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10.000 B.C.

Originaltitel:10,000 B.C.
Premiere im Jahr:2008
Regie:Roland Emmerich
Handlung spielt im Jahr:10000 vor Christus
Kultur:Jäger und Sammler, Mesopotamien
Darsteller:Steven Strait ... D'Leh

Camilla Belle ... Evolet

Cliff Curtis ... Tic'Tic

Joel Virgel ... Nakudu

Ben Badra ... Kommandant

Stand:7. Mai 2013
Crew:Drehbuch ... Roland Emmerich, Harald Kloser

Produzenten ... Roland Emmerich, Mark Gordon, Michael Wimer

Kamera (Cinematography) ... Ueli Steiger

Schnitt (Film Editing) ... Alexander Berner

Art Direction ... Jean-Vincent Puzos

Kostüme ... Renée April, Odile Dicks-Mireaux

Musik ... Harald Kloser, Thomas Wanker

Außenaufnahmen ... Namibia, Südafrika, Neuseeland

Filmgesellschaft:Warner Brothers
Legendary Pictures
Centropolis Entertainment

Land:USA
10.000 B.C. bei Amazon
Bücher/CD/DVD bei Amazon
Bewertung:
Max. 5 Sterne
- hat Schwächen

 

Actionfilm, 109 Minuten
US-Kino-Premiere: 6. März 2008


Inhalt:
Als Mammutjäger D'Leh von der Jagd zurückkommt, haben Sklavenjäger seine Siedlung verwüstet und seine Gefährtin verschleppt.
D'Leh macht sich auf die Suche nach ihr und trifft dabei auf Menschen auf einer höheren zivilisatorischen Entwicklungsstufe: Sie sind keine Jäger und Sammler mehr, sondern sind sesshaft und betreiben Ackerbau.
Die letzte Station seiner Reise ist die Stadt einer frühen Hochkultur. Dort müssen Sklaven und Mammuts (!) riesige Pyramiden bauen. D'Leh erkennt, dass die Organisation solcher kultureller Spitzenleistungen zu staatlichem Totalitarismus führt und ohne die Versklavung der technisch unterlegenen Menschen nicht möglich wäre. Mutig beschließt er, nicht nur seine Frau, sondern das ganze Volk zu retten.



Kritik:
Hört sich interessant an, ist aber im Wesentlichen eine schier endlose Abfolge von Verfolgungsjagden und Action. Schlichtes Abenteuerkino eben, wenn auch gut gemacht. Die gänzlich am Computer erzeugten Tiere wirken tatsächlich beeindruckend lebensecht - doch spätestens, wenn die Mammuts (!) beim Pyramidenbau (!!) mithelfen (!!!), wirkt das Ganze einfach nur albern. Nicht viel besser steht es um den steinzeitlichen Teil: Emmerich nutzt sein Wissen und die aufwändige Tricktechnik nur dazu, "lauter Horrorviecher" in die vorgeschichtliche Landschaft zu stellen (wie er in seinem Interview in Stern Nr 9/2008 selber sagt).




Fakten:


* Die Doku Terra X - Jenseits von Eden (2004) zeigt, wie das Leben 10.000 vor Christus wirklich gewesen ist.

* D'Leh ist das deutsche Wort "Held" rückwärts.

* Der Film kostete 75 Millionen $, also etwas weniger als der Asterix-Film, der im selben Jahr in die Kinos kam.

* 10.000 B.C. wurde von Emmerich länger vorbereitet als alle seine anderen Filme: ganze zwei Jahre lang (2004 bis 2006). Dann wurde fünf Monate gedreht (ab Mai 2006) und ein Jahr nachbearbeitet (2007).

* Pyramiden wurden erst um 2700 vor Christus erstmals gebaut - also mehr als 7000 Jahre nach der Geschichte dieses Filmes. Hat man dies in zwei Jahren Recherche in Hollywood etwa nicht bemerkt? Keineswegs, es ist Absicht: Emmerich führte im ZDF-Interview anlässlich der Premiere in Berlin aus, er habe Bücher gefunden, in denen stand, dass die Pyramiden von einer uralten, verschwundenen Zivilisation errichtet wurden (die womöglich sogar außerirdischen Ursprungs ist).

* Vielleicht war eines der oben erwähnten Bücher "Erinnerungen an die Zukunft" von Erich von Däniken, der ganz ähnliche Theorien vertritt. Falls es so ist, wird es Däniken freuen, dass er immer noch so prominente Leser und so viel Einfluss auf teure Hollywood-Produktionen hat. Wir grüßen ihn von hier aus und wünschen ihm viel Erfolg mit seinem UFO-Themenpark in der Schweiz (dessen Besuch sich vermutlich mehr lohnt als dieser Film).

* Die Pyramiden-Kulissen standen in Namibia, in der Nähe von Swakopmund - und zwar sowohl der untere Teil der riesigen Rampe, die im Maßstab 1:1 errichtet wurde, als auch die kleinen Modell-Pyramiden, in die die Arbeiter und Mammuts später am Computer hineinkopiert wurden. Ein solches Pyramidenmodell war bis zur Spitze etwa sechs Meter hoch - immerhin.

* Am Drehort wurden die urzeitlichen Tiere übrigens von riesigen Scherenschnitten in Originalgröße vertreten. Auf diese Weise bekam man den jeweils passenden Schatten, und die Darsteller hatten ein Gegenüber für ihre gemeinsamen Szenen mit den Tieren.

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