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Anno Domini - Kampf der Märtyrer

Originaltitel:A.D.
Premiere im Jahr:1984
Regie:Stuart Cooper
Handlung spielt im Jahr:45 nach Christus
Darsteller:James Mason ... Kaiser Tiberius

John McEnery ... Kaiser Caligula

Richard Kiley ... Kaiser Claudius

Anthony Andrews ... Kaiser Nero

Robert Vowles ... Kaiser Otho

Jack Warden ... Kaiser Nerva

Ava Gardener ... Agrippina, Neros Mutter

Colleen Dewhurst ... Antonia, Mutter der Livilla

Susan Sarandon ... Livilla, Tiberius' Nichte, Caligulas Tante, Seianus' Geliebte

Ian McShane ... Seianus, Prätorianerpräfekt des Tiberius

Donald Sumpter ... Macro, Zenturio des Caligula

Jennifer O’Neill ... Messalina, Frau des Claudius

Mike Gwilym ... Pallas, Claudius' Berater

Fernando Rey ... Seneca, Philosoph und Berater des Nero

Jonathan Hyde ... Tigellinus, Prätorianerpräfekt des Nero

Katia Thanthoulaki ... Octavia, Neros erste Frau

Jane How ... Poppaea, Gattin des Nero

Akosua Busia ... Acte, Neros Geliebte

Andrea Prodan ... Britannicus, Sohn des Claudius und der Messalina

David Brandon ... Petronius, Senator und Schriftsteller

Martin Potter ... Piso, Oppositionsführer und Verschwörer gegen Nero

Paul Herzberg ... Gaius Silius, Konsul

Amanda Pays ... Sarah

Cecil Humphreys ... Sarahs Bruder Caleb / Metellus, Gladiator

Neil Dickson ... Valerius, ein Prätorianer

Matthew Long ... Valerius‘ Vater

Diane Venora ... Corinna, Gladiatorin

Mary Peach ... Corinnas Mutter

Brian Badcoe ... Corinnas Vater

Denis Quilley ... Apostel Petrus

Philip Sayer ... Apostel Paulus

Gerrard Mc Arthur ... Lukas, Verfasser des Neuen Testamentes

Joss Buckley ... Matthäus, Verfasser des Neuen Testamentes

Damien Thomas ... König Herodes Agrippa

Harold Kasket ... Kaiphas, der Hohepriester

Anthony Zerbe ... Pontius Pilatus, Statthalter

David Rintoul ... Linus, Christen-Anführer in Rom

Tony Vogel ... Aquila von Korinth, Übersetzer des Alten Testamentes

Philip Jackson ... Priscus, Bischof von Capua, Schüler Christi

Stand:25.01.2010
Crew:Drehbuch ... Anthony Burgess, Vincenzo Labella

Produzent ... Vincenzo Labella

Kamera (Cinematography) ... Ennio Guarnieri

Schnitt (Film Editing) ... John A Martinelli

Art Direction ... Enzo Bulgarelli

Kostüme ... Enrico Sabbatini

Musik ... Lalo Schifrin

Außenaufnahmen ... Monastir und Karthago (Tunesien)

Filmgesellschaft:International Film Productions INC
BBC
NBC
Labella-Production
Procter & Gamble Productions (PGP)
Land:England + USA + Italien
Anno Domini - Kampf der Märtyrer bei Amazon
Bücher/CD/DVD bei Amazon
Bewertung:
Max. 5 Sterne
- ok

 

Fernsehserie, 12 Episoden à 50 Minuten
Deutsche Version: 8 Episoden à 90 Minuten (ZDF 1987) 5 Episoden à 120 Minuten (TM3 1997)
deutsche Erstsendung: ZDF, Ostern 1987

Fortsetzung von Jesus von Nazareth (1976)







Kanada-DVD: www.rarevideo.ca
USA-DVD (gekürzt! nur 360 Minuten!): www.amazon.com





Serien-Kurzinhalt:
Die Geschichte des Römers Valerius, der Christen erst verfolgt und dann selbst Christ wird, in den 30 Jahren von Tiberius (um 30 nach Christus) bis Nero (um 60 nach Christus).




Fakten:

* Jesus Christus wird vom Sohn von Elizabeth Taylor (Cleopatra 1963) und Michael Wilding (Sinuhe 1954) gespielt.

* Lalo Schifrin ist ein Veteran der Fernsehmusik. Von ihm stammen viele eingängige Themen, u.a. von Drei Engel für Charlie und Mission: Impossible.

* Viele Kostüme und Requisiten wurden für die Dokufiction Colosseum - Arena des Todes (2003) noch einmal verwendet.






Serien-Kritik:


Eigentlich eine gute Idee: Einen interessanten Abschnitt der römischen Geschichte ausführlich und im großen Zusammenhang zu erzählen - und das Ganze prachtvoll und möglichst authentisch auszustatten (das Auge isst ja schließlich mit). Aus diesem Grundrezept wird 20 Jahre später die Serie Rom ein gehaltvolles und wohlschmeckendes Gericht kochen.

Doch hier wurde der große Aufwand schmählich vertan - so dass sich das Ansehen inzwischen vor allem deswegen lohnt, weil man hier lehrbuchhaft alle Fehler studieren kann, die man als Drehbuchautor und Regisseur tunlichst vermeiden sollte.

Minus: Etwas Wichtiges fehlt: Tempo.
Meist dümpelt der Film so dahin. Die Dialoge käuen in vielen Worten wenige Inhalte wieder - umspült von der Fahrstuhlmusik Lalo Schifrins, die keine Akzente setzt und keine Spannung aufbaut - manchmal einfach nur nervt.

Selten treffen die Formulierungen den antiken Ton. Während die Römer mit ihrem Kaiser (dem mächtigsten Mann der Welt!!) reden wie Schüler mit ihrem Klassensprecher – reden die Apostel dann wieder so ungeheuer salbungsvoll, dass einem das andauernde Gutmenschentum alsbald zum Halse heraushängt. Das haben die Macher offenbar auch gemerkt, denn viele Figuren geraten ohne Not ständig in Bedrängnis, nur damit der Film durch ein paar Prügeleien etwas mehr Action bekommt. Da unmotivierte Szenen einen Film aber nicht interessanter sondern nur länger machen, tragen sie zum genauen Gegenteil bei: Zu weiterer Langeweile.

Die vielen Erklärungen über christliche und jüdische Religion sind meist derart grundlegend, dass man sie ohnehin schon wusste - oder so abgehoben, dass man nicht folgen kann und das Interesse verliert. Aber meist wird vermeintlich Tiefsinniges in aller Ausführlichkeit breitgewalzt oder man verliert sich in Details, die der Autor wohl aufwändig recherchiert hat und nun unbedingt verwenden wollte.

So folgt Szene auf Szene, ohne die Handlung voranzutreiben - der Film tritt regelrecht auf der Stelle, was durch die schwache Regie noch verstärkt wird: Einerseits bläht man mit viel zu vielen Einstellungen selbst noch die banalsten Aktionen auf, andererseits verweilt die Kamera bei den unendlichen Dialogen quälend lange in ein und derselben Einstellung - beides zieht den Film noch zusätzlich in die Länge. Kaum zu glauben - aber man sieht sich schnell satt. Trotz der herrlichen Ausstattung.

Viele Details zeugen sogar davon, wie geradezu dramatisch die Filmemacher die römische Gesellschaft nicht verstanden haben. Als Beispiel sei nur die Tochter eines römischen Senators (!) genannt, die unbedingt als weiblicher (!!) Gladiator (!!!) arbeiten will - um sich so einen Murks auszudenken, muss man sich richtig Mühe geben. Auch werden wieder alte Klischees bemüht (Nero hat Rom angezündet, alle Christen sind edel, alle Kaiser listenreich und verdorben).

Plus:
Die Ausstattung ist wunderschön, man rekonstruiert römisches Leben in den Villen und in den Wohnungen des Durchschnittsrömers so detailgetreu und anschaulich, dass man das Gefühl hat, man sei selbst da.

Inhaltlich bekommt man viele selten oder nie im Film gezeigte Personen des politischen und religiösen Lebens im alten Rom zu sehen - noch dazu hält sich das Drehbuch oft eng an die antiken Quellen, was alleine schon ein Grund wäre, sich die Serie anzusehen.

In den wenigen Momenten nämlich, wo die Dialoge eine hohe Informationsdichte und die Kamera elegante Fahrten durch die schönen Dekorationen macht, ist der Film sehr wohl unterhaltsam und sogar fesselnd, da er komplexe Zusammenhänge und langsame Entwicklungen, die man sonst nur schwer nachvollziehen kann, anschaulich macht: Wie sich das Christentum langsam ausbreitet und trotz Widerstand immer stärker wird zum Beispiel. Oder wie man in Rom Kaiser wird. Dann ist der Film richtig groß - leider ist das viel zu selten der Fall.








EPISODENLISTE

mit ausführlicher Inhaltsangabe
SPOILER Warnung!



Teil 1:
Jesus begegnet nach seinem Tode zwei von seinen Anhängern. Auf Capri versuchen derweil treue Berater, Kaiser Tiberius davon zu überzeugen, die Insel zu verlassen und zurück nach Rom zu gehen, wo im Moment sein Vertrauter Seianus selbstherrlich schaltet und waltet und dadurch den Kaiser unbeliebt macht.



Teil 2 :
Die Gschichten vom wiederauferstandenen Jesus beunruhigen den Hohen Rat der Juden in Jerusalem. Sie lassen Saulus die Christen verfolgen, damit der Spuk ein Ende hat. Der Jude Caleb, Mitglied der Zeloten, die gewalttätig gegen die römischen Besatzer kämpfen, entgeht seiner Verhaftung nur durch Flucht nach Rom.

Tiberius will zurück nach Rom - wird aber vorher von einem Berater ermordet, der seinen Erben Caligula sogleich zum Kaiser ausrufen lässt. Caligula macht sich zunächst beliebt, indem er den verhassten Seianus hinrichten lässt.



Teil 3
Caleb stellt sich unter dem Namen Metellus in Rom als Gladiator vor. Man bittet ihn um einen Probekampf gegen einen starken Gegner - der sich als Frau entpuppt: Corinna. Sie ist noch dazu aus einer vornehmen Familie, zu der sie aber keinen Kontakt mehr hat.

Kaiser Caligula, ursprünglich aufgebrochen, um Britannien zu erobern, lässt seine Armee an der Küste Muscheln sammeln und kehrt dann wieder nach Rom zurück. Die Soldaten sind nicht begeistert.

In Rom bittet der verliebte Prätorianer Valerius seinen Vater, die Sklavin Sarah freizukaufen. Auf einer Auktion ersteigert der Vater sie also mit dem Geld, das Valerius ihm dafür gegeben hat. Valerius lässt sie frei und heiratet sie dann. Der Film zeigt die römische Trauungszeremonie in voller Länge. Sarahs Bruder Caleb schmiedet derweil Pläne, Caligula zu töten. Er will sich an ihm dafür rächen, dass er um ein Haar Sarah vergewaltigt hätte.

In Jerusalem werden Statuen von Caligula im Tempel aufgestellt. Hohepriester Kaiphas protestiert dagegen beim Statthalter – und droht mit offenem Aufruhr.

Auch die Prätorianer planen inzwischen Caligulas Tod – Valerius ist unter ihnen. Caligula ahnt von alledem nichts und genießt die Spiele, an denen Caleb und die schöne Gladiatorin teilnehmen. Als Caligula sich in den Palast durch einen unterirdischen Gang zurückzieht, läuft er den Verschwörern direkt in die Arme. Während die Gladiatoren seine Leibwächter in einen Kampf verwickeln, wird Caligula von seinen engsten Vertrauten, u.a. Valerius, in aller Ruhe getötet. Im Palast suchen die Prätorianer dann nach Claudius – und rufen ihn zum neuen Kaiser aus.

Nach getaner Arbeit trifft Caleb überraschend seine verlorengeglaubte Schwester Sarah wieder – und macht ihr Vorwürfe, dass sie Valerius geheiratet hat - einen römischen Soldaten, einen Unterdrücker! Sarah wehrt sich: Das sagt der Richtige! Caleb ist ein gewaltbereiter Zelot, liebt eine Gladiatorin und gibt sich auch noch einen römischen Namen. Caleb sieht ein, dass sie Recht hat.

In Jerusalem beruhigt die Nachricht von Caligulas Tod die Lage. Die Statuen werden gestürzt.




Teil 4
König Herodes hält triumphalen Einzug in Jerusalem – jetzt haben die Zeloten, was sie immer wollten: Einen jüdischen König. Der Senat in Rom glaubt, Kaiser Claudius sei schwach. In einer Senatssitzung werden die Rufe nach der Republik und der Abschaffung des Kaisertums laut. Sie kichern als Claudius zu stottern beginnt - doch der wehrt sich: Gerade die, die jede Grausamkeit seiner Vorgänger abgenickt haben, trauen sich jetzt, über ihn zu lachen. Er fordert tiefgreifende Reformen: Vor allem eine Rückkehr zu den römischen Tugenden und Traditionen - auch zu den Göttern. Wer sich dem fügt, darf sich Römer nennen, auch wenn er in den Provinzen geboren ist. Das heißt im Umkehrschluß aber auch, dass die Juden (und Christen) unerwünscht sind.

Valerius nimmt Unterricht in Hebräisch. Für Caleb Anlass zum Spott: Er will nur, dass die Juden seine Befehle besser verstehen. Er kämpft entschieden dafür, dass die Römer sein Land verlassen - inklusive ihres jüdischen Marionettenkönigs.

Im Palast wird Valerius mit Claudius‘ neuen Gesetzen konfrontiert: Auch seine Frau muss den römischen Göttern opfern - als Zeichen der Loyalität gegenüber Rom. Tut sie es nicht, muss sie Rom verlassen. Sie weigert sich – doch die anwesenden Priester sind menschlich: Sie zweifeln nicht an ihrer Loyalität – und lassen religiöse Toleranz walten.

Nachts quälen Valerius Gewissensbisse wegen des Mordes an Caligula. Leben ist etwas Heiliges - auch wenn es einem Tyrannen gehörte.

Das Reich plagt eine Hungersnot. In Antiochia planen die Christen, unter ihnen Paulus, Geldhilfe nach Judäa anzuweisen. Diese Großzügigkeit lockt neue Glaubensbrüder an. Die Christengemeinde vergrößert sich.

Auch Caleb weigert sich zu opfern, und wird nun Rom verlassen müssen. Sein Gladiatoren-Chef rät, sich die römische Bürgerschaft zu kaufen, um bleiben zu können. Aber Caleb geht lieber: Er will nach Korinth.

In Jerusalem versucht König Herodes, etwas über Petrus zu erfahren, der mit seinen Predigten das Volk zu sehr gegen Rom aufwiegelt. Dabei fällt ihm Petrus‘ Bruder Jakobus in die Hände. Er will ihn enthaupten lassen, um Petrus aus der Reserve zu locken - der Plan gelingt: Petrus geht in die Falle und findet sich im Gefängnis wieder.
Paulus ist mit großen Geldgeschenken aus Antiochia nach Jerusalem gekommen und kümmert sich um die Armen. Das ist Herodes natürlich auch ein Dorn im Auge. Aber Paulus ist römischer Bürger und viel zu populär, als dass er riskieren könnte, ihn zu verhaften. Derweil erlebt Petrus ein Wunder: Eines Nachts sind die Tore zu seiner Zelle einfach offen.

Caleb versteckt sich unterdessen auf Corinnas Landgut in der Toscana. Zusammen mit Linus, einem Jugendfreund, wollen sie die Saturnalien feiern. Der Freund war in Judäa – und ist nun auch ein Christ. Caleb winkt ab: Er hält Jesus für einen gescheiterten Erlöser. Er und Corinna sprechen das jüdische Ehegelöbnis – zwar ohne Rabbi, aber immerhin weiß Gott es jetzt.

In Jerusalem erleidet Herodes einen Herzanfall und stirbt.

Paulus predigt in Korinth. Aquila bietet ihm die Führung der Gemeinde an, da so viele Christen aus Rom gekommen sind, dass Aquilea ihrer nicht mehr Herr wird.

In Rom versucht Kaiserin Messalina, den Valerius auch noch zum Mord an Claudius anzustiften, nachdem er das bei Caligula schon so prima hingekriegt hat. Sie hat ihn in der Hand, da sie von dem Schmuh der Priester bei seiner jüdischen Frau weiß.

Saturnalien. Der junge Nero zieht mit Freunden durch die Straßen der Subura. Zufällig besucht auch Caleb gerade seine Schwester Sarah und ihren Mann Valerius in demselben Viertel - prompt wird er auf dem Forum von Neros Leuten überfallen. Es gibt Tote.

Valerius erstattet Kaiser Claudius über diesen Zwischenfall Bericht – vollständig: Inklusive der Verschwörungsabsichten der Kaiserin Messalina. Claudius ordnet ihre Hinrichtung an und ist verzweifelt über den Niedergang Roms. Die Zeit ist reif für etwas Neues – doch was?
Claudius nimmt es mit der Moral übrigens auch nicht so genau: Er heiratet Agrippina, die Tochter seines Bruders. Das ist Inzest. Die Strafe folgt auf dem Fuße: Agrippina vergiftet den Kaiser mit einem Pilzgericht. Noch in der Todesnacht ruft sie ihren Sohn Nero als Kaiser aus – nicht Claudius‘ leibhaftigen Sohn Britannicus.

In Jerusalem versuchen Lukas und Paulus zum Passahfest den Petrus zu treffen – vergeblich. Paulus geht in den Tempel, nicht wissend, dass das für Nichtjuden bei Todesstrafe verboten ist. Endlich ein Grund, ihn zu verhaften: Denn Paulus ist Saulus, ein römischer Bürger – kein Jude!




Teil5
Nero spannt Otho die Frau aus – Poppea.

In Jerusalem ist Saulus derweil in ernsten Schwierigkeiten: Er ist zwar inzwischen kein Anhänger der römischen Götter mehr - aber auch kein Jude, denn er folgt der Lehre Christi. Ein Zenturio verhaftet ihn daher und sendet ihn zu einem Richter, wo die Juden ihre Klage vorbringen können.

Sarahs Mann Valerius geht nach Palästina. Sie bleibt bei ihrer Tochter in Rom. Er verabschiedet sich bei Caleb. Der Held ist müde: Aus dem Zeloten ist ein braver Ehemann geworden - und sogar ein Christ. Nach Claudius‘ Tod hörten die Verfolgungen der Juden und Christen auf, so kann er sich endlich ganz offiziell Caleb nennen. Aber statt Rom zu bekämpfen und Palästina zu befreien, tobt er sich nach wie vor von 9 bis 18 Uhr in der Arena aus.

Nero vergnügt sich mit Acte, einer schwarzen Sklavin. Agrippina erklärt ihm, dass er sich mehr Mühe geben muss, wenn er Kaiser bleiben will. Britannicus ist sehr beliebt und hat einflussreiche Freunde. Ein Teil von Neros Legitimation ist die Ehe mit Octavia. Er sollte also lieber zusehen, dass er sie behält, statt sie zu demütigen.

In Jerusalem wird Paulus angeklagt, den Tempel entweiht zu haben. Er verlangt, als römischer Bürger in Rom vor Gericht gestellt zu werden. Immerhin geht es um die Todesstrafe. Der Richter muss sich fügen. Ausgerechnet Valerius soll ihn nach Rom bringen.
Auf hoher See unterhalten sich Valerius und Paulus. Paulus hat mit Caleb zusammen studiert, der ja Valeriaus' Schwager ist (so ein Zufall!).

In Rom macht Nero die Bekanntschaft des Fischhändlers Tigellinus. Er wird sein neuer Vertrauter. Mit ihm an seiner Seite räumt Nero gründlich auf: Erst vergiftet er Britannicus, dann tötet er seine Mutter.

Paulus hat Valerius überzeugt – er tauft ihn bei ihrer Zwischenstation auf der Insel Malta.
Im italienischen Hafen Poteoli wird Paulus dann in Ketten abgeführt – und zusammen mit Valerius bei christlichen Freunden einquertiert. Solange seine Schuld nicht bewiesen ist, muss er nicht ins Gefängnis. Er steht nur unter Hausarrest bis formal Klage erhoben wird.
Es läuft alles gut – die Zeit vergeht und nichts geschieht. Der zuständige Beamte empfiehlt, noch einen Monat zu warten, dann ist die vorgeschriebene Zeit der Verjährung um. Wenn bis dahin keiner Klage erhebt, lassen sie Paulus einfach frei. Paulus nutzt die Zeit, den Christen seine Religionstheorie zu erklären.
Nach einem Monat nimmt der Staat ihm die Ketten ab. Lukas und Paulus setzen ihre Reise fort. Tausende Christen winken Paulus bei seiner Abreise nach Spanien zu. Dereinst wird Lukas das Neue Testament schreiben.

Petrus kommt derweil in Rom an und wohnt in einer Villa, die ein Patrizier der Christengemeinde hinterlassen hat (möglicherweise die Keimzelle des Vatikan). Geführt wird das Haus von dem Jugendfreund der Corinna, Linus. Juden und Christen praktizieren ihre Religion nun öffentlich und haben Zulauf.
Aber das wird sich ändern: Nero spricht im Senat davon, dass diese Religionen hohe Sondersteuern zahlen sollen – um eine neue Stadt zu finanzieren. Eine neue Stadt? Die Senatoren erinnern an die wichtigeren Aufgaben: Armeen finanzieren, die sonst zu den Provinzgouverneuren überlaufen, Hilfe nach dem Erdbeben in Pompeji ... doch Nero hasst die Provinzen. Sollen sie abfallen wie Eidechsenschwänze! Nero glaubt an die Macht und Heiligkeit von Rom - das gilt es zu stärken.
Noch in derselben Nacht geht Rom in Flammen auf. Aus den Brunnen kommt kein Wasser mehr. Nero sieht vom Forum aus zu, wie Rom brennt.
In den Katakomben ernennt Petrus den Linus zum Führer der Gemeinde, darunter auch Sarah und ihre Tochter Ruth.

Nero unterbreitet derweil seine Wiederaufbaupläne. Der junge Piso wird ihm vorgestellt, der die Ursachen des Brandes erforscht und sich um Notunterkünfte kümmert. Nero öffnet die kaiserlichen Gärten und Landsitze zu diesem Zweck. Das steigert seine Popularität. Wenn er auch im Senat eine gewisse Animosität spürt.

Tigellinus, inzwischen Präfekt der Prätorianer (nachdem sein Vorgänger spurlos verschwunden ist) legt im Senat Pisos Bericht vor – mit kleinen Korrekturen: Er beschuldigt die Christen der Brandstiftung. Im Senat regt sich Widerspruch. Tigellinus greift tief in die Mottenkiste, kommt mit Kannibalismus und Blutschande und Ablehnung der Götter (und damit des Staates) – und hat am Ende tatsächlich eine Mehrheit aus Konservativen hinter sich. Nero will eine hohe Geldstrafe – aber Tigellinus schießt über das Ziel hinaus und lässt die Christen verfolgen.
Man fahndet nach den Oberhaupt der gefährlichen Sekte – Petrus, der zur Zeit des Brandes zufällig in Rom war.

Durch Verrat (?) wird er in einer Katakombe gefasst. Er wird gekreuzigt – aber nicht auf die gleiche Weise wie Jesus, sondern mit dem Kopf nach unten - denn so zu sterben wie der Heiland wäre zu viel der Ehre (gerade hier zeigt sich, wie handwerklich schlecht das Drehbuch ist: Dieselbe Szene ist auch in Quo Vadis von 1952 – doch da ist sie kurz, auf den Punkt gebracht und pointiert. Hier ist sie einfach nur geschwätzig.)

Die Christen werden als Schafe verkleidet und in der Arena an die Löwen verfüttert (der Anblick eines blutüberströmten Kindes bleibt dem Zuschauer erspart, was der Szene ihre düstere Wucht nimmt, die sie beinahe gehabt hätte). Valerius quittiert angesichts der Gräuel seinen Dienst – das ist nicht mehr sein Rom.

Paulus wird an Bord seines Schiffes verhaftet und nach Rom gebracht. Als Römer jedoch kann er nicht gekreuzigt werden. Man verspricht ihm die Freiheit, wenn er den Staats-Göttern opfert. Doch er zieht es vor, zu seinen Glaubensbrüdern ins Gefängnis zu gehen.
Tigellinus ist zuversichtlich, dass die verirrten Christen nach dem öffentlichen Tod ihrer Führer wieder den Weg zurück finden und brave römische Bürger werden – und Heiden. Paulus aber gibt seinen Brüdern seine Worte als Vermächtnis mit auf den Weg: Darin ermutigt er sie, weiterhin treu zu Christus zu stehen - dann wird er geköpft.

In den Katakomben heiraten Caleb und Corinna nach christlichem Ritus. Sie nehmen ein Kind auf, dessen Eltern in der Arena gestorben sind. Das Kind wird bereits ganz als Christ aufgezogen werden. Die kleine Familie flieht nach Puteoli und von da im Schiff nach Palästina. Das Christentum bricht auf zu neuen Ufern. Schon bald wird es keiner mehr aufhalten können.
Ende.


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