenas Ehemann

Karl Wüstenhagen ... Agamemnon, König von Mykene

Karel Lamac ... Patroklos

Rudolph Meinhard ... Thersites

Otto Kronburger ... Odysseus, König von Ithaka

Ferdinand Martini ... Agelaos

Stand:23.11.2009
Crew:Drehbuch ... Hans Kyser

Kamera (Cinematography) ... Ewald Daub, Gustave Preiss

Kostüme ... Leo Pasetti, Walter Wesener

Art Direction ... Peter Rochelsberg, Otto Völckers

Filmgesellschaft:Bavaria Film AG
Land:Deutschland
Bücher/CD/DVD bei Amazon
Bewertung:
Max. 5 Sterne
- ok

 

Monumentalfilm, 204 Minuten
Stummfilm, schwarz-weiß

Erstsendung: 30. November 2001 (Arte)



Kurzinhalt:
Die Geschichte vom Trojanischen Krieg und der schönen Helena - von dem Moment, wo sie und Paris sich das erste Mal treffen, bis zum Untergang Trojas.




Kritik

Plus: Sehenswert. Ein Muss für Fans.
Inszenierung und Kamera-Arbeit sind auf der Höhe ihrer Zeit und nicht uninteressant. Die monumentalen und ästhetischen Kulissen sind zum Teil eine überraschend gut gelungene Rekonstruktion antiker Gebäude, zum Teil pure Phantasie (aber diese Mischung ist der trojanische Krieg ja auch).

Minus: Die moderne Klimpermusik setzt nur wenige Akzente und langweilt schon nach kurzer Zeit.
Der komplizierten Handlung kann man oft nur schwer folgen. Besonders im zweiten Teil mangelt es an Informationen, um die Handlungsweise der Personen besser zu verstehen. Aber das kann daran liegen, dass der Film nicht mehr vollständig ist (und auch seine Bildqualität hat im Laufe der Jahrzehnte stark gelitten).






Ausführliche Inhaltsangabe:
SPOILER Warnung!


Teil 1
Der Film holt weit aus – er beginnt bei den Vorbereitungen der Festspiele auf der Insel Kythera. Helena von Sparta ist ausgewählt, die Königin der Spiele zu sein und dem Adonis geweiht zu werden. Helena will sich nicht den Blicken der anderen Männer aussetzen – aber ihr Gemahl Menelaos will sich mit ihr brüsten – und schickt den Priestern eine Zusage. Sein Wahrsager warnt ihn: Helena werde ihn für einen anderen Mann verlassen.

In Troja tobt derweil eine Seuche. Auch hier gibt es einen Wahrsager mit wenig erbaulichen Prophezeihungen: Er erklärt dem greisen König Priamos, dass er sterbend den Untergang seines Reiches sehen wird.
Derweil träumt Paris nichtsahnend bei seiner Schafsherde einen folgenschweren Traum: Gott Hermes ruft ihn. Paris soll bei einer Art Miss-Wahl entscheiden, welche von drei Göttinnen die schönste sei.
Athene verspricht ihm ewigen Ruhm (war es bei Homer nicht Weisheit?). Hera verspricht ihm Macht. Aphrodite verspricht ihm die Liebe der schönsten Frau der Welt. Kurzentschlossen gibt Paris ihr den goldenen Apfel. Sie lächelt und meint, er solle immer der Taube folgen, die würde ihn zu der versprochenen Frau bringen... doch zunächst wird Paris vom alten Hirten geweckt, der ihn zum Frühlingsfest nach Troja einladen will.

Auf dem Fest will keine rechte Stimmung aufkommen, da Hera und Athene beleidigt sind und ihre Standbilder zerstört haben. Der greise König Priamos sucht nun jemanden, der mit dem Schiff die lange und gefahrvolle Reise auf sich nimmt, um ein Sühneopfer darzubringen. Paris ahnt den Zusammenhang mit seinem Traum und meldet sich.
Als er in See sticht, lässt sich eine Taube bei ihm nieder. Mit an Bord sind festlich geschmückte Stiere, die er als Opfer darbringen soll.

Derweil werden in Kythera die heiligen Spiele ausgetragen. Helena wacht auf ihrem Thron über die Athleten und verteilt Siegeskränze. Sie döst vor sich hin. Im Traum erscheint ihr das Bild von Paris (eine Art Vorschau, Coming attractions). Vor dem Streiwagenrennen erinnert sich Menelaos an die Weissagung und will die jungen Leute, die alle einen Kranz aus Helenas Hand gewinnen wollen, unauffällig ausschalten. Er beauftragt daher seinen Berater, dafür zu sorgen, dass er auf jeden Fall siegen wird. Der Berater tut sein Bestes, aber vergebens: Achilles wird von einem Blick auf Helena so verzaubert, dass er an allen Konkurrenten und allen Fallen vorbeiprescht - und siegt.
Menelaos befürchtet das Schlimmste. Achilles zerstreut dies, indem er alle Anwesenden zu einem Schwur ermuntert, jeden mit Krieg zu belegen, der Helena schaden will.

Helena soll nun die Nacht auf der Insel des Adonis verbringen, dem Sohn der Aphrodite (wir erinnern uns, wem Paris den Apfel gegeben hat). Danach soll sie die Siegeskränze verteilen. Menelaos ahnt, dass sich die Prophezeihung jetzt erfüllen könnte. Er sucht Helena im rituellen Badehaus auf und bietet ihr an, mit ihm nach Hause zu gehen – doch zu spät. Die Priester kommen schon, um sie auf das Inselchen zu bringen.

Derweil führt die Taube Paris vom vorgesehenen Weg ab - direkt nach Kythera. Die Mannschaft meutert, das Wetter ist schlecht, das Gewässer unbekannt - da fleht Paris Aphrodite an, und das Meer beruhigt sich. Die Männer knien nieder – einem Mann mit so viel Macht folgen sie, wohin er will. So landet er an dem Inselchen mit dem Adonistempel.
Paris bricht in den Tempel ein und schnappt sich Helena – die keinen Widerstand leistet, da sie ihn irrtümlich für Adonis hält, weil er ihr vorher im Traum erschienen war. Paris besteigt mit ihr das Schiff – just in dem Moment als die Priester zurück auf die Insel kommen.
Da sein Segel im Sturm gerissen ist, kommt Paris nicht vom Fleck. Da raubt er der Aphroditestatue das Peplum (Obergewand) und nimmt es als Segel. Nun nimmt sein Schiff Fahrt auf.
Törichterweise lässt er in der Eile seine Opferochsen zurück. An deren Siegel erkennen die Priester, wer Helena geraubt hat. Sie eilen zum Bankett der Fürsten und melden es. Dort erinnert Achilles die Anwesenden an ihren Schwur.

In Troja spitzt sich die Lage zu: Die Seuche erreicht ihren Höhepunkt und Paris ist immer noch nicht zurück. Priamos überlegt, ob es sinnvoll ist, Troja vielleicht dem Schutz einer anderen, mächtigeren Gottheit anzuempfehlen. Doch welcher? Er wartet auf ein göttliches Zeichen.
Paris gerät inzwischen vor Troja in einen schweren Sturm und landet als Schiffbrüchiger in der Heimat. Die Trojaner finden am Strand den Mantel der Aphroditestatue, der dem Schiff als Segel diente. Dies ist das Zeichen, auf das Priamos gewartet hat!
Paris eilt, von alldem nichts ahnend zum alten Hirten. Dieser beichtet ihm, dass Paris in Wirklichkeit der Sohn des Königs Priamos ist. Priamos hatte ihm Paris einst als Baby gegeben, damit er es töte. Denn der Wahrsager (wir kennen ihn und seine lebensbejahenden Visionen bereits) hatte vorausgesagt, dass Paris Trojas Untergang bedeuten werde. Der Hirte aber hatte es nicht übers Herz gebracht, den Knaben zu töten.
Nun geht Paris mit seiner geraubten Braut in die Stadt und zieht im Palast ein. Genau bei Helenas Ankunft endet die lange Seuche, so dass der König sie für wundertätig hält. Außerdem war sie dem Sohn der Aphrodite geweiht, und unter ihrem Schutz steht Troja ja jetzt.

Aber nun landen die Griechenfürsten – und fordern Helena zurück. Priamos weigert sich: Helena sei wundertätig und damit die Hoffnung seines leidenden Volkes. Helena will auch gar nicht, denn Aphrodite selbst, so denkt sie, hat sie ja verliebt in Paris gemacht. Menelaos geht - um mit seinen Soldaten zurückzukommen. Der Krieg beginnt.
Der Wahrsager des Priamos meint, er solle Helena ausliefern, sie sei Teil der Prophezeihung – doch da lässt Priamos, des dauernden negativen Geschwätzes überdrüssig, den Mann kurzerhand in ein Verließ werfen.



Teil 2
(Im Gegensatz zum ersten Teil hat die Handlung im zweiten ein paar Logik-Löcher, auf die der Film nicht näher eingeht.)
8 Jahre später ist immer noch Krieg. Paris ist inzwischen als Königssohn akzeptiert und damit Hektors Bruder. Hektor weigerte sich lange, in den Krieg zu ziehen, da er Weib und Kind hat. Nun ist die Lage so ernst, dass er seine Meinung ändert. Priamos zittert um seinen Sohn, steigt hinab in den Kerker zum Wahrsager, besticht ihn und fragt, ob die Weissagung unabänderlich sei. Der Seher bedauert: Nix zu machen: Troja wird untergehen. Da lässt Priamos ihn töten.

Im Lager der Griechen hat Achilles einen Freund, zu dem ein homosexuelles Verhältnis angedeutet wird. Auch Achilles weigert sich zu kämpfen (warum?). Da zieht sein Freund in dessen Rüstung in den Krieg, um die Trojer durch diese vorgetäuschte Anwesenheit zu entmutigen. Aber von wegen - Hektor erschlägt den Freund und brüstet sich, den unbesiegbaren Achilles erschlagen zu haben. Dieser schwört an der Leiche des Freundes, Rache zu nehmen. Gesagt - getan: Er erschlägt Hektor – und schleift die Leiche mit seinem Wagen um die Stadt.
Priamos und seine Frau erscheinen mit Quartier des Achilles und erbitten die Leiche ihres Sohnes – doch er verweigert diesem ein ehrenvolles Begräbnis. Schließlich handelt Priamos einen Kompromiss aus: Die Leiche gegen den heiligen Siegerkranz, den Achilles damals beim Wettrennen gewonnen, aber durch die Entführung Helenas nie erhalten hat. Kaum zu glauben, aber Achilles schlägt ein: Wenn Hektor verbrannt wird, will er an der Stadtmauer den Kranz in Empfang nehmen.
Achills Freunde glauben, sich verhört zu haben: Und wenn das eine Falle ist? Sie wollen den Trojerkönig gleich hier töten – und der Krieg ist zu Ende. Doch Achilles hat altmodische Ideen von Heldentum – er lässt die Königsfamilie abziehen.

Beim Anblick des toten Hektor fordert die Königin ihr Volk auf, Helena, die alles Unglück über Troja brachte, von den Mauern zu stürzen. Das einzige, was sie hindert, ist ihr Schwur, dass Achilles aus Helenas Hand noch den Siegeskranz empfangen muss. Helena wäre bereit, sich den Griechen zu ergeben, damit es ein Ende hat – doch Paris will nicht, fleht sie an, es nicht zu tun. Die Königin fordert von ihm, Rache für Hektor zu nehmen. Priamos vergiftet Pfeile und gibt sie Paris.
Als Achilles vor den Toren der Stadt erscheint, erwartet ihn Helena mit dem Siegeskranz – und Priamos liegt mit den vergifteten Pfeilen auf der Lauer. Helena bemerkt es und fleht ihn an, nicht zu schießen (warum? Eigentlich ist Achilles der Feind). Da schreit die Königin, sie gibt Helena demjenigen zum Weibe, der Achilles tötet. Nun muss Paris handeln, bevor der Mob der Statisten sich erst auf die Pfeile und dann auf seine Frau stürzt.
Er schießt und trifft Achilles genau an seiner Ferse. Achilles höhnt über den schlechten Schützen – aber er stirbt bereits, als er Helenas Kranz entgegennimmt.

Helena tobt – Paris hat ihre Liebe mit diesem feigen Attentat verraten (was hat Achilles mit ihrer Liebe zu tun?). Hektors Leiche geht in Flammen auf – und seine verzweifelte Witwe stürzt sich zu ihrem Mann ins Feuer, denn in dieser Welt will sie nicht leben. Daraufhin wird es auch Priamos zuviel: Er lässt Helena und Paris fesseln, um sie als Opfer darzubringen.
Derweil haben die Griechen ein hölzernes Pferd gebaut. Dies bringen sie vor die Tore von Troja und verstecken ihre Flotte hinter einer nahen Insel. Die Troer glauben nun, der Krieg sei gewonnen: Die Griechen bringen ihnen ein Opfer dar und ziehen ab.
Priamos lässt die Mauer neben dem Tor einreißen, um das Pferd in die Stadt zu holen. Dann feiert er ein Siegesfest, das jedoch von bösen Vorahnungen überschattet wird. Der König ahnt, dass die Götter ihm zürnen, da er den Wahrsager töten ließ.
Die Königin nutzt die Gelegenheit, Helena und Paris freizulassen. Der Krieg ist aus, und alle persönlichen Animositäten will sie begraben. Die beiden danken es ihr schlecht, indem sie sie einfach im Kerker zurücklassen - doch auch sie kommen nicht weit: Schon im Hof des Palastes sehen sie, wie Menelaos aus dem Pferd klettert. Interessanterweise schlagen die zwei nun nicht Alarm, sondern Helena bittet Paris, Menelaos (ihren rechtmäßigen Mann) nicht zu verraten. Da kniet Paris nieder, entblößt seine Brust und bittet um den ersten Pfeil. Helena tut dasselbe (leider läßt sie ihre Brust dabei bedeckt) und sagt: Der zweite Pfeil für Helena. Menelaos tötet Paris, sie verschont er.
Da eilt sie zurück in den Palast, wo sie Gift trinken will (Was für Gift? Offenbar hat man noch etwas von den Pfeilen für die Opferung von Paris und Helena aufbewahrt - oder in Troja hat ein gutsortierter Haushalt ganz allgemein immer einen Giftbecher zur Hand). Vom Thronsaal aus sieht Priamos, wie die Griechen seine Stadt in Feuer legen. Er eilt zum Giftbecher und trinkt ihn ganz aus – Helena kommt zu spät. Sie kann ihn nur noch verfluchen als einen alten Tyrannen, unter dem sie alle leiden mussten. Menelaos ist ihr nachgegangen und nimmt sie nun mit. Die Griechen fallen über die Stadt her.

Ende.

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