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Geheimnisvolle Geschichte 2:
Nofretete und das Geheimnis der Mumie

Originaltitel:Nefertiti Revealed /
Nefertiti Resurrected
Premiere im Jahr:2003
Regie:Dokumentation
Handlung spielt im Jahr:1334 vor Christus
Darsteller:Joann Fletcher (Archäologin)

Zahi Hawass (Direktor der ägyptischen Altertümerverwaltung)

Tamara Tunie ... Nofretete

Jason Yates ... Pharao Echnaton, ihr Mann

Stand:04.04.2010
Crew:Regie ... Matthew Wortman

Drehbuch ... Shaun Trevisick

Produktion ... Kate Botting

Kamera (Cinematography)... Colin Clarke

Schnitt (Film Editing) ... Lisa Harney

Art Direction ... Dominic Hyman

Kostüme ... Nicola Rapley

Musik ... Andrew Phillips, Rohan Stevenson, Michael Vickerage

Filmgesellschaft:Atlantic Productions
Discovery Channel
Land:England + USA
Geheimnisvolle Geschichte 2:
Nofretete und das Geheimnis der Mumie bei Amazon
Bücher/CD/DVD bei Amazon
Bewertung:
Max. 5 Sterne
- ok

 

Dokumentation, 120 Minuten
mit Spielszenen und Computer-Rekonstruktionen

deutsche Version: 90 Minuten
deutsche Erstsendung: 2. März 2008 (Super RTL)



ansehen:
* englische DVD Nefertiti Resurrected in der Reihe Discovery Channel Quest



Kurzinhalt:
Die englische Archäologin Fletcher fragt sich: Ist die unbekannte Mumie in Grab KV35 im Tal der Könige die berühmte Königin Nofretete? Während englische Forscher die Tote untersuchen, rekonstruiert der Film die bekannten Eckdaten aus ihrem Leben. Am Ende machen Kriminaltechniker eine Gesichts-Rekonstruktion der Nofretete.





Kritik

Minus: Der Film ist zu lang und enthält nur wenigen Fakten. Die Gesichtsrekonstruktion ist eine seltsame Idee, denn es gibt ja schon das berühmte Portrait der Nofretete in Berlin.
Der Fund der Mumie der Nofretete wäre eigentlich eine echte Sensation. Doch leider kommt Zahi Hawass vier Jahre später bei weiteren Untersuchungen dieser Mumie zu einem ganz anderen Ergebnis: Die Mumie ist NICHT Nofretete (siehe Terra X - Der Fall Nofretete, 2007). Dadurch wird dieser Film fast vollständig diskreditiert.

Plus: interessante archäologische Spurensuche und schöne Bilder: Die altägyptische Prominenz, die Wirren der Zeit und die antike Stadt Amarna werden wieder lebendig.







ausführliche Inhaltsangabe:
SPOILER Warnung!


Der Film beginnt mit einem kurzen Ausflug in den altägyptischen Götterglauben: Wenn bei einer Mumie der Mund zerstört wird, kann sie den Göttern der Unterwelt ihren Namen nicht sagen. Diese erkennen dann ihre Seele nicht und lassen sie nicht in die Unterwelt eintreten. Der Tote bleibt dann auf ewig gefangen in der Zwischenwelt zwischen Lebenden und Totenreich. Genauso muss es der Toten ergangen sein, deren Mumie in Grab KV35 liegt, denn ihr Mund wurde gewaltsam zerstört.

Leider erklärt der Film nicht, was nach Vorstellung der alten Ägypter wohl mit all den armen Teufeln passierte, die sich eine aufwändige Mumifizierung gar nicht leisten konnten. Unklar ist auch, wann die Seele ins Totenreich eintritt - denn die Mumifizierung war ja ein sehr langwieriger Prozess. Saß die Seele solange in der Zwischenwelt und wartete geduldig, bis die Mumie bereit stand?

Während dem Zuschauer noch diese und andere Fragen durch den Kopf gehen, betritt die Wissenschaftlerin Joann Fletcher Grab KV35. Hier ruhen in einer zugemauerten Nebenkammer drei von der Forschung bisher unbeachtete Mumien. Ein davon ist die besagte beschädigte Frauenmumie. Sie wird vor Ort geröntgt. Frau Fletcher spürte diese Tote auf, indem sie einer interessanten Spur folgte, die bisher fast jeder vernachlässigt hatte: ihre außergewöhnliche Perücke. Sie ist typisch für das Königshaus des Echnaton.
Bei der Untersuchung lassen viele Details tatsächlich den Schluss zu: Es ist Nofretete! Zahi Hawass dämpft die Begeisterung allerdings etwas: Man sollte abwarten, bis die DNA-Technik soweit ist, dass man auch die DNA von so alten Mumien auswerten kann, erst dann wird man Gewissheit haben.

Wie fast alle Filme dieser Reihe, endet auch dieser mit dem rekonstruierten Antlitz der Mumie. Eine optische Ähnlichkeit mit der berühmten Büste in Berlin kann nicht geleugnet werden (aber auch das ist natürlich kein hieb- und stichfester Beweis). Am Ende erhebt sich Nofretete in einem aufwändigen Spezialeffekt aus ihrem Grab und fährt mit einem Streitwagen zum Totengericht der Götter - wo sie nun endlich ihren Namen sagen kann.

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